Knalleffekt: Elon Musks Milliardenvergütung wurde erneut blockiert

Elon Musks umstrittenes Tesla-Gehaltspaket von 56 Milliarden Dollar wurde erneut von der zuständigen Richterin abgelehnt. Trotz (erneuter) Zustimmung der Aktionäre sieht sie weiterhin Mängel in der Ver­gü­tungs­vereinbarung vom Tesla-CEO. Musk will in Berufung gehen.
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Rückschlag für Tesla-Chef

Elon Musk muss einen erneuten juristischen Rückschlag hinnehmen. Richterin Kathaleen McCormick vom Wirtschaftsgericht Delaware Chancery Court hat sein umstrittenes Gehaltspaket bei Tesla zum zweiten Mal für ungültig erklärt. Das 2018 vereinbarte Vergütungspaket, das ursprünglich 56 Milliarden Dollar wert war und mittlerweile einen Wert von etwa 101 Milliarden Dollar erreicht hat, bleibt damit weiterhin blockiert.

Die Entscheidung folgt auf einen früheren Beschluss vom Januar, in dem McCormick das Paket bereits einmal abgelehnt hatte. Damals argumentierte sie, dass der Prozess zur Genehmigung des Gehaltspakets "zutiefst fehlerhaft" gewesen sei. Tesla versuchte daraufhin, die Entscheidung durch eine erneute Abstimmung der Aktionäre im Juni zu kippen. Bei dieser Abstimmung hatten 84 Prozent für eine Ratifizierung des Pakets gestimmt.


Richterin kritisiert Tesla-Vorstand

Wie Bloomberg berichtet, ließ sich Richterin McCormick von diesem Manöver jedoch nicht beeindrucken. In ihrer 101-seitigen Urteilsbegründung stellte sie klar:

Es gab zweifellos eine Reihe von angemessenen Beträgen, die der Vorstand an Musk hätte zahlen können. Stattdessen hat er vor Musks Bedingungen kapituliert.
Richterin Kathaleen McCormick in der Urteilsbegründung
Musk bleibt auch ohne dieses Gehaltspaket der vermögendste Mensch der Welt. Der Aktienkurs von Tesla hat in den letzten Wochen stark zugelegt, was Beobachter auf verschiedene Faktoren zurückführen, darunter positive Unternehmensnachrichten, allgemeine Markttrends und auch Musks Unterstützung von Donald Trump.

Tesla kündigt Berufung an

Tesla plant, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Der Prozess könnte sich damit noch über Monate hinziehen. Musk selbst reagierte auf die Entscheidung mit scharfer Kritik und bezeichnete sie auf seiner Social-Media-Plattform X als "absolute Korruption".

Die Auseinandersetzung um Musks Vergütung bei Tesla zieht sich bereits seit vielen Jahren hin. Der ursprüngliche Kläger, Richard Tornetta, hatte argumentiert, dass der Vorstand bei der Ausarbeitung des Pakets 2018 nicht unabhängig gehandelt und Musk zu viel Einfluss auf die Details seiner eigenen Vergütung gehabt habe.

Das umstrittene Gehaltspaket war an ehrgeizige Leistungsziele gekoppelt, die Tesla unter Musks Führung erreichen sollte. Es sah vor, dass Musk keine Grundvergütung oder Boni erhält, sondern ausschließlich Aktienoptionen basierend auf der Erreichung bestimmter Meilensteine in Bezug auf Marktkapitalisierung und operative Kennzahlen.

Zusammenfassung
  • Teslas 56-Milliarden-Dollar-Gehaltspaket für Musk erneut abgelehnt
  • Richterin McCormick sieht weiterhin Mängel in der Vereinbarung
  • Erneute Aktionärsabstimmung konnte Richterin nicht überzeugen
  • Tesla plant Berufung, Musk bezeichnet Entscheidung als 'Korruption'
  • Ursprünglicher Kläger bemängelte zu großen Einfluss Musks auf Paket
  • Vergütung war an ehrgeizige Leistungsziele für Tesla gekoppelt
  • Gehaltspaket bestand ausschließlich aus leistungsbasierten Aktienoptionen

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