Adventure-Klassiker: Microsoft gibt Zork-Trilogie als Open Source frei
Microsoft öffnet ein weiteres Kapitel der Videospielgeschichte: Gemeinsam mit dem Open Source Programs Office (OSPO), Team Xbox und Activision stellt das Unternehmen die Quellcodes von der Adventure-Klassiker Zork I, II und III unter die MIT-Lizenz bereit.
Stattdessen entfalteten einfache Textzeilen auf dem Bildschirm eine überraschend lebendige Welt, angetrieben durch eine ausgeklügelte technische Grundlage: die sogenannte Z-Machine, eine virtuelle Maschine, die die Entwicklungsfirma Infocom damals eigens entwickelte. Sie ermöglichte es, dieselben Spieldateien auf unterschiedlichen Geräten abzuspielen - vom Apple II bis zum IBM PC - und machte Zork damit zu einem der ersten echten plattformübergreifenden Spiele.
Da die ursprüngliche Fassung für damalige Heimcomputer zu umfangreich war, teilte Infocom das Abenteuer in die heute bekannte Trilogie auf. Genau diese drei Teile, Zork I, Zork II, und Zork III, stehen nun mitsamt ergänzender Dokumentation wie Kommentaren und historischen Hinweisen offen zur Verfügung. Kommerzielle Inhalte wie Verpackungen oder Markenrechte bleiben allerdings außen vor, um die historische Trennung zwischen Code und Produkt zu erhalten.
Auch heute lassen sich die Klassiker problemlos spielen, entweder über die kommerzielle "Zork Anthology" oder mithilfe moderner Z-Machine-Interpreter wie ZILF und ZLR. Wer möchte, kann den Code lokal kompilieren und Zork im Terminal oder mit aktuellen Tools starten.
Siehe auch:
- Microsoft veröffentlicht Quellcodes der Zork I, II, III unter MIT-Lizenz
- Meilenstein der interaktiven Fiktion aus den späten 1970er-Jahren
- Z-Machine ermöglichte damals erstmals plattformübergreifendes Spielen
- Kompletter Originalcode mit historischer Dokumentation steht zur Verfügung
- Kommerzielle Inhalte und Markenrechte bleiben vom Open-Source-Modell ausgenommen
- Freigabe erfolgt in Zusammenarbeit mit Jason Scott vom Internet Archive
- Spiele sind über moderne Z-Machine-Interpreter oder Terminal weiterhin spielbar
Einmal ohne Grafik, bitte!
Damit wird einer der einflussreichsten Titel der frühen Computerspielära offiziell für Forschung, Lehre und Entwicklung freigegeben und gleichzeitig für zukünftige Generationen bewahrt. Zork gilt als Meilenstein der interaktiven Fiktion. Als das Spiel Ende der 1970er-Jahre erschien, verzichtete es komplett auf Grafiken.Stattdessen entfalteten einfache Textzeilen auf dem Bildschirm eine überraschend lebendige Welt, angetrieben durch eine ausgeklügelte technische Grundlage: die sogenannte Z-Machine, eine virtuelle Maschine, die die Entwicklungsfirma Infocom damals eigens entwickelte. Sie ermöglichte es, dieselben Spieldateien auf unterschiedlichen Geräten abzuspielen - vom Apple II bis zum IBM PC - und machte Zork damit zu einem der ersten echten plattformübergreifenden Spiele.
Da die ursprüngliche Fassung für damalige Heimcomputer zu umfangreich war, teilte Infocom das Abenteuer in die heute bekannte Trilogie auf. Genau diese drei Teile, Zork I, Zork II, und Zork III, stehen nun mitsamt ergänzender Dokumentation wie Kommentaren und historischen Hinweisen offen zur Verfügung. Kommerzielle Inhalte wie Verpackungen oder Markenrechte bleiben allerdings außen vor, um die historische Trennung zwischen Code und Produkt zu erhalten.
Code ist spielbar
Die Freigabe erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Archivisten Jason Scott, bekannt vom Internet Archive. Microsoft hat dafür Pull Requests in die historischen Repositorien eingebracht, die die MIT-Lizenz dokumentieren und das Material offiziell unter Open Source stellen. Ziel sei es, so das Unternehmen, nicht eine modernisierte Version von Zork zu erschaffen, sondern den Originalcode als Lern- und Forschungsraum zugänglich zu machen.Auch heute lassen sich die Klassiker problemlos spielen, entweder über die kommerzielle "Zork Anthology" oder mithilfe moderner Z-Machine-Interpreter wie ZILF und ZLR. Wer möchte, kann den Code lokal kompilieren und Zork im Terminal oder mit aktuellen Tools starten.
Siehe auch:
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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