Genügsam: Neuer Katalysator verspricht günstigen Wasserstoff
Ein neuer Katalysator aus günstigen Materialien verspricht eine effizientere und preiswertere Produktion von grünem Wasserstoff. Er kommt ohne teure Edelmetalle oder Chemikalien aus und arbeitet trotzdem effizient bei der Aufspaltung von Wasser.
"Wir haben die Herstellungsmethode, die Zusammensetzung des Elektrolytbads und die Trägermaterialien optimiert", erklärt Serban. Besonders ist die Abscheidung der Metalle bei hohem Stromfluss ohne zusätzliche Chemikalien. Ungewöhnlicherweise verzichtete das Team dabei auch auf übliche Puffersubstanzen wie Borsäure, die normalerweise den pH-Wert stabilisieren. Stattdessen nutzten sie einen hochleitfähigen Elektrolyten. So entsteht eine kompakte Schicht, die als Katalysator dient.
Der neue Katalysator ermöglicht eine stabile Wasserstoffproduktion auch bei hohen Stromstärken (bis zu 3 A/cm²). Er erreicht dabei ähnliche Leistungen wie bisherige Platin-Katalysatoren. Während des Betriebs verändert sich die Oberfläche des Katalysators: Molybdänatome wandern nach außen und verbinden sich teilweise mit Sauerstoff. Dies verbessert die Wasserspaltung zusätzlich.
Siehe auch:
Grüner Wasserstoff wird günstiger
Bisher benötigten Geräte zur Wasserstoffproduktion, sogenannte Elektrolyseure, teure Platinmetalle als Katalysatoren. Ariana Serban, Doktorandin an der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) in der Schweiz, und ihr Team fanden nun im Rahmen des Forschungsprojekts ANEMEL eine Alternative: Sie verwendeten die häufiger vorkommenden und günstigeren Metalle Nickel und Molybdän. Diese brachten sie in einem speziellen Verfahren auf eine leitfähige Kohlenstoffschicht auf."Wir haben die Herstellungsmethode, die Zusammensetzung des Elektrolytbads und die Trägermaterialien optimiert", erklärt Serban. Besonders ist die Abscheidung der Metalle bei hohem Stromfluss ohne zusätzliche Chemikalien. Ungewöhnlicherweise verzichtete das Team dabei auch auf übliche Puffersubstanzen wie Borsäure, die normalerweise den pH-Wert stabilisieren. Stattdessen nutzten sie einen hochleitfähigen Elektrolyten. So entsteht eine kompakte Schicht, die als Katalysator dient.
Der neue Katalysator ermöglicht eine stabile Wasserstoffproduktion auch bei hohen Stromstärken (bis zu 3 A/cm²). Er erreicht dabei ähnliche Leistungen wie bisherige Platin-Katalysatoren. Während des Betriebs verändert sich die Oberfläche des Katalysators: Molybdänatome wandern nach außen und verbinden sich teilweise mit Sauerstoff. Dies verbessert die Wasserspaltung zusätzlich.
Mehr Tests
Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Energy & Environmental Science veröffentlicht. Der neue Ansatz könnte Elektrolyseure günstiger und leichter wiederverwertbar machen. Das sind wichtige Schritte, um Wasserstoff als umweltfreundlichen Energieträger breiter einsetzen zu können. Bevor die Technologie marktreif ist, sind aber noch weitere Tests zur Langzeitstabilität nötig.Was sind die neuesten H2-Fortschritte?
Die Forschung macht bedeutende Fortschritte bei der Entwicklung neuer Katalysatoren für die Wasserstoffgewinnung. Besonders vielversprechend sind Entwicklungen im Bereich der Ammoniakspaltung, die die H2-Produktion effizienter machen könnten.
Wissenschaftler arbeiten an innovativen Methoden, um Wasserstoff kostengünstiger aus Ammoniak zu gewinnen. Diese Technologie könnte den Weg für eine praktikablere Wasserstoffwirtschaft ebnen.
Wissenschaftler arbeiten an innovativen Methoden, um Wasserstoff kostengünstiger aus Ammoniak zu gewinnen. Diese Technologie könnte den Weg für eine praktikablere Wasserstoffwirtschaft ebnen.
Wie klimafreundlich ist Wasserstoff?
Die Klimafreundlichkeit von Wasserstoff hängt maßgeblich von der Produktionsmethode ab. Als "grüner Wasserstoff" gilt er nur, wenn er mit erneuerbaren Energien wie Wind- oder Sonnenkraft hergestellt wird.
Mit neuen Katalysatortechnologien und effizienteren Produktionsmethoden könnte die CO2-Bilanz der Wasserstoffherstellung deutlich verbessert werden. Dies ist ein aktives Forschungsfeld mit vielversprechenden Entwicklungen.
Mit neuen Katalysatortechnologien und effizienteren Produktionsmethoden könnte die CO2-Bilanz der Wasserstoffherstellung deutlich verbessert werden. Dies ist ein aktives Forschungsfeld mit vielversprechenden Entwicklungen.
Welche Rolle spielt Ammoniak?
Ammoniak gewinnt als Wasserstoffträger zunehmend an Bedeutung. Es lässt sich leichter transportieren und speichern als reiner Wasserstoff und kann durch neue Katalysatortechnologien effizient in H2 umgewandelt werden.
Die Forschung macht große Fortschritte bei der Entwicklung effizienterer Methoden zur Wasserstoffgewinnung aus Ammoniak, was neue Perspektiven für die Energiespeicherung eröffnet.
Die Forschung macht große Fortschritte bei der Entwicklung effizienterer Methoden zur Wasserstoffgewinnung aus Ammoniak, was neue Perspektiven für die Energiespeicherung eröffnet.
Wo steht Deutschland beim H2?
Deutschland investiert stark in die Wasserstoffforschung und -entwicklung. Zahlreiche Forschungseinrichtungen arbeiten an neuen Katalysatoren und Produktionsmethoden.
Die Bundesregierung fördert innovative Technologien zur Wasserstoffgewinnung mit Milliardenbeträgen.
Die Bundesregierung fördert innovative Technologien zur Wasserstoffgewinnung mit Milliardenbeträgen.
Zusammenfassung
- Neuer Katalysator für effizientere Produktion von grünem Wasserstoff
- Günstiger durch Verwendung von Nickel und Molybdän statt Platinmetallen
- Spezielle Herstellungsmethode ohne zusätzliche Chemikalien entwickelt
- Leistung vergleichbar mit Platin-Katalysatoren bei hohen Stromstärken
- Oberflächenveränderung des Katalysators verbessert Wasserspaltung
- Könnte Elektrolyseure kostengünstiger und recyclingfreundlicher machen
- Weitere Tests zur Langzeitstabilität vor Marktreife erforderlich
Siehe auch:
- Forscher stolpern über Wasserstoff-Katalysator, der sich selbst optimiert
- Grüne Chemie: Katalysator ersetzt seit 60 Jahren genutztes Verfahren
- Neuer Katalysator: Durchbruch bei der Umwandlung von CO2 in Methan
- Forscher finden effizienten Methan-Katalysator aus billigem Kupfer
- Wasserstoff-Katalysator ohne seltenes Iridium ist absehbar
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