Schwerer Schlag für die Theorie, dass Venus einmal erdähnlich war
Neue Forschungsergebnisse stellen die Theorie infrage, dass die Venus einst flüssiges Wasser auf ihrer Oberfläche hatte. Wissenschaftler der Universität Cambridge fanden Hinweise darauf, dass unser Nachbarplanet möglicherweise nie bewohnbar war.
Ein interdisziplinäres Team aus Astronomen und Planetenwissenschaftlern der Universität Cambridge untersuchte die chemische Zusammensetzung der Venus-Atmosphäre und zogen Rückschlüsse auf das Innere des Planeten. Ihre Analysen deuten darauf hin, dass das Innere der Venus zu trocken ist, um jemals ausreichend Wasser für Ozeane an der Oberfläche gehabt zu haben. Stattdessen war der Planet wahrscheinlich schon immer eine glühend heiße, unwirtliche Welt.
Die Studie konzentrierte sich auf die vulkanischen Gase, die die Venus-Atmosphäre stabilisieren. Die Berechnungen zeigten, dass diese Gase höchstens sechs Prozent Wasser enthalten. Dies lässt auf ein dehydriertes Inneres des Planeten schließen. Die in Nature Astronomy veröffentlichten Ergebnisse verfeinern damit auch die Kriterien für die Suche nach Leben auf Exoplaneten. Obwohl der Fokus bereits auf erdähnlichen Planeten liegt, schließt diese Studie jetzt Venus-ähnliche Welten am inneren Rand der habitablen Zone weitgehend aus.
Größenvergleich Venus vs. Erde der NASA
Ende dieses Jahrzehnts wird die NASA-Mission DAVINCI erlauben, diese Erkenntnisse zu überprüfen. Durch mehrere Vorbeiflüge und eine Sonde, die zur Oberfläche geschickt wird, soll bestätigt werden, ob die Venus tatsächlich immer ein trockener, unbewohnbarer Planet war. Diese Mission könnte entscheidende Daten liefern, um unser Verständnis von der Entwicklung erdähnlicher Planeten zu vertiefen.
Siehe auch:
Forscher enttäuscht: Venus war wohl nie erdähnlich
Seit Jahrzehnten diskutieren Wissenschaftler über die Entwicklung der Venus. Zwei Haupttheorien stehen dabei im Fokus: Die erste besagt, dass die Venus einst gemäßigte Oberflächenbedingungen hatte, die flüssiges Wasser ermöglichten, bevor ein durch vulkanische Aktivität ausgelöster Treibhauseffekt den Planeten aufheizte. Die zweite Theorie geht davon aus, dass die Venus von Beginn an heiß war und nie flüssiges Wasser an der Oberfläche hatte. Die neue Studie liefert nun Erkenntnisse, die die zweite Theorie stützen.Ein interdisziplinäres Team aus Astronomen und Planetenwissenschaftlern der Universität Cambridge untersuchte die chemische Zusammensetzung der Venus-Atmosphäre und zogen Rückschlüsse auf das Innere des Planeten. Ihre Analysen deuten darauf hin, dass das Innere der Venus zu trocken ist, um jemals ausreichend Wasser für Ozeane an der Oberfläche gehabt zu haben. Stattdessen war der Planet wahrscheinlich schon immer eine glühend heiße, unwirtliche Welt.
Die Studie konzentrierte sich auf die vulkanischen Gase, die die Venus-Atmosphäre stabilisieren. Die Berechnungen zeigten, dass diese Gase höchstens sechs Prozent Wasser enthalten. Dies lässt auf ein dehydriertes Inneres des Planeten schließen. Die in Nature Astronomy veröffentlichten Ergebnisse verfeinern damit auch die Kriterien für die Suche nach Leben auf Exoplaneten. Obwohl der Fokus bereits auf erdähnlichen Planeten liegt, schließt diese Studie jetzt Venus-ähnliche Welten am inneren Rand der habitablen Zone weitgehend aus.
Größenvergleich Venus vs. Erde der NASA
"Wir hätten uns gewünscht, dass die Venus einst ein Planet war, der unserer Erde viel ähnlicher war.Das Dilemma: Instrumente wie das James Webb Space Telescope eignen sich laut Erstautorin Tereza Constantinou am besten zur Untersuchung von Atmosphären von Planeten, die ihrem Wirtsstern nahe sind, wie Venus. "Wir hätten uns gewünscht, dass die Venus einst ein Planet war, der unserer Erde viel ähnlicher war. Es ist also auf gewisse Weise schade, herauszufinden, dass das nicht der Fall ist. Aber letztlich ist es sinnvoller, die Suche auf Planeten zu konzentrieren, die mit hoher Wahrscheinlichkeit Leben unterstützen können - zumindest Leben, wie wir es kennen", erklärt Constantinou in der Fachzeitschrift Nature Astronomy.
Ende dieses Jahrzehnts wird die NASA-Mission DAVINCI erlauben, diese Erkenntnisse zu überprüfen. Durch mehrere Vorbeiflüge und eine Sonde, die zur Oberfläche geschickt wird, soll bestätigt werden, ob die Venus tatsächlich immer ein trockener, unbewohnbarer Planet war. Diese Mission könnte entscheidende Daten liefern, um unser Verständnis von der Entwicklung erdähnlicher Planeten zu vertiefen.
Zusammenfassung
- Neue Studie zweifelt an einstiger Bewohnbarkeit der Venus
- Forschungsergebnisse deuten auf zu trockenes Inneres des Planeten hin
- Vulkanische Gase in der Atmosphäre enthalten maximal 6 % Wasser
- Erkenntnisse beeinflussen Suche nach Leben auf Exoplaneten
- James-Webb-Teleskop eignet sich zur Untersuchung Venus-ähnlicher Welten
- NASA-Mission DAVINCI soll Erkenntnisse Ende des Jahrzehnts überprüfen
- Daten könnten Verständnis der Entwicklung erdähnlicher Planeten vertiefen
Siehe auch:
- Aktive Vulkane auf der Venus: Planetenforscher erringen Durchbruch
- Geheimnis gelüftet: Warum die Venus weniger Wasser als die Erde hat
- Venus, Uranus, Mars, Mond & ISS: Spektakuläres Bild am Abendhimmel
- Wasser auf dem Mars: Rover findet Spuren eines urzeitlichen Ozeans
- Magnetische Kühlung: Innovative Methode zur Wasserstoffverflüssigung
Thema:
Videos zum Thema
- Video von Blue Ghost: Erstmals wurde eine Mondlandung in HD gefilmt
- NASA-Video zeigt Blick auf den Starship-Start von der ISS
- Reise in ein schwarzes Loch: Die NASA zeigt, wie das aussehen würde
- To the Moon: Im Trailer zur Komödie wird die Mondlandung gefaked
- NASA-Video zeigt beeindruckende Vorschau auf die Projekte von 2024
Beiträge aus dem Forum
Interessante Links
Bresser National Geographic
Neue Nachrichten
- AMD trollt Apple und meint, dass das MacBook Neo beim Gaming versagt
- Doppelrumpfdesign: So soll Aerodynamik von Flugzeugen besser werden
- Erster bemannter Flugzeugflug mit Feststoffbatterien ist gelungen
- Mamma Mia! Besonderes Super Mario Bros. für Rekordsumme ersteigert
- Großer Juni-Sale: Media Markt und Saturn senken massiv die Preise
- Strenge Abgasnormen: Hardware-Update macht Dieselmotoren sauberer
- Metas neues KI-Team ist ein "seelenzerstörender Gulag", so Insider
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen