Meta vor der Zerschlagung? Jetzt geht es für Zuckerberg ums Ganze

Der heutige Tag markiert den Beginn eines für Mark Zuckerbergs Internetkonzern Meta unter Umständen folgenschweren Verfahrens in den USA, an dessen Ende die Zerschlagung und damit verbunde­ne Abspaltung von Instagram oder WhatsApp stehen könnte.
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Meta droht die Zerschlagung

Ab heute geht es für Meta um Alles. In Washington beginnen die Anhörungen in einem Gerichtsverfahren, das von der US-Handelsaufsicht FTC (Federal Trade Commission) angestrengt wurde. Die FTC wirft Meta vor, ein illegales Monopol im Markt für Social-Media-Dienste aufgebaut zu haben, indem man Instagram und WhatsApp im Rahmen von Milliardendeals zugekauft hat.

Sollte der Facebook-Mutterkonzern die Vorwürfe der FTC nicht entschärfen können, könnte das Unternehmen dazu gezwungen werden, sich von WhatsApp oder Instagram zu trennen, um so die Forderungen der US-Wettbewerbshüter zu erfüllen. Das Verfahren begann bereits im Jahr 2020, als die FTC Anklage gegen Meta erhob. Damals lief noch die erste Amtszeit des jetzt wiedergewählten US-Präsidenten Trump.

Zuckerberg wollte Instagram durch Kauf neutralisieren

Sollte die FTC mit ihrer Argumentation Erfolg haben, könnte Meta entweder zu einer Umstrukturierung gezwungen werden oder wie erwähnt Unternehmensteile verkaufen müssen. Natürlich wehrt sich Meta mit Händen und Füßen gegen das Verfahren der FTC. Gestern veröffentlichte Metas Chefanwältin Jennifer Newstead einen Blog-Eintrag, in dem sie die Vorwürfe als haltlos bezeichnete und der FTC unterstellte, mit ihrem Verfahren die Investitionen von US-Technologiefirmen in dem Land zu behindern.

"Es ist absurd, dass die FTC versucht, eine großartige amerikanische Firma zu zerschlagen, während die Regierung gleichzeitig versucht, das in chinesischem Besitz befindliche TikTok zu retten", erklärte Newstead. Von der FTC hieß es, dass die Behörde unter der neuen Regierung von Trump bestens auf das Verfahren vorbereitet sei. Man sei mit den besten und intelligentesten Rechtsanwälten "gesegnet", die rund um die Uhr arbeiten würden.

Zuckerberg wirbt seit Langem um die Gunst von Trump

Wahrscheinlich muss im Zuge der Verhandlungen auch Meta-Chef und Facebook-Gründer Mark Zuckerberg aussagen. Er hatte in der Vergangenheit E-Mails mit anderen Managern ausgetauscht, in denen es darum ging, wie man mit der Übernahme von Instagram einen aufstrebenden Facebook-Konkurrenten "neutralisieren" könnte. Meta argumentierte zuletzt, dass diese Mails aus der Zeit vor Übernahme im Jahr 2012 heute aufgrund der veränderten Marktlage nicht mehr relevant sind.

Zuletzt hatten Zuckerberg und Meta auf verschiedenen Wegen versucht, sich Trump anzubiedern. So besuchte Zuckerberg den US-Präsidenten mehrfach im Weißen Haus und war auch bei seiner Amtseinführung anwesend, für die man obendrein eine Million Dollar "gespendet" hatte.

Außerdem hat Meta kürzlich sämtliche Faktenchecks und Moderationsmaßnahmen in den USA abgeschafft, mit denen man zuvor zumindest offiziell noch versuchte, Hass und Hetze entgegenzuwirken. Stattdessen sollen "Community Notes" wie bei X/Twitter dafür sorgen, dass bei problematischen Posts anderslautende Stimmen zu Wort kommen können.

Zusammenfassung
  • Gerichtsverfahren der FTC gegen Meta beginnt am 14. April 2025
  • FTC wirft Meta illegales Monopol im Social-Media-Markt vor
  • Mögliche Zerschlagung und Abspaltung von Instagram oder WhatsApp
  • Meta wehrt sich vehement gegen die Vorwürfe der US-Handelsaufsicht
  • Zuckerberg könnte zu einer Aussage im Verfahren gezwungen werden
  • Meta versucht, sich Trump und seiner Regierung anzunähern
  • Faktenchecks und Moderationsmaßnahmen in den USA wurden abgeschafft

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