Facebook-Co-Gründer fordert Zerschlagung des sozialen Netzwerks

Facebook steht seit mittlerweile Jahren unter Beschuss, denn das soziale Netzwerk stolpert von einem Skandal zum nächsten, zumeist geht es dabei um Themen wie Privatsphäre, Hassrede oder Wahlbeeinflussung. Chris Hughes, Mitbegründer von Facebook, forderte nun, dass Regulatoren eingreifen.
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Tagesschau
Facebook steht zwar schon lange in der Kritik bzw. war das Unternehmen seit jeher für seinen Umgang mit Privatsphäre berüchtigt. Doch zuletzt häuften sich die Skandale, allen voran jener rund um die Wahlbeeinflussung durch das Unternehmen namens Cambridge Analytica. Das ist einer der Gründe warum Chris Hughes nun fordert, dass Facebook zerschlagen werden sollte.

Zu mächtig

Hughes schreibt in einem Gastartikel für die New York Times, dass die Handelsbehörde Federal Trade Commission (FTC) die Facebook-Übernahmen von WhatsApp und Instagram rückgängig machen sollte. Dadurch könnte man auf dem Markt der sozialen Medien und der Messenger wieder mehr Wettbewerb schaffen, so Hughes, der Zuckerberg in den Anfangstagen an der Harvard-Universität maßgeblich geholfen hat, Facebook zu starten. Facebook vs. Rest der WeltFacebook im Nutzer-Vergleich zum 'Rest der Welt' Hughes argumentiert vor allem aus einer wirtschaftlichen Sicht, nämlich dass Facebook zu einem Monopolisten geworden ist. Das dadurch entstehende Fehlen von Konkurrenz habe auch zur Folge, dass Innovationen keine Chance hätten. Nutzer können gar nicht zu einem alternativen Social Netzwerk wechseln, da keine ernstzunehmenden Konkurrenten existierten.

Aus diesem Monopol ergeben sich weiterführender Probleme, die über den Faktor Wirtschaft hinausgehen. Der Facebook-Algorithmus diktiert, welche Inhalte Millionen Menschen täglich sehen. Dazu kommt, dass Mark Zuckerbergs Mehrheitsanteil an Facebook verhindert, dass ihm irgendjemand auf die Finger schaut.

"Marks Einfluss ist überwältigend und geht weit über alles hinaus, was irgendjemand auf dem privaten Sektor oder in der Regierung hat", schreibt Hughes. Eine Aufspaltung, wie sie Hughes vorschlägt, wäre nicht beispiellos: In den 1980ern hat die FTC den damaligen Kommunikationsgiganten AT&T zerschlagen, weil die Telefongesellschaft zu mächtig geworden ist.
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