Schwerwiegender Exchange Online-Bug schickt E-Mails in Quarantäne

Microsoft kämpft wieder mit einem schwerwiegenden Problem in Exchange Online. Das Anti-Spam-System des Dienstes stuft be­stimm­te URLs in E-Mails fehlerhaft als verdächtig ein und liefert sie nicht regulär aus. Das Ausmaß ist derzeit nicht bekannt.
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Störung legt E-Mail-Verkehr teilweise lahm

Das Problem ist nun seit über 24 Stunden bestätigt, Microsoft spricht dabei von einem schwerwiegenden Problem in Exchange Online. Durch die falsch-positive Markierung von URLs in E-Mails werden die betroffenen Nachrichten automatisch in die Quarantäne verschoben werden, statt den Posteingang der Empfänger zu erreichen. Das meldet Günter Born in seinem Blog.

Techniker suchen nach Lösung

Laut IT-Experte Born bleiben alle bisherigen Versuche der Microsoft-Techniker, die betroffenen URLs auf eine Erlaubnisliste zu setzen, um das Problem zu umgehen, erfolglos. Das Team arbeitet nun daran, die fehlerhaft kategorisierten E-Mail-Speicherorte manuell zu korrigieren und weitere problematische URLs zu identifizieren.


Fehlerhafte Spam-Erkennung trifft Nutzer weltweit

Die Störung wurde von Microsoft als kritisches Serviceproblem eingestuft und trägt die Kennung EX1038119. Bislang hat das Unternehmen nicht spezifiziert, welche geografischen Regionen betroffen sind. Die Situation wird durch eine weitere Störung verschärft: Der Zugriff auf die "Review"-Seite im Sicherheitsportal ist ebenfalls gestört, wodurch Administratoren die quarantänierten Nachrichten nicht wie gewohnt überprüfen und freigeben können.

Exchange Online-Administratoren stehen damit vor einem doppelten Problem: Neben der fehlerhaften Quarantäne-Einordnung verhindert die zusätzliche Störung EX1038200 den Zugriff auf wichtige Verwaltungswerkzeuge. Dies erschwert sowohl die Problembehebung als auch das Management der betroffenen E-Mails erheblich.

Vorgeschichte von Exchange-Problemen

Diese Störung ist nicht der einzige Zwischenfall derart bei Exchange Online - daher kann man davon ausgehen, dass die Lösung nicht lange dauern kann. Im August 2024 trat ein ähnlicher Fehler auf, bei dem E-Mails mit Bildanhängen fälschlicherweise als schädlich markiert wurden. Erst vor wenigen Tagen wurde zudem eine einwöchige Störung behoben, die zu Verzögerungen beim E-Mail-Versand führte.

Wie wirkt sich diese Exchange Online-Störung auf euren Arbeitsalltag aus? Habt ihr bereits Wege gefunden, mit der Situation umzugehen? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Exchange Online: Anti-Spam-System stuft URLs fehlerhaft als verdächtig ein
  • Betroffene E-Mails landen in Quarantäne statt im Posteingang der Empfänger
  • Microsoft kämpft seit 21. März 2025 mit dem kritischen Serviceproblem EX1038119
  • Zugriff auf 'Review'-Seite im Sicherheitsportal ebenfalls gestört
  • Administratoren können quarantänierte Nachrichten nicht überprüfen und freigeben
  • Microsoft-Techniker arbeiten an manueller Korrektur der E-Mail-Speicherorte

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