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Microsoft schickt neue Datenbank-Plattform ins Open-Source-Rennen

Microsoft hat eine neue Plattform für Dokumentdatenbanken vorgestellt, die auf dem relationalen Datenbanksystem PostgreSQL basiert. Diese wird im Rahmen eines Open-Source-Projekts zur freien Nutzung bereitgestellt.
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DocumentDB für alle

Die Beliebtheit von Dokumentdatenbanken, die weniger auf strengen Datenbankschemata basieren, ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Vorreiter wie MongoDB argumentierten, dass diese Technologien besser für die Verarbeitung von semistrukturierten Daten geeignet seien, die häufig in webbasierten Anwendungen vorkommen.

Microsoft setzt nun ebenfalls auf diese Entwicklung und bietet mit DocumentDB eine Plattform, die vollständig quelloffen ist. Laut eines Blogbeitrags von Produktmanager Abinav Rameesh entfallen kommerzielle Lizenzgebühren, Nutzungsbeschränkungen oder verpflichtende Beiträge der Nutzer zum Projekt. Dank der MIT-Lizenz haben Entwickler die Freiheit, die Software zu verändern, zu forken und weiterzuverteilen.


Microsoft hat im Rahmen der Plattform zwei PostgreSQL-Erweiterungen entwickelt, die speziell auf Dokumentdatenbanken zugeschnitten sind:

  • pg_documentdb_core: Diese Erweiterung optimiert PostgreSQL für BSON (Binary JSON), ein binär codiertes Format für JSON-Dokumente.
  • pg_documentdb_api: Diese Erweiterung bietet Funktionen für CRUD-Operationen (Erstellen, Lesen, Aktualisieren und Löschen), Abfragen und Indexverwaltung.

Zusätzlich empfiehlt Microsoft die Nutzung der Open-Source-Lösung FerretDB, um auf die Plattform zuzugreifen. FerretDB bietet ein dokumentorientiertes Datenbankprotokoll und hat eine starke Verankerung in der PostgreSQL- und NoSQL-Community.

Rückfluss von Neuerungen

Die Integration von Microsofts neuer Technologie hat auch FerretDB 2.0 deutlich verbessert. Laut Peter Farkas, Mitbegründer und Chef von FerretDB, ermöglicht die Nutzung der PostgreSQL-Erweiterung "eine bis zu 20-fache Leistungssteigerung für bestimmte Workloads". Die Einführung des BSON-Datentyps und optimierter Abfrageoperationen erleichtert zudem die effiziente Speicherung und Verarbeitung von Daten.

Microsofts Vorstoß in den Bereich Dokumentdatenbanken stellt eine neue Herausforderung für etablierte Anbieter wie MongoDB dar. Während MongoDB mit einer breiten Nutzerbasis punkten kann, könnte Microsofts Open-Source-Ansatz besonders für Entwickler attraktiv sein, die neue Projekte starten.

Zusammenfassung
  • Microsoft stellt Open-Source-Dokumentdatenbank-Plattform DocumentDB vor
  • Basiert auf PostgreSQL und zielt auf semistrukturierte Daten ab
  • Zwei PostgreSQL-Erweiterungen für BSON und CRUD-Operationen entwickelt
  • FerretDB als empfohlene Zugriffslösung mit Leistungssteigerung
  • Herausforderung für etablierte Anbieter wie MongoDB
  • Keine Lizenzgebühren oder Nutzungsbeschränkungen durch MIT-Lizenz
  • Attraktiv für Entwickler, die neue Projekte starten

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