Weil's geht: Amazon Prime Video ab 2025 mit noch mehr Werbung
Seit einiger Zeit wird beim Streamen von Filmen und Serien Werbung in Prime Video angezeigt. Im nächsten Jahr möchte Amazon die Werbeeinblendungen wohl weiter erhöhen. Schließlich habe man bisher durch die Einführung der Spots deutlich weniger Nutzer verloren als erwartet.
Das zumindest sagte jetzt Kelly Day, die Vizepräsidentin von Amazon Prime Video International, in einem Gespräch mit der Financial Times. Ihren Aussagen zufolge werde man bei der "Werbebelastung" im Verlauf des nächsten Jahres "noch ein wenig mehr Gas geben". Kunden müssen sich also auf weitere Produktplatzierungen einstellen.
Ohnehin habe man mit einer "sehr, sehr geringen Werbebelastung" für den Kunden begonnen und damit wohl "die Erwartungen der Kunden in Bezug auf das Anzeigenerlebnis übertroffen". Anscheinend ist das für Amazon aber kein erstrebenswerter Zustand. Oder zumindest scheint die Chance, mehr Geld mit Werbung zu machen noch wichtiger für das Unternehmen als die Zufriedenheit der Kunden. Zugegebenermaßen dürfte das für die meisten nicht überraschend kommen.
Zum genauen Startdatum der neuen Formate gab Day keine Auskunft. Auch mit wie vielen zusätzlichen Spots die Kunden genau rechnen müssen, wurde nicht verraten. Zumindest von einer Preiserhöhung für die Abo-Modelle von Prime Video war keine Rede.
Siehe auch:
- Streaming-Dienste setzen zunehmend auf werbeunterstütztes Modell
- Amazon Prime Video plant mehr Werbeeinblendungen im nächsten Jahr
- Weniger Nutzer als erwartet haben ihr Abo wegen Werbung gekündigt
- Neue Werbeformate wie "shoppable" Werbung werden eingeführt
- Keine genauen Angaben zu Starttermin und Anzahl zusätzlicher Spots
- Bisher keine Preiserhöhung für die Abo-Modelle von Prime Video angekündigt
Mehr Werbung bei Prime Video
Die Zeiten, in denen sich Streaming-Anbieter mit immer nutzerfreundlicheren Angeboten, neuen Shows und günstigeren Preisen regelrecht überboten, um neue Kunden zu gewinnen, sind schon seit einiger Zeit vorbei. Jetzt heißt das Motto der Stunde: werbeunterstütztes Streaming. Neben Plattformen wie Netflix hatte auch Amazon vor einiger Zeit damit begonnen, seinen Abonnenten Werbespots zu zeigen. Allerdings wohl viel zu wenige.Das zumindest sagte jetzt Kelly Day, die Vizepräsidentin von Amazon Prime Video International, in einem Gespräch mit der Financial Times. Ihren Aussagen zufolge werde man bei der "Werbebelastung" im Verlauf des nächsten Jahres "noch ein wenig mehr Gas geben". Kunden müssen sich also auf weitere Produktplatzierungen einstellen.
Erwartungen der Kunden übertroffen
Der Grund dafür ist laut Day mehr oder weniger, dass man es kann. Denn wie sie sagte, sei die Anzahl der Kunden, die ihr Abo seit der Einführung von Werbung in Prime Video gekündigt haben, "viel, viel geringer, als wir erwartet hatten". Demnach scheint man selbstbewusst genug zu sein, um die Grenzen dessen, was die Kunden bereit sind zu tolerieren, noch weiter auszutesten.Ohnehin habe man mit einer "sehr, sehr geringen Werbebelastung" für den Kunden begonnen und damit wohl "die Erwartungen der Kunden in Bezug auf das Anzeigenerlebnis übertroffen". Anscheinend ist das für Amazon aber kein erstrebenswerter Zustand. Oder zumindest scheint die Chance, mehr Geld mit Werbung zu machen noch wichtiger für das Unternehmen als die Zufriedenheit der Kunden. Zugegebenermaßen dürfte das für die meisten nicht überraschend kommen.
Neue Anzeigeformate
Im nächsten Jahr sollen daher mehr Anzeigen und weitere Formate ausgespielt werden. So soll es unter anderem sogenannte "shoppable"-Werbung geben. Das bedeutet, dass Kunden während eines Spots direkt einen Knopf auf ihrer Fernbedienung drücken können, um den gezeigten Artikel in ihren Amazon-Warenkorb zu legen oder um mehr über das Produkt zu erfahren.Zum genauen Startdatum der neuen Formate gab Day keine Auskunft. Auch mit wie vielen zusätzlichen Spots die Kunden genau rechnen müssen, wurde nicht verraten. Zumindest von einer Preiserhöhung für die Abo-Modelle von Prime Video war keine Rede.
Siehe auch:
- Robocop: Amazon arbeitet an neuer und offenbar aufwendiger Serie
- Amazon Prime Day 2024: Alle Infos zur zweiten Schnäppchen-Aktion
- Wer hört mit? Neue Beweise gegen Amazon, Google und Co.
- Zu viel geshoppt: Feiertags-Sale zwingt Amazon in den USA in die Knie
- Amazon: Online-Händler erhebt ab sofort zusätzliche Versandgebühren
Themen:
Felix KrauthRedakteur für Windows & Hardware
War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.
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Videos rund um Prime Video
- Geklaute Weihnachten: Prime-Komödie mit Schwarzenegger & Reacher
- Die Ringe der Macht: Amazon zeigt den offiziellen Trailer zur 3. Staffel
- Bloodaxe: Prime Video zeigt den ersten Trailer zur Wikinger-Serie
- Blade Runner 2099: Prime Video zeigt einen neuen Trailer zur Miniserie
- Carrie: Prime Video zeigt den Trailer zur modernen Serienadaption
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