Huawei arbeitet an Konkurrenz-Chip zu Nvidia - Tests laufen jetzt an
Der chinesische Technologiekonzern Huawei soll bei seiner Chipentwicklung inzwischen auf einem Stand angekommen sein, auf dem wichtige Nvidia-Produkte nahezu gleichwertig ersetzt werden können. Das geht aus einem Bericht des Wall Street Journals hervor.
Dem Bericht zufolge hat Huawei bereits Gespräche mit mehreren chinesischen Technologieunternehmen aufgenommen, um die technische Machbarkeit des neuen Chips zu prüfen. Die ersten Muster des Ascend 910D sollen voraussichtlich Ende Mai ausgeliefert werden. Huawei strebt an, mit dieser neuen Generation seiner Ascend-Prozessoren eine höhere Leistung als Nvidias H100-Chip zu erreichen.
Parallel dazu meldete Reuters, dass Huawei schon im kommenden Monat mit der Massenlieferung seines bisherigen Modells, des Ascend 910C, an chinesische Kunden beginnen will. Damit intensiviert man in China die Anstrengungen, im Bereich der Künstlichen Intelligenz unabhängiger von US-Technologie zu werden, an deren wichtigste Produkte man aufgrund des Ebargos ohnehin bestenfalls per Schmuggel gelangt.
Die US-Regierung hat in den vergangenen Jahren Maßnahmen ergriffen, um Chinas Zugang zu fortschrittlicher KI-Technologie einzuschränken. Dazu gehört auch ein Verkaufsverbot für Nvidias Spitzenprodukte wie den H100, der 2022 noch vor seiner offiziellen Markteinführung in China untersagt wurde. Auch das neueste Modell, der B200, ist von den Exportbeschränkungen betroffen.
Siehe auch:
- Huawei entwickelt KI-Chip Ascend 910D als Konkurrenz zu Nvidia-Produkten
- Tests des neuen Chips mit chinesischen Technologieunternehmen geplant
- Erste Muster des Ascend 910D sollen Ende Mai ausgeliefert werden
- Huawei strebt höhere Leistung als Nvidias H100-Chip an
- Massenlieferung des Vorgängermodells Ascend 910C für nächsten Monat geplant
- China will im KI-Bereich unabhängiger von US-Technologie werden
- US-Regierung beschränkt Chinas Zugang zu fortschrittlicher KI-Technologie
Muster kommen im Mai
Demnach bereitet sich das Unternehmen derzeit auf erste Tests seines neuesten und bislang leistungsstärksten KI-Prozessors vor. Der Ascend 910D soll zukünftig als Alternative zu High-End-Chips des US-amerikanischen Halbleiterherstellers Nvidia dienen, die für die Berechnungen rund um die Entwicklung von KI-Modellen benötigt werden.Dem Bericht zufolge hat Huawei bereits Gespräche mit mehreren chinesischen Technologieunternehmen aufgenommen, um die technische Machbarkeit des neuen Chips zu prüfen. Die ersten Muster des Ascend 910D sollen voraussichtlich Ende Mai ausgeliefert werden. Huawei strebt an, mit dieser neuen Generation seiner Ascend-Prozessoren eine höhere Leistung als Nvidias H100-Chip zu erreichen.
Parallel dazu meldete Reuters, dass Huawei schon im kommenden Monat mit der Massenlieferung seines bisherigen Modells, des Ascend 910C, an chinesische Kunden beginnen will. Damit intensiviert man in China die Anstrengungen, im Bereich der Künstlichen Intelligenz unabhängiger von US-Technologie zu werden, an deren wichtigste Produkte man aufgrund des Ebargos ohnehin bestenfalls per Schmuggel gelangt.
Ein langer Weg
Seit Jahren versuchen Huawei und andere chinesische Hersteller, im Bereich der Hochleistungs-KI-Chips zu Nvidia aufzuschließen - bislang jedoch mit begrenztem Erfolg. Besonders im Training von KI-Modellen, bei dem enorme Rechenleistung benötigt wird, gilt Nvidia als Branchenführer.Die US-Regierung hat in den vergangenen Jahren Maßnahmen ergriffen, um Chinas Zugang zu fortschrittlicher KI-Technologie einzuschränken. Dazu gehört auch ein Verkaufsverbot für Nvidias Spitzenprodukte wie den H100, der 2022 noch vor seiner offiziellen Markteinführung in China untersagt wurde. Auch das neueste Modell, der B200, ist von den Exportbeschränkungen betroffen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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