Polaris: Deutschem Startup gelingt Durchbruch in Raketentechnologie
Ein deutsches Start-up erreicht einen Meilenstein in der Raumfahrttechnologie: Erstmals wurde ein Aerospike-Raketentriebwerk erfolgreich im Flug gezündet. Die Innovation könnte die Zukunft der Raumfahrt maßgeblich beeinflussen - freilich ist der Weg noch weit.
MIRA 2 hob kürzlich vom Flughafen Peenemünde an der Ostseeküste ab. Das fünf Meter lange und 229 Kilogramm schwere Demonstrationsfahrzeug folgte zunächst einer vorprogrammierten Flugroute, angetrieben von vier Kerosin-Strahltriebwerken. Der entscheidende Moment kam, als das hauseigene AS-1 LOX/Kerosin-Aerospike-Triebwerk für drei Sekunden gezündet wurde.
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Wie New Atlas berichtet, erreichte das Raumflugzeug dabei eine Beschleunigung von 4 m/s² und entwickelte einen Schub von 900 Newton. Das bedeutet, dass MIRA 2 etwa 14,4 km/h pro Sekunde beschleunigte, mit genug Schub, um eine 90 kg schwere Person vom Boden direkt nach oben in die Luft zu heben.
Der Vorteil ist, dass such sich ein Aerospike-Triebwerk automatisch an den umgebenden Luftdruck anpasst. Im Gegensatz dazu sind konventionelle Raketentriebwerke nur für eine bestimmte Flughöhe optimiert. Das verspricht eine höhere Effizienz über ein breites Spektrum von Flughöhen und könnte mehrstufige Raketen überflüssig machen.
Trotz seiner theoretischen Vorteile scheiterte die praktische Umsetzung des Aerospike-Konzepts bisher an technischen Herausforderungen und wie so oft den hohen Kosten. Selbst die NASA stellte 2001 ihr X-33/VentureStar-Programm ein, das ein Aerospike-Triebwerk für ein einstufiges Raumfahrzeug vorsah.
Diese Hartnäckigkeit zahlte sich aus: Nur Stunden nach einem erfolgreichen Bodentest konnte MIRA 2 seinen historischen Flug antreten. Trotz eines kleinen Lecks im Flüssigsauerstofftank, das zum Verlust einer Zugangsklappe führte, blieb das Raumflugzeug weitgehend unbeschädigt.
Der erfolgreiche Test des Aerospike-Triebwerks durch Polaris markiert einen wichtigen Schritt in der Raumfahrttechnologie. Dennoch stehen noch zahlreiche Herausforderungen bevor, bevor diese Technologie in größerem Maßstab eingesetzt werden kann. Dazu gehören die Optimierung der Treibstoffeffizienz, die Verbesserung der Kühlsysteme und die Skalierung der Technologie für größere Raumfahrzeuge.
Experten sehen in der Aerospike-Technologie großes Potenzial für kostengünstigere und effizientere Raumflüge. Allerdings wird es noch Jahre intensiver Forschung und Entwicklung benötigen, bis diese Technologie überhaupt eine Chance hat, konventionelle Raketentriebwerke zu ersetzen.
Siehe auch:
Durchbruch in der Raketentechnologie
Die Raumfahrtindustrie hat einen möglicherweise historischen Moment erlebt. Das deutsche Start-up Polaris Raumflugzeuge hat mit seinem Raumflugzeug MIRA 2 erstmals erfolgreich ein Aerospike-Raketentriebwerk während eines Fluges gezündet.MIRA 2 hob kürzlich vom Flughafen Peenemünde an der Ostseeküste ab. Das fünf Meter lange und 229 Kilogramm schwere Demonstrationsfahrzeug folgte zunächst einer vorprogrammierten Flugroute, angetrieben von vier Kerosin-Strahltriebwerken. Der entscheidende Moment kam, als das hauseigene AS-1 LOX/Kerosin-Aerospike-Triebwerk für drei Sekunden gezündet wurde.
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Wie New Atlas berichtet, erreichte das Raumflugzeug dabei eine Beschleunigung von 4 m/s² und entwickelte einen Schub von 900 Newton. Das bedeutet, dass MIRA 2 etwa 14,4 km/h pro Sekunde beschleunigte, mit genug Schub, um eine 90 kg schwere Person vom Boden direkt nach oben in die Luft zu heben.
Aerospike: 70 Jahre alte Idee
Aerospike-Triebwerke sind keine neue Erfindung. Das Konzept wurde bereits in den 1950er Jahren von Rocketdyne entwickelt. Im Gegensatz zu herkömmlichen glockenförmigen Raketendüsen bildet ein Aerospike-Triebwerk eine nach innen gerichtete Kurve, wobei die Außenseite zur Atmosphäre hin offen ist.Der Vorteil ist, dass such sich ein Aerospike-Triebwerk automatisch an den umgebenden Luftdruck anpasst. Im Gegensatz dazu sind konventionelle Raketentriebwerke nur für eine bestimmte Flughöhe optimiert. Das verspricht eine höhere Effizienz über ein breites Spektrum von Flughöhen und könnte mehrstufige Raketen überflüssig machen.
Polaris Raumflugzeuge testet erfolgreich einem Aerospike-Antrieb
Trotz seiner theoretischen Vorteile scheiterte die praktische Umsetzung des Aerospike-Konzepts bisher an technischen Herausforderungen und wie so oft den hohen Kosten. Selbst die NASA stellte 2001 ihr X-33/VentureStar-Programm ein, das ein Aerospike-Triebwerk für ein einstufiges Raumfahrzeug vorsah.
Vom Rückschlag zum Erfolg
Der Weg zum Erfolg war für Polaris nicht ohne Hindernisse. Im Mai dieses Jahres stürzte der Vorgänger MIRA 1 beim Start ab. Doch das Team entwickelte umgehend mit MIRA 2 und 3 gleich zwei neue und auch verbesserte Prototypen.Diese Hartnäckigkeit zahlte sich aus: Nur Stunden nach einem erfolgreichen Bodentest konnte MIRA 2 seinen historischen Flug antreten. Trotz eines kleinen Lecks im Flüssigsauerstofftank, das zum Verlust einer Zugangsklappe führte, blieb das Raumflugzeug weitgehend unbeschädigt.
Der erfolgreiche Test des Aerospike-Triebwerks durch Polaris markiert einen wichtigen Schritt in der Raumfahrttechnologie. Dennoch stehen noch zahlreiche Herausforderungen bevor, bevor diese Technologie in größerem Maßstab eingesetzt werden kann. Dazu gehören die Optimierung der Treibstoffeffizienz, die Verbesserung der Kühlsysteme und die Skalierung der Technologie für größere Raumfahrzeuge.
Experten sehen in der Aerospike-Technologie großes Potenzial für kostengünstigere und effizientere Raumflüge. Allerdings wird es noch Jahre intensiver Forschung und Entwicklung benötigen, bis diese Technologie überhaupt eine Chance hat, konventionelle Raketentriebwerke zu ersetzen.
Zusammenfassung
- Deutsches Start-up testet erfolgreich Aerospike-Triebwerk im Flug
- MIRA 2 Raumflugzeug erreicht 4 m/s² Beschleunigung und 900 N Schub
- Aerospike-Triebwerke passen sich automatisch an Umgebungsdruck an
- Technologie verspricht höhere Effizienz über ein breites Flughöhenspektrum
- Polaris überwand Rückschläge und technische Herausforderungen
- Erfolg markiert wichtigen Schritt in der Raumfahrttechnologie
- Weitere Optimierung für großflächigen Einsatz noch notwendig
Siehe auch:
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- Raketentest von deutschem Startup endet mit spektakulärer Explosion
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