Skoda-Fahrzeug geknackt: Leichter Bordcomputer-Zugriff via Bluetooth
Moderne Fahrzeuge sind permanent mit dem Internet oder über Bluetooth mit anderen Geräten und Diensten verbunden. Ein Umstand, der die Systeme für Angriffe von außen anfällig macht. Ein Škoda konnte so infiltriert werden. Der Hersteller hat aber bereits reagiert.
Bei dem Auto handelte es sich um einen Škoda Superb III. Das Modell wurde zwischen 2015 und 2023 hergestellt und ist in Deutschland ein beliebter Wagen der oberen Mittelklasse. Wie viele andere Fahrzeuge der Volkswagen-Gruppe ist er mit einer MIB3-Einheit ausgestattet. Dabei handelt es sich um die Version des verwendeten Infotainment-Systems, das in insgesamt gut 1,4 Millionen Fahrzeugen zum Einsatz kommt. Theoretisch sind also auch andere Modelle mit MIB3 betroffen.
Auf diesem Weg konnte das Team etwa auf die Mikrofone im Inneren des Fahrzeugs zugreifen und Unterhaltungen aufzeichnen. Auch das Anfertigen von Screenshots des Infotainment-Displays war jederzeit möglich. Zudem konnte der aktuelle Standort des Fahrzeugs in Echtzeit per GPS abgerufen werden. Zugriff auf sicherheitskritische Systeme wie die Bremsen, die Lenkung oder die Beschleunigung des Fahrzeugs war aber zu keinem Zeitpunkt möglich.
Siehe auch:
Leichter Zugriff auf Fahrzeug-Systeme
Im Rahmen der Black Hat Europe 2024, einer Veranstaltung zum Thema Cybersecurity, haben Sicherheitsforscher die Ergebnisse eines Versuchs präsentiert, bei dem es ihnen gelang, ein Fahrzeug von Škoda über dessen Onboard-Computersystem zu infiltrieren.Bei dem Auto handelte es sich um einen Škoda Superb III. Das Modell wurde zwischen 2015 und 2023 hergestellt und ist in Deutschland ein beliebter Wagen der oberen Mittelklasse. Wie viele andere Fahrzeuge der Volkswagen-Gruppe ist er mit einer MIB3-Einheit ausgestattet. Dabei handelt es sich um die Version des verwendeten Infotainment-Systems, das in insgesamt gut 1,4 Millionen Fahrzeugen zum Einsatz kommt. Theoretisch sind also auch andere Modelle mit MIB3 betroffen.
Standortdaten auslesen und Insassen abhören
Wie die Forscher berichten, gelang es ihnen, über Bluetooth aus einer Entfernung von bis zu zehn Metern Zugriff auf das System des Wagens zu erlangen. Dabei sei nicht einmal eine Authentifizierung bzw. deren Umgehung notwendig gewesen. Danach sei man in der Lage gewesen, "uneingeschränkt" Code auszuführen.Auf diesem Weg konnte das Team etwa auf die Mikrofone im Inneren des Fahrzeugs zugreifen und Unterhaltungen aufzeichnen. Auch das Anfertigen von Screenshots des Infotainment-Displays war jederzeit möglich. Zudem konnte der aktuelle Standort des Fahrzeugs in Echtzeit per GPS abgerufen werden. Zugriff auf sicherheitskritische Systeme wie die Bremsen, die Lenkung oder die Beschleunigung des Fahrzeugs war aber zu keinem Zeitpunkt möglich.
Lücken mittlerweile geschlossen
Nachdem die Forscher ihre Erkenntnisse mit VW geteilt hatten, schloss das Unternehmen die Sicherheitslücken bereits mit einem System-Update für alle betroffenen Fahrzeuge vor etwa gut einem Jahr. "Es bestand und besteht zu keiner Zeit eine Gefahr für die Sicherheit unserer Kunden oder unserer Fahrzeuge", sagte ein Škoda-Sprecher gegenüber TechCrunch.Weitere Sicherheitslücken
Immer wieder werden Sicherheitslücken bei Fahrzeugen entdeckt. Erst im August wurde darauf hingewiesen, dass sich Autos mit einem Keyless-Go-System in nur wenigen Sekunden von Unbefugten öffnen lassen. Auch der ADAC attestierte solchen Wagen ein hohes Diebstahlrisiko. Allerdings konnten die Autohersteller Hyundai und Kia die exorbitant hohe Diebstahlrate ihrer Fahrzeuge in den USA durch ein Software-Update deutlich senken.
Zusammenfassung
- Sicherheitsforscher präsentieren Ergebnisse zur Infiltration von Škoda Superb III
- Alle VW-Fahrzeuge mit MIB3-Einheit betroffen, 1,4 Mio. Fahrzeuge insgesamt
- Zugriff über Bluetooth aus bis zu zehn Metern Entfernung möglich
- Aufzeichnung von Gesprächen und GPS-Standortabruf waren durchführbar
- VW schloss Sicherheitslücken vor etwa einem Jahr durch System-Update
- Keine Gefährdung für Kunden oder Fahrzeuge laut Škoda-Sprecher
- Keyless-Go-Systeme weisen ebenfalls Sicherheitsrisiken auf
Siehe auch:
- Milliarden-Deal steht: Rivian soll VW aus der Software-Patsche helfen
- VW-Supergau: Drei deutsche Werke schließen, Zehntausende Jobs weg
- VW senkt Preis unter Druck deutlich: ID.3 ab Oktober unter 30.000 Euro
- VW sammelt Kundendaten: Mehr Sicherheit oder Datenschutz-Risiko?
- Auto-Abo statt Kauf: VW ändert Geschäftsmodell radikal
Thema:
Neueste Downloads
Neue Nachrichten
Beliebte Nachrichten
Videos
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen