Steambox im Teardown: YouTuber zerlegt Valve-Konsole, die es nie gab
Ein auf seltene Gaming-Hardware spezialisierter YouTuber hat ein ausführliches Teardown- und Test-Video der Valve Steambox veröffentlicht. Es handelt sich offenbar um einen Prototyp einer Art PC-basierter Spielkonsole, die nie auf den Markt kam.
Bringus nahm sich die PC-Konsole von Valve mit einigem Aufwand vor und zerlegte das Gerät. Dabei stellte er fest, dass die Steambox mit einem sehr speziellen Front-Panel daherkommt, bei dem ein Touch-Feld als Ein-/Ausschalter dient. Rund um diesen Bereich leuchtet bei Annäherung des Nutzers ein LED-Ring auf.
Hinzu kommen acht Gigabyte DDR4-Arbeitsspeicher, zwei 1-Terabyte-Festplatten (keine SSDs) und ein 500-Watt-Netzteil. Die Valve-Konsole hebt sich darüber hinaus durch einige angepasste Anschlüsse und interne Zusatzplatinen von einem regulären PC.
Schaltet man die "Valve Steambox" ein, erscheint tatsächlich ein Steam-Logo, bevor dann ein reguläres Windows 10 startet. Das von Bringus zerlegte System enthielt letztlich keine weitere Software, sondern nur eine frische Windows-Installation. Insgesamt bietet Bringus einen interessanten Blick auf eine von Valve entwickelte "PC-Konsole", die nie auf den Markt kam.
Spannend ist dabei unter anderem, dass Valve offenbar mit dem taiwanischen PC-Hersteller MSI kooperierte. So stammen sämtliche Komponenten des Systems scheinbar aus der Teile-Baukasten von MSI, inklusive des Mainboards und der Grafikkarte. Selbst das von FSP zugelieferte Netzteil besitzt eine MSI-Teilenummer. Warum die "Steambox" von Valve nie auf den Markt kam, ist bisher unklar. Denkbar wäre, dass es sich um eine reine Entwicklerplattform handelte.
Siehe auch:
Valve arbeitete an Gaming-PC für VR-Headsets
Jon Bringus, der den YouTube-Kanal Bringus Studios betreibt, hat nach eigenen Angaben den Prototypen einer "Valve Steambox" erhalten und in einem ausführlichen Video zerlegt. Das Gerät hat scheinbar das Format einer Xbox One und wurde bisher noch nie "in freier Wildbahn" gesichtet. Es stammt aus dem Jahr 2017 bzw. 2018 und sollte offenbar in Kombination mit dem Valve Index VR-Headset verwendet werden.Bringus nahm sich die PC-Konsole von Valve mit einigem Aufwand vor und zerlegte das Gerät. Dabei stellte er fest, dass die Steambox mit einem sehr speziellen Front-Panel daherkommt, bei dem ein Touch-Feld als Ein-/Ausschalter dient. Rund um diesen Bereich leuchtet bei Annäherung des Nutzers ein LED-Ring auf.
CPU von AMD und Radeon RX580 unter der Haube
Technisch basiert die Valve Steambox auf einem AMD Ryzen 5 1400 mit vier Rechenkernen, der auf einem angepassten Mainboard im Mini-ITX-Formfaktor sitzt. Die Hauptplatine unterscheidet sich von einem regulären PC-Mainboard vor allem dadurch, dass eine Kombination aus zwei auf einer Linie angeordneten PCIe-1x- und PCIe-4x-Slots verbaut ist. Als Grafikkarte dient eine reguläre AMD Radeon RX 580.Hinzu kommen acht Gigabyte DDR4-Arbeitsspeicher, zwei 1-Terabyte-Festplatten (keine SSDs) und ein 500-Watt-Netzteil. Die Valve-Konsole hebt sich darüber hinaus durch einige angepasste Anschlüsse und interne Zusatzplatinen von einem regulären PC.
VirtualLink-fähiger USB-C-Port
Dazu gehört auch, dass offenbar ein VirtualLink-Anschluss geboten wurde, bei dem ein USB-C-Port den Anschluss von VR-Headsets vereinfachen sollte. Außerdem besitzt das Gerät scheinbar einen direkt integrierten Dongle für die Bedienung über einen Steam-Controller.Schaltet man die "Valve Steambox" ein, erscheint tatsächlich ein Steam-Logo, bevor dann ein reguläres Windows 10 startet. Das von Bringus zerlegte System enthielt letztlich keine weitere Software, sondern nur eine frische Windows-Installation. Insgesamt bietet Bringus einen interessanten Blick auf eine von Valve entwickelte "PC-Konsole", die nie auf den Markt kam.
Spannend ist dabei unter anderem, dass Valve offenbar mit dem taiwanischen PC-Hersteller MSI kooperierte. So stammen sämtliche Komponenten des Systems scheinbar aus der Teile-Baukasten von MSI, inklusive des Mainboards und der Grafikkarte. Selbst das von FSP zugelieferte Netzteil besitzt eine MSI-Teilenummer. Warum die "Steambox" von Valve nie auf den Markt kam, ist bisher unklar. Denkbar wäre, dass es sich um eine reine Entwicklerplattform handelte.
Zusammenfassung
- YouTuber zerlegt Prototyp einer nie veröffentlichten Valve Steambox
- Gerät aus 2017/2018 sollte mit Valve Index VR-Headset genutzt werden
- Basiert auf AMD Ryzen 5 1400 und Radeon RX 580 auf angepasstem Mainboard
- Enthält spezielle Anschlüsse wie VirtualLink und integrierten Controller-Dongle
- Startet mit Steam-Logo, läuft aber mit regulärem Windows 10
- Komponenten stammen größtenteils vom taiwanischen Hersteller MSI
- Gründe für Nichtveröffentlichung unklar, evtl. nur Entwicklerplattform
Siehe auch:
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