SpaceX: In zwei Jahren sollen gleich fünf Raumschiffe zum Mars fliegen

SpaceX plant, in den nächsten zwei Jahren gleich fünf unbemannte Starship-Missionen zum Mars zu schicken. Elon Musk hat aber (für den Fall der Fälle, dass es nicht klappt) schon eine Ausrede gefunden: wachsende Bürokratie und eine mögliche US-Präsidentin Kamala Harris.
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SpaceX plant fünf unbemannte Mars-Flüge bis 2026

SpaceX, das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, hat ehrgeizige Pläne für die Erforschung des Mars bekannt gegeben. Wie Musk auf der Plattform X mitteilte, sollen innerhalb der nächsten zwei Jahre satte fünf unbemannte Starship-Raumschiffe zum roten Planeten geschickt werden.

Der Zeitplan für bemannte Missionen hängt vom Erfolg dieser unbemannten Flüge ab. Sollten alle fünf Starships sicher landen, könnten bereits in vier Jahren die ersten Menschen zum Mars fliegen. Bei Problemen würde sich dieser Zeitplan um weitere zwei Jahre verschieben. Musk betonte die Herausforderungen: "Es ist nur alle zwei Jahre möglich, von der Erde zum Mars zu reisen, wenn sich die Planeten in ihrer Umlaufbahn am nächsten sind."

Trotz der ambitionierten Pläne äußerte Musk Bedenken hinsichtlich wachsender bürokratischer Hürden. "Eines meiner größten Anliegen ist, dass das Starship-Programm von einem Berg an Regierungsbürokratie erdrückt wird, der jedes Jahr wächst", so der SpaceX-CEO. Er sieht darin eine ernsthafte Bedrohung für das Mars-Programm und warnte vor den Folgen zunehmender Regularien.

NASA erklärt in einer Minute, wie eine Marsreise funktionieren würde

SpaceX plant, die Anzahl der zum Mars reisenden Raumschiffe bei jeder Startmöglichkeit exponentiell zu erhöhen. Das Unternehmen strebt an, den Mars langfristig für jeden zugänglich zu machen, der das Abenteuer wagen möchte. "Irgendwann werden Tausende von Starships zum Mars fliegen, und es wird ein herrlicher Anblick sein!", so Musk.

Fortschritte und Herausforderungen

Im Juni 2024 erreichte SpaceX einen wichtigen Meilenstein: Ein Starship-Prototyp überstand erfolgreich den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre und demonstrierte eine kontrollierte Landung im Indischen Ozean. Dieser Erfolg war entscheidend für die Weiterentwicklung des Raumschiffs, das nicht nur für Marsmissionen, sondern (zuvor) auch für Mondlandungen vorgesehen ist.

Ich habe zwar viele Bedenken hinsichtlich eines möglichen Kamala-Regimes, aber mein absoluter Showstopper ist, dass die Bürokratie, die Amerika derzeit erstickt, unter einer demokratischen Regierung sicher noch weiter zunehmen wird. Dies würde das Mars-Programm zerstören und die Menschheit dem Untergang weihen
Elon Musk
Allerdings gibt es noch Hindernisse zu überwinden. Die NASA hat kürzlich die Artemis-3-Mission, bei der auch das Starship zum Einsatz kommen soll, auf September 2026 verschoben. Ur­sprüng­lich war die erste bemannte Mondlandung seit einem halben Jahr­hun­dert für Ende 2025 geplant.

Wie Reuters berichtet, hatte Musk bereits früher in diesem Jahr erklärt, dass das erste unbemannte Starship innerhalb von fünf Jahren auf dem Mars landen würde, gefolgt von der ersten bemannten Landung innerhalb von sieben Jahren. Die jüngste Ankündigung zeigt, dass SpaceX den Zeitplan weiter beschleunigen möchte.

Auch die Finanzierung derartiger ambitionierter Pläne ist derzeit völlig offen. SpaceX hat bisher keine konkreten Zahlen zu etwaigen Kosten solcher Marsmissionen veröffentlicht. Branchenexperten schätzen allerdings, dass jede Mission mehrere Milliarden Dollar kosten dürfte.

Zusammenfassung
  • SpaceX will in zwei Jahren fünf unbemannte Marsmissionen starten
  • Elon Musk sieht bürokratische Hürden als Bedrohung für das Projekt
  • Bei Erfolg könnten in sechs Jahren Menschen zum Mars fliegen
  • Ein Starship-Prototyp landete erfolgreich im Indischen Ozean
  • Musk kritisiert mögliche politische Entwicklungen unter Kamala Harris
  • NASA verschiebt Artemis-3-Mission auf September 2026
  • Kosten für Marsmissionen sind bisher nicht beziffert, könnte Milliarden betragen

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