Starship: SpaceX will nächstes Jahr das Neubetanken im All testen

SpaceX plant für März 2025 einen spektakulären Test: Zwei Starship-Raumschiffe sollen sich im Orbit treffen und Treibstoff austauschen. Gelingt das Manöver, dürfte das ein entscheidender Meilenstein für künftige Mond- und Marsmissionen sein.
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SpaceX wagt revolutionären Raumfahrt-Test

Im März 2025 möchte SpaceX erstmals das orbitale Betanken zwischen zwei Starship-Raumschiffen testen. Das soll langfristig die Reichweite und Nutzlastkapazität von Raumschiffen deutlich erhöhen. Der Test sieht vor, dass zwei Starship-Fahrzeuge im Abstand von drei bis vier Wochen in eine niedrige Erdumlaufbahn starten. Dort sollen sie sich treffen, aneinander andocken und Treibstoff von einem Schiff zum anderen transferieren. Nach erfolgreichem Austausch sollen sich die Raumschiffe wieder trennen und zur Erde zurückkehren.

Kent Chojnacki, stellvertretender Leiter des Programms der Nasa für das Human Landing System (HLS), sagte dazu gegenüber Spaceflight Now (via TechCrunch): "Sobald man das geschafft hat, eröffnet sich wirklich die Möglichkeit, massive Mengen an Nutzlast und Fracht außerhalb der Erdsphäre zu bewegen."

Schlüssel für Artemis-Missionen

Für die NASA ist das auch Eigeninteresse: Das orbitale Betanken ist ein kritischer Teil des Artemis-Programms der NASA, das Menschen zum Mond zurückbringen soll. SpaceX entwickelt eine spezielle Starship-Variante als Mondlander, für den das Unternehmen einen 4,05-Milliarden-Dollar-Auftrag erhalten hat.


Für eine Mondmission plant SpaceX, acht bis sechzehn Starship-Tanker in kurzer Folge zu starten. Diese sollen jeweils 100 bis 150 Tonnen flüssigen Sauerstoff und Methan zu einem größeren Treibstoffdepot im Orbit transportieren. Von dort aus wird dann das eigentlich für Mondlandung vorgesehene Starship mit seinen massiven 1200-Tonnen-Tanks befüllt, bevor es seine Reise zum Mond antritt.

Erheblicher Zeitdruck

SpaceX steht nun vor der Aufgabe, ein Starship nicht nur in den Orbit zu bringen, sondern es dort auch für längere Zeit zu halten. Die geplante Betankung im All stellt eine zusätzliche technische Herausforderung dar. Das Unternehmen steht unter Druck, seinen Teil des NASA-Vertrags zu erfüllen, während die Weltraumbehörde ihre Artemis-Pläne vorantreibt.

Ob Starship rechtzeitig einsatzbereit sein wird, bleibt abzuwarten. Die NASA plant die erste bemannte Mondlandung mit Starship für September 2026. Das halten Kritiker für einen zu ehrgeizigen Zeitplan, da dieser alle Beteiligten unter erheblichen Druck setzt - mit ungewissem Ausgang.

Zusammenfassung
  • SpaceX plant Test zum orbitalen Betanken zwischen Starship-Raumschiffen
  • Zwei Starships sollen im März 2025 im Orbit andocken und Treibstoff austauschen
  • Orbitales Betanken ist entscheidend für künftige Mond- und Marsmissionen
  • NASA sieht Potenzial für Transport massiver Nutzlasten außerhalb der Erdsphäre
  • Für Mondmissionen sind acht bis sechzehn Starship-Tanker-Starts geplant
  • Technische Herausforderungen: Orbit-Aufenthalt und Betankung im All
  • NASA plant erste bemannte Mondlandung mit Starship für September 2026

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