Prime-Video als Dauerwerbesendung:
Amazon testet noch mehr Reklame
Amazon treibt die Integration von Werbung in seinem Streaming-Dienst weiter voran. So wird Prime Video mit neuen, interaktiven Werbeformaten 'aufgerüstet'. Zuschauer sollen nahtlos von passiven Zuschauern zu aktiven Käufern werden.
So plant das Unternehmen noch in diesem Jahr drei neue Werbeformate in Großbritannien zu testen, um sie perspektivisch bald auch hierzulande einzusetzen. Durch alle drei Arten von Anzeigen will Amazon die Hemmschwelle für Spontankäufe deutlich reduzieren. In den USA hätten entsprechende Anzeigen schon "tolle Ergebnisse" erzielt, sagte David Amodio, Head of Video Sales Specialists Northern EU.
Diese ermöglichen es Nutzern, per Knopfdruck auf der Fernbedienung beworbene Produkte direkt in ihren Amazon-Warenkorb zu legen. "Stellen Sie sich vor, Sie sehen einen Werbespot für Kopfhörer und können diese mit einem Klick bestellen, ohne die Prime Video-App zu verlassen", schwärmte Amodio.
Neben den "Shoppable Ads" plant Amazon zudem noch zwei weitere Werbeformate. Zum einen soll Reklame erscheinen, wenn Nutzer ihren Stream pausieren. Zum anderen soll es ein "Shoppable Carousel" erlauben, mit der Fernbedienung durch verschiedene Produkte oder Features zu scrollen - natürlich wieder mit der Option, diese direkt zu erwerben.
Für Amazon scheint der Schritt zu mehr Werbung also logisch. Der Konzern kann so seine Streaming-Plattform noch mehr als Verkaufskanal verwenden. Das Prime-Video der Zukunft könnte demnach mehr einer interaktiven Shopping-Show ähneln als einem klassischen Streaming-Erlebnis.
Was meint ihr zu Amazons neuen Werbeformaten? Seht ihr darin eine praktische Funktion oder eher eine Störung des Streaming-Erlebnisses? Lasst uns eure Gedanken in den Kommentaren wissen!
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Siehe auch:
Vom Streaming-Dienst zur Werbeplattform
Bereits Anfang 2024 hatte Amazon damit begonnen, Werbung in seinen Streaming-Dienst zu integrieren. Das stieß bei vielen Nutzern auf Kritik. Verbraucherschützer hatten direkt nach der Einführung sogar dagegen geklagt. Und auch die Stiftung Warentest hält die Reklame für rechtswidrig. Dennoch scheint Amazon von diesem Kurs überzeugt zu sein. Jetzt soll sogar noch mehr Werbung dazukommen.So plant das Unternehmen noch in diesem Jahr drei neue Werbeformate in Großbritannien zu testen, um sie perspektivisch bald auch hierzulande einzusetzen. Durch alle drei Arten von Anzeigen will Amazon die Hemmschwelle für Spontankäufe deutlich reduzieren. In den USA hätten entsprechende Anzeigen schon "tolle Ergebnisse" erzielt, sagte David Amodio, Head of Video Sales Specialists Northern EU.
Einkaufen per Knopfdruck
Wie Broadband TV News berichtet, erläuterte Amodio die Strategie auf dem Connected TV World Summit, der diese Woche in London stattfand. So sollen die neuen Formate den Einkaufsprozess vereinfachen. Dabei stehen die sogenannten "Shoppable Ads" im Fokus.Diese ermöglichen es Nutzern, per Knopfdruck auf der Fernbedienung beworbene Produkte direkt in ihren Amazon-Warenkorb zu legen. "Stellen Sie sich vor, Sie sehen einen Werbespot für Kopfhörer und können diese mit einem Klick bestellen, ohne die Prime Video-App zu verlassen", schwärmte Amodio.
Neben den "Shoppable Ads" plant Amazon zudem noch zwei weitere Werbeformate. Zum einen soll Reklame erscheinen, wenn Nutzer ihren Stream pausieren. Zum anderen soll es ein "Shoppable Carousel" erlauben, mit der Fernbedienung durch verschiedene Produkte oder Features zu scrollen - natürlich wieder mit der Option, diese direkt zu erwerben.
Prime Video als Verkaufskanal
Kelly Day, Vizepräsidentin von Amazon Prime Video International, hatte kürzlich in einem Interview mit der Financial Times bereits angedeutet, dass man bei der "Werbebelastung" im kommenden Jahr "noch ein wenig mehr Gas geben" wolle. Denn die Zahl der Kündigungen nach Einführung der Werbung sei "viel, viel geringer, als wir erwartet hatten". Zudem sei die Werbebelastung der Zuschauer immer noch sehr gering.Auswirkungen auf das Nutzererlebnis
Bei dieser Entwicklung stellt sich die Frage, wie weit Amazon gehen kann, bevor Nutzer sich von der Werbung so gestört fühlen, dass sie sich von Prime Video abwenden. Der Konzern dürfte jedoch einen sehr genauen Blick auf die Zahlen haben, um genau das zu verhindern. Zudem ist die Situation bei Prime Video eine andere als bei konkurrierenden Streaming-Diensten wie etwa Netflix. Denn Prime Video ist Teil von Amazon Prime. Viele Kunden dürften das Abo auch aufgrund der anderen Vorteile abgeschlossen haben, wie etwa des kostenlosen Versands. Infografik Video-Streaming: Netflix baut ab, Disney+ schließt auf
Für Amazon scheint der Schritt zu mehr Werbung also logisch. Der Konzern kann so seine Streaming-Plattform noch mehr als Verkaufskanal verwenden. Das Prime-Video der Zukunft könnte demnach mehr einer interaktiven Shopping-Show ähneln als einem klassischen Streaming-Erlebnis.
Was meint ihr zu Amazons neuen Werbeformaten? Seht ihr darin eine praktische Funktion oder eher eine Störung des Streaming-Erlebnisses? Lasst uns eure Gedanken in den Kommentaren wissen!
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Zusammenfassung
- Amazon plant drei neue interaktive Werbeformate für Prime Video
- 'Shoppable Ads' ermöglichen Produktkauf direkt aus dem Werbespot
- Werbung soll auch beim Pausieren und als Produktkarussell erscheinen
- Ziel ist die nahtlose Verwandlung von Zuschauern zu aktiven Käufern
- Trotz Kritik will Amazon die Werbebelastung 2025 weiter erhöhen
- Prime Video könnte sich zu einer interaktiven Shopping-Show entwickeln
- Amazons Strategie: Streaming-Plattform als zusätzlicher Verkaufskanal
Siehe auch:
- Streaming ohne App-Wechsel: Apple TV+ integriert sich in Prime Video
- Prime Video setzt auf KI-Dubbing: Synchronsprecher bald überflüssig?
- Amazon verliert Patentstreit: Prime-Video-Kunden droht Einschränkung
- Amazon Prime Video: Ansturm auf Sammelklage wegen Werbezwang
- Prime Video: Amazon will weg von Film & Serien, hin zu mehr Live-Sport
Thema:
Amazons Aktienkurs in Euro
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- Good Omens: Prime Video zeigt den Trailer zum großen Serienfinale
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