Starlink-Satelliten hebeln Tarnkappen-Technologien des Militärs aus
Militär und Rüstungsindustrie investieren viel in die Entwicklung immer besserer Tarnkappen-Technologien für Kampfflugzeuge. Diese Bestrebungen werden nun aber wohl durch das Satelliten-Netzwerk Starlink zunichtegemacht.
Streng genommen handelt es sich allerdings nicht um ein echtes Radar, da es keine eigenen Funksignale aussendet, die von einem Objekt reflektiert werden sollen. Vielmehr macht es sich die ohnehin dicht von Starlink-Satelliten ausgesandten Signale zunutze, um das Ziel sichtbar zu machen, wie die Hongkonger Tageszeitung South China Morning Post berichtete.
Diese Methode, die von keinem anderen Land bisher demonstriert wurde, könnte erhebliche Auswirkungen auf die Erkennung von Stealthflugzeugen haben. Üblicherweise verringern solche Flugzeuge, wie beispielsweise die amerikanische F-22, ihre elektromagnetische Reflexion durch spezielle geometrische Formen und Beschichtungen, um Radarsysteme zu täuschen. Doch das neue Verfahren der chinesischen Forscher, Starlink-Satellitensignale zur Ortung zu verwenden, könnte sich als weitgehend unabhängig von der Form und Oberfläche des Zielobjekts erweisen.
Die Forschergruppe, geleitet von Professor Yi Jianxin von der Universität Wuhan, erklärte, dass diese Technologie einen entscheidenden Vorteil bei der Entdeckung kleiner und schwer erfassbarer Ziele bieten könnte. Hinzu kommt, dass die Ortungssysteme vollkommen passiv arbeiten können - dadurch lassen sie sich kaum orten und sind vor direkten Angriffen besser geschützt.
Die Nutzung von Starlink-Satelliten stellt hierbei eine Besonderheit dar: Das Netzwerk umfasst mehr als 6.000 Satelliten, die kontinuierlich hochfrequente Signale senden. Die aktuell eingesetzte Stealth-Technologie, die vor Jahrzehnten entwickelt wurde, war auf solche komplexen elektromagnetischen Umgebungen nicht ausgelegt.
Die aktuelle Technologie kann zwar bisher nicht unmittelbar für militärische Zwecke genutzt werden, da sie bisher nur kleine Ziele in niedrigen Höhen erfasst. Dennoch bestätigt das Experiment die Wirksamkeit des Ansatzes, was potenziell einen großen Fortschritt in der Anti-Drohnen- und Anti-Stealth-Kriegsführung darstellt.
Siehe auch:
Passive Ortung möglich
In einem Experiment haben chinesische Wissenschaftler im Südchinesischen Meer einen neuen Weg zur Ortung von Tarnkappentechnologie getestet, der das Gleichgewicht der modernen Kriegsführung verändern könnte. Mithilfe einer DJI Phantom 4 Pro-Drohne, die in ihrer Größe und ihrem Radarquerschnitt einem Tarnkappenjäger ähnelt, wurde ein einzigartiges Radarerkennungssystem erprobt.Streng genommen handelt es sich allerdings nicht um ein echtes Radar, da es keine eigenen Funksignale aussendet, die von einem Objekt reflektiert werden sollen. Vielmehr macht es sich die ohnehin dicht von Starlink-Satelliten ausgesandten Signale zunutze, um das Ziel sichtbar zu machen, wie die Hongkonger Tageszeitung South China Morning Post berichtete.
Diese Methode, die von keinem anderen Land bisher demonstriert wurde, könnte erhebliche Auswirkungen auf die Erkennung von Stealthflugzeugen haben. Üblicherweise verringern solche Flugzeuge, wie beispielsweise die amerikanische F-22, ihre elektromagnetische Reflexion durch spezielle geometrische Formen und Beschichtungen, um Radarsysteme zu täuschen. Doch das neue Verfahren der chinesischen Forscher, Starlink-Satellitensignale zur Ortung zu verwenden, könnte sich als weitgehend unabhängig von der Form und Oberfläche des Zielobjekts erweisen.
Die Forschergruppe, geleitet von Professor Yi Jianxin von der Universität Wuhan, erklärte, dass diese Technologie einen entscheidenden Vorteil bei der Entdeckung kleiner und schwer erfassbarer Ziele bieten könnte. Hinzu kommt, dass die Ortungssysteme vollkommen passiv arbeiten können - dadurch lassen sie sich kaum orten und sind vor direkten Angriffen besser geschützt.
Bisher nicht groß nutzbar
Das Experiment wurde unter Aufsicht des staatlichen Funküberwachungszentrums der chinesischen Regierung durchgeführt und von Fachkollegen begutachtet. Dabei streute die Drohne elektromagnetische Wellen, die von den Satelliten ausgesandt wurden, und erzeugte so Störungen im Kommunikationssignal, die analysiert werden konnten, um das Ziel zu identifizieren und zu verfolgen.Die Nutzung von Starlink-Satelliten stellt hierbei eine Besonderheit dar: Das Netzwerk umfasst mehr als 6.000 Satelliten, die kontinuierlich hochfrequente Signale senden. Die aktuell eingesetzte Stealth-Technologie, die vor Jahrzehnten entwickelt wurde, war auf solche komplexen elektromagnetischen Umgebungen nicht ausgelegt.
Die aktuelle Technologie kann zwar bisher nicht unmittelbar für militärische Zwecke genutzt werden, da sie bisher nur kleine Ziele in niedrigen Höhen erfasst. Dennoch bestätigt das Experiment die Wirksamkeit des Ansatzes, was potenziell einen großen Fortschritt in der Anti-Drohnen- und Anti-Stealth-Kriegsführung darstellt.
Zusammenfassung
- Militär und Rüstungsindustrie verbessern Tarnkappen-Technologien
- Chinesische Wissenschaftler testen neue Ortungsmethode
- Experiment nutzt Signale von Starlink-Satelliten
- Technik könnte Stealthflugzeuge sichtbar machen
- Forschung unter Leitung von Professor Yi Jianxin
- Das Experiment zeigt neue Möglichkeiten in der Kriegsführung
- Starlink-Netzwerk umfasst über 6.000 Satelliten
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