Thunderbird greift Gmail an:
Eigener Maildienst & Pro-Features geplant
Das Mozilla-Team hinter Thunderbird baut sein Portfolio mit Thunderbird Pro und dem hauseigenen E-Mail-Dienst Thundermail aus. Diese Erweiterungen sollen eine datenschutzfreundliche Open-Source-Alternative zu den geschlossenen Systemen von Google und Microsoft darstellen.
Der Schritt erfolgt als Reaktion auf einen kontinuierlichen Nutzerschwund zugunsten integrierter Plattformen wie Gmail oder Office 365. Mit seinem erweiterten Angebot beabsichtigt Mozilla, eine komplett transparente Alternative zu schaffen, die Wert auf Datenschutz und offene Standards legt.
Zusätzlich entwickelt das Team Thunderbird Assist, das KI-Funktionalitäten in die Plattform einbinden soll. In Kooperation mit Flower AI werden diese Funktionen entweder direkt auf dem Gerät oder über Nvidias sichere Cloud-Infrastruktur angeboten. Der Einsatz dieser Technologien bleibt für jeden Nutzer optional und wahrt so die Datenhoheit.
Für die Finanzierung setzt Thunderbird auf ein differenziertes Modell: Aktive Community-Mitglieder erhalten zunächst kostenlosen Zugang zu den neuen Diensten, während andere Nutzer eine Gebühr entrichten müssen. Perspektivisch sind auch funktional eingeschränkte, kostenlose Versionen geplant. Dieses Konzept soll sowohl die Betriebskosten decken als auch Missbrauch eindämmen.
Nach Ansicht von Produktleiter Sipes war diese Expansion längst notwendig. Gemeinsam mit den mobilen Anwendungen für Android und der in Entwicklung befindlichen iOS-Version sollen die Web-Dienste das Thunderbird-Ökosystem vervollständigen. Das Projekt bleibt dabei seinen Grundwerten treu: Open Source, offene Standards und Privatsphäre.
Seit seiner Entstehung im Jahr 2003 als Ableger von Mozilla Firefox hat Thunderbird eine wechselvolle Geschichte erlebt. Nach einer Phase mit begrenzter Weiterentwicklung erlebt das Projekt seit 2020 eine Renaissance mit neuen Features und einer modernisierten Benutzeroberfläche. Die aktuellen Erweiterungspläne markieren einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung des Projekts.
Wie steht ihr zu Thunderbirds Expansionsplänen? Würde euch eine vollständig offene Alternative zu den etablierten Plattformen überzeugen? Hinterlasst eure Gedanken zu den neuen Services in den Kommentaren.
Download Mozilla Thunderbird - Kostenloser E-Mail-Client
Siehe auch:
Strategische Neuausrichtung
Thunderbird, die quelloffene E-Mail-Lösung, steht vor einer bedeutenden Transformation. Das Entwicklerteam arbeitet an mehreren Web-Diensten unter den Namen Thunderbird Pro und Thundermail, die das bestehende Desktop-Programm ergänzen werden. Diese Strategie wurde kürzlich von Ryan Sipes, dem Verantwortlichen für die Produktentwicklung bei Thunderbird, vorgestellt (via Stadt Bremerhaven).Der Schritt erfolgt als Reaktion auf einen kontinuierlichen Nutzerschwund zugunsten integrierter Plattformen wie Gmail oder Office 365. Mit seinem erweiterten Angebot beabsichtigt Mozilla, eine komplett transparente Alternative zu schaffen, die Wert auf Datenschutz und offene Standards legt.
Das neue Service-Portfolio
Im Zentrum der Erweiterungen steht Thunderbird Appointment, ein Tool zur Terminkoordination, das bereits als öffentliches Repository verfügbar ist. Parallel dazu entsteht Thunderbird Send, eine Neuentwicklung des eingestellten Firefox Send-Dienstes für den sicheren Datentransfer.Zusätzlich entwickelt das Team Thunderbird Assist, das KI-Funktionalitäten in die Plattform einbinden soll. In Kooperation mit Flower AI werden diese Funktionen entweder direkt auf dem Gerät oder über Nvidias sichere Cloud-Infrastruktur angeboten. Der Einsatz dieser Technologien bleibt für jeden Nutzer optional und wahrt so die Datenhoheit.
Thundermail: Die eigene E-Mail-Plattform
Als Kernstück der Erweiterung präsentiert Mozilla Thundermail, einen eigenständigen E-Mail-Service auf Basis der Stalwart-Technologie. Dieser bietet neben klassischen E-Mail-Funktionen auch Kalender- und Kontaktmanagement. Interessenten können sich bereits jetzt unter thundermail.com oder tb.pro für das Beta-Programm anmelden.Für die Finanzierung setzt Thunderbird auf ein differenziertes Modell: Aktive Community-Mitglieder erhalten zunächst kostenlosen Zugang zu den neuen Diensten, während andere Nutzer eine Gebühr entrichten müssen. Perspektivisch sind auch funktional eingeschränkte, kostenlose Versionen geplant. Dieses Konzept soll sowohl die Betriebskosten decken als auch Missbrauch eindämmen.
Nach Ansicht von Produktleiter Sipes war diese Expansion längst notwendig. Gemeinsam mit den mobilen Anwendungen für Android und der in Entwicklung befindlichen iOS-Version sollen die Web-Dienste das Thunderbird-Ökosystem vervollständigen. Das Projekt bleibt dabei seinen Grundwerten treu: Open Source, offene Standards und Privatsphäre.
Seit seiner Entstehung im Jahr 2003 als Ableger von Mozilla Firefox hat Thunderbird eine wechselvolle Geschichte erlebt. Nach einer Phase mit begrenzter Weiterentwicklung erlebt das Projekt seit 2020 eine Renaissance mit neuen Features und einer modernisierten Benutzeroberfläche. Die aktuellen Erweiterungspläne markieren einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung des Projekts.
Wie steht ihr zu Thunderbirds Expansionsplänen? Würde euch eine vollständig offene Alternative zu den etablierten Plattformen überzeugen? Hinterlasst eure Gedanken zu den neuen Services in den Kommentaren.
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Zusammenfassung
- Thunderbird plant Erweiterung mit Web-Services wie 'Thunderbird Pro'
- Neue Dienste sollen Open-Source-Alternative zu Gmail und Office 365 bieten
- 'Thunderbird Appointment' für Terminplanung bereits als Repository verfügbar
- 'Thunderbird Assist' integriert optionale KI-Funktionen mit Fokus auf Datenschutz
- 'Thundermail' als eigenständiger E-Mail-Anbieter mit Kalender- und Kontaktfunktionen
- Gestaffelte Finanzierungsstrategie: Kostenlos für Community, später Gebühren
- Erweiterung um Web-Services als nächster Schritt in Thunderbirds Evolution
Siehe auch:
- Open-Source-Hit: Thunderbird E-Mail-Client startet jetzt für Android
- Niedlich war gestern: Thunderbird bekommt kraftvolles, bissiges Logo
- Thunderbird: User sind zur Abstimmung über neue Features aufgerufen
- Thunderbird bekommt endlich eine grundlegende Modernisierung
- Mozilla macht Ernst: Zwangsupgrade für Thunderbird-Nutzer kommt
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