EA-Fiasko: Einnahmen teils nur bei 50 % der Prognose - Aktie bricht ein

Nach den neuesten Aussagen von EA zu einem enttäuschenden Weihnachtsgeschäft 2024 stürzt die Aktie des Publishers dramatisch ab. Schuld daran ist neben Dragon Age: The Veilguard mit EA Sports FC ausgerechnet die eigentliche Gelddruckmaschine des Unternehmens.
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EA bekommt Dämpfer verpasst

Ubisoft steckt bereits tief in der Krise. Der französische Videospiel-Riese beschäftigt sich deshalb sogar schon länger mit einem Verkauf des Geschäfts. Jetzt stolpert auch Electronic Arts über schlechte Umsätze, wie CEO Andrew Wilson im Rahmen der vorläufigen Verkündung der Quartalszahlen berichtet.

Spiele bleiben hinter Erwartungen zurück

So teilt das Unternehmen mit, dass die Einnahmen für das dritte Quartal, das das lukrative Weihnachtsgeschäft einschließt, deutlich unter den Erwartungen geblieben sind. Dafür verantwortlich soll unter anderem das neue Rollenspiel von Entwickler Bioware 'Dragon Age: The Veilguard' sein. Obwohl der Titel einen neuen Steam-Rekord für gleichzeitige Spieler in einem EA-Titel aufstellte, erreichte das Spiel mit insgesamt 1,5 Millionen Spielern über alle Plattformen hinweg nur etwa 50 Prozent von dem, was sich EA erhofft hatte.


Doch auch 'EA Sports FC 25' generierte als der Einnahmegarant der letzten Jahre deutlich weniger Umsatz als erhofft. Genaue Zahlen liefert man jedoch erst am 4. Februar, wenn die offiziellen Quartalszahlen im Detail vorgestellt werden. Anstelle eines Wachstums bei den Live-Service-Projekten von EA im einstelligen Bereich, rechnet man jetzt mit einem entsprechenden Rückgang. Insgesamt soll der Umsatz anstatt der prognostizierten 7,5 bis 7,8 Milliarden Dollar daher nur noch sieben bis 7,15 Milliarden Dollar betragen.

Kein Kurswechsel trotz Einbruch der Aktie

Diese kurze Ankündigung sorgte direkt für einen dramatischen Einbruch der EA-Aktie. Sie verlor innerhalb weniger Stunden knapp 19 Prozent ihres Wertes und hat sich bis jetzt nicht erholt. Abgesehen von einem kurzen Ausflug Anfang 2020 ist das der tiefste Stand der Aktie seit knapp fünf Jahren.

Wie sich an dieser Stelle wieder zeigt, bleiben mittlerweile auch große Publisher nicht mehr von Misserfolgen verschont, wenn ihre Spiele nicht die Erwartungen der Kunden erfüllen. Selbst eigentliche Erfolgsgaranten wie 'EA Sports FC' schwächeln. Gleichzeitig steigen die Kosten für große AAA-Produktionen und damit auch das Risiko. Ein grundlegender Kurswechsel bei EA ist allerdings nicht zu erwarten. "Wir sind weiterhin von unserer langfristigen Strategie überzeugt und erwarten für das Geschäftsjahr 2026 eine Rückkehr zum Wachstum, wenn wir unsere geplanten Projekte umsetzen", betonte Wilson.

Zusammenfassung
  • EAs Aktie bricht nach Umsatzwarnung für Weihnachtsgeschäft 2024 ein
  • Dragon Age: The Veildguard erreicht nur 50% der erwarteten Spielerzahl
  • EA Sports FC generiert weniger Umsatz als erhofft
  • Prognostizierter Umsatz von 7,5-7,8 Mrd. $ auf 7-7,15 Mrd. $ korrigiert
  • EA-Aktie verliert innerhalb weniger Stunden knapp 19% an Wert
  • Steigende Kosten für AAA-Produktionen erhöhen das Risiko für Publisher
  • EA erwartet trotz Rückschlag Rückkehr zum Wachstum im Geschäftsjahr 2026

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