Ex-Activision-Chef Kotick: Warcraft-Film war eine "schreckliche Idee"
Der ehemalige Activision-Chef Bobby Kotick übte in einem Interview (Selbst-)Kritik am World of Warcraft-Film von 2016. Er bezeichnet das Projekt als "schreckliche Idee", die Ressourcen verschwendete und die Spielentwicklung verzögerte.
Kotick, der Activision Blizzard 32 Jahre lang leitete, bevor er im Dezember 2023 zurücktrat, enthüllte, dass der Filmvertrag bereits vor der Übernahme von Blizzard durch Activision im Jahr 2008 unterzeichnet wurde. Dies erklärt, warum das Projekt trotz seiner offensichtlichen Skepsis fortgeführt wurde.
Die Auswirkungen auf das Kerngeschäft von Blizzard waren laut Kotick erheblich: "Unsere Erweiterungen waren verspätet. Patches wurden nicht pünktlich fertiggestellt." In einem Interview mit dem Grit-Podcast verwies Kotick auf die massiven Ablenkungen, die das Filmprojekt für das Entwicklerteam darstellte:
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Trotz des kommerziellen Misserfolgs in den USA - der Film spielte dort lediglich 47 Millionen Dollar ein - war "Warcraft" international erfolgreicher und brachte insgesamt 439 Millionen Dollar (etwa 422 Millionen Euro) ein. Dies reichte jedoch nicht aus, um die enormen Produktionskosten zu decken und eine ursprünglich geplante Trilogie zu rechtfertigen.
Das rund zweistündige Gespräch behandelt zahlreiche Themen, darunter Konkurrenten wie Electronic Arts (Kotick teilte hier ordentlich gegen den ehemaligen EA-CEO John Riccitiello aus), diverse Activision- und Blizzard-Spiele, die Microsoft-Übernahme und etliches mehr.
Was haltet ihr von Koticks Aussagen zum World of Warcraft-Film? Waren die negativen Auswirkungen auf die Spieleentwicklung absehbar? Teilt eure Gedanken dazu in den Kommentaren!
Siehe auch:
Videospielverfilmung unter Beschuss
Der ehemalige Activision-Blizzard-CEO Bobby Kotick hat überraschend deutliche Worte für den World of Warcraft-Film gefunden. Er bezeichnet die Videospielverfilmung als "schreckliche Idee" und sogar als "einen der schlechtesten Filme, die ich je gesehen habe". Die Verfilmung des beliebten MMORPGs war auch ein Verlustgeschäft, denn unter dem Strich dürfte der Streifen ein Minus von 15 bis 40 Millionen Dollar zur Folge gehabt haben.Kotick, der Activision Blizzard 32 Jahre lang leitete, bevor er im Dezember 2023 zurücktrat, enthüllte, dass der Filmvertrag bereits vor der Übernahme von Blizzard durch Activision im Jahr 2008 unterzeichnet wurde. Dies erklärt, warum das Projekt trotz seiner offensichtlichen Skepsis fortgeführt wurde.
Die Auswirkungen auf das Kerngeschäft von Blizzard waren laut Kotick erheblich: "Unsere Erweiterungen waren verspätet. Patches wurden nicht pünktlich fertiggestellt." In einem Interview mit dem Grit-Podcast verwies Kotick auf die massiven Ablenkungen, die das Filmprojekt für das Entwicklerteam darstellte:
Stellen Sie sich all die Leute vor, die hauptberuflich Videospiele machen und nun die Chance haben, einen Film zu drehen. Sie halfen bei der Besetzung, waren am Set ... es war einfach eine riesige Ablenkung.Ein besonders interessanter Aspekt von Koticks Enthüllungen betrifft den legendären Blizzard-Entwickler Chris Metzen. Laut Kotick führte die Arbeit am Film zu Metzens Burn-out, was schließlich zu seinem Ausscheiden aus dem Unternehmen im Jahr 2016 führte. Erst Jahre später kehrte Metzen auf Koticks Bitte hin zu Blizzard zurück.
Auf YouTube ansehenTrotz des kommerziellen Misserfolgs in den USA - der Film spielte dort lediglich 47 Millionen Dollar ein - war "Warcraft" international erfolgreicher und brachte insgesamt 439 Millionen Dollar (etwa 422 Millionen Euro) ein. Dies reichte jedoch nicht aus, um die enormen Produktionskosten zu decken und eine ursprünglich geplante Trilogie zu rechtfertigen.
Das rund zweistündige Gespräch behandelt zahlreiche Themen, darunter Konkurrenten wie Electronic Arts (Kotick teilte hier ordentlich gegen den ehemaligen EA-CEO John Riccitiello aus), diverse Activision- und Blizzard-Spiele, die Microsoft-Übernahme und etliches mehr.
Was haltet ihr von Koticks Aussagen zum World of Warcraft-Film? Waren die negativen Auswirkungen auf die Spieleentwicklung absehbar? Teilt eure Gedanken dazu in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Ex-Activision-Chef Kotick kritisiert World of Warcraft-Film scharf
- Filmproduktion verursachte Verluste und Verzögerungen
- Filmprojekt lenkte Entwicklerteam massiv von Kernaufgaben ab
- Metzens Burn-out und Ausscheiden werden mit dem Film in Verbindung gebracht
- Trotz internationalen Erfolgs reichte Einspielergebnis nicht für Gewinn
- Kotick äußert sich zu weiteren Themen wie EA und Microsoft-Übernahme
Siehe auch:
- Microsoft schürt Hoffnung: World of Warcraft bald für Konsolen?
- World of Warcraft erhält Housing: Spieler mussten 20 Jahre warten
- Nostalgie in HD: Blizzard veröffentlicht Warcraft I und II Remastered
- Nach Reforged-Debakel: Blizzard wagt sich an Warcraft 2 Remastered
- Wahlkampf 2.0: US-Demokraten suchen Wähler in World of Warcraft
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