DirectX Raytracing 1.2: Microsoft verspricht enormen Boost für Spiele

Microsoft führt mit DirectX Raytracing 1.2 zwei neue Technologien ein, die Raytracing-Effekte in Spielen beschleunigen. Das Update soll zu einer gewaltigen Leistungsverbesserung führen. Die neuen Funktionen kommen auch Besitzern älterer Grafikkarten zugute.
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Microsoft

    Raytracing wird effizienter

    Mit DirectX-Raytracing (DXR) erweiterte Microsoft vor einigen Jahren seine Grafikschnittstelle. Bereits im Oktober 2018 kam DXR als Teil von DirectX 12 zum ersten Mal auf Windows 10-PCs. Die Funktion ermöglicht hardwarebeschleunigtes Raytracing durch sogenannte RT-Cores von GPUs wie der GeForce RTX-Serie von Nvidia oder den Radeon-Karten von AMD.

    Jetzt hat Microsoft auf der Game Developers Conference 2025 ein neues Update für DXR angekündigt und erläutert die Einzelheiten in seinem Developer-Blog. Mit Version 1.2 werden einige neue Funktionen und Verbesserungen hinzugefügt. Dadurch soll eine "bahnbrechende Leistungssteigerung" und deutliche Beschleunigung von Raytracing-Effekten in PC-Spielen erreicht werden. Damit könnten mehr Spiele von realistischeren Lichteffekten profitieren, ohne übermäßige Hardware-Anforderungen zu stellen.


    Neue Technologien für bessere Performance

    Das kommende Update führt dafür zwei neue Technologien ein, die die Grafikberechnung optimieren sollen. Die erste Neuerung sind "Opacity Micromaps" (OMM), die sich auf die Darstellung transparenter Objekte wie Vegetation oder Gitter spezialisieren. Das System vereinfacht die Verwaltung von Transparenzdaten und reduziert die erforderlichen Shader-Berechnungen. Die zweite Innovation ist das "Shader Execution Reordering" (SER), das die Ausführung von Shadern effizienter gruppiert. Dadurch wird die Framerate erhöht, was zu einer flüssigeren Darstellung führt.

    Beide neuen Technologien sollen laut Microsoft zu enormen Leistungssteigerungen führen. In Pathtracing-Anwendungen ermöglicht OMM Geschwindigkeitsvorteile um den Faktor 2,3. SER soll die Bildrate in bestimmten Szenarien verdoppeln. Eine technische Demonstration von Alan Wake 2 zeigte Leistungsverbesserungen von bis zu 40 Prozent in komplexen Szenen.

    Hardware-Unterstützung je nach Hersteller

    Nvidia plant die Integration der neuen Features in Grafikkarten ab der RTX-2000-Serie. Intel will OMM in die kommende Celestial-GPU-Generation einbauen. AMD arbeitet ebenfalls an der Implementierung, hat aber noch keine spezifischen Modelle benannt. Qualcomm beabsichtigt die Integration in zukünftige Mobile-Chips.

    Praktischer Nutzen für Spieler

    Für Spieler bedeutet DXR 1.2 vor allem eine flüssigere Darstellung von Raytracing-Effekten. Aktuellere Titel wie Star Wars Outlaws oder Indiana Jones und der Große Kreis setzen bereits auf diese Technologie. Das im Mai erscheinende Doom: The Dark Ages wird Raytracing sogar zwingend voraussetzen. Die neuen Optimierungen ermöglichen auch Besitzern älterer oder schwächerer Grafikkarten den Zugang zu Raytracing-Effekten.

    Wie schätzt ihr die praktischen Auswirkungen der neuen DirectX-Version ein? Und wie wichtig ist euch Raytracing beim Spielen? Teilt eure Gedanken gerne in den Kommentaren!

    Zusammenfassung
    • Microsoft kündigt DirectX Raytracing 1.2 mit neuen Technologien an
    • 'Opacity Micromaps' optimieren Darstellung transparenter Objekte
    • 'Shader Execution Reordering' erhöht Effizienz und Framerate
    • Microsoft verspricht Geschwindigkeitsvorteile um den Faktor 2,3
    • Leistungssteigerungen von bis zu 40 Prozent in komplexen Szenen
    • Nvidia, Intel, AMD und Qualcomm planen Integration der neuen Features
    • Flüssigere Raytracing-Effekte auch für ältere Grafikkarten möglich
    • Neue Spiele setzen verstärkt auf Raytracing-Technologie

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