Starship-Startverbot: SpaceX kritisiert "überflüssige" Verzögerungen
SpaceX kritisiert Verzögerungen beim Starship-Start: Die US-Flugbehörde wird den nächsten Start (frühestens) im November zulassen. Das Unternehmen warnt vor Auswirkungen auf die US-Führungsrolle in der Raumfahrt und fordert effizientere Genehmigungsverfahren.
Laut SpaceX sei die Rakete für den nächsten Start bereits seit Anfang August einsatzbereit. Die Federal Aviation Administration (FAA) habe dem Unternehmen jedoch mitgeteilt, dass eine Startgenehmigung nicht vor Ende November erteilt werden könne. Der Grund seien laut dem Weltraumunternehmen von Elon Musk "überflüssige Umweltanalysen".
Konkret geht es um zwei Aspekte des geplanten Testflugs:
Beide Änderungen haben zusätzliche 60-tägige Überprüfungen durch die zuständige Umweltbehörde notwendig gemacht, kontert die Federal Aviation Administration (FAA). SpaceX argumentiert hingegen, dass diese Analysen "keine plausiblen Auswirkungen auf die Umwelt" ansprechen würden.
Die Kritik von SpaceX muss auch vor dem Hintergrund zunehmender Umweltbedenken gesehen werden. Erst kürzlich berichtete CNBC über Verstöße des Unternehmens gegen Umweltauflagen in Texas. SpaceX weist diese Vorwürfe als "sachlich unzutreffend" zurück.
Trotz der Verzögerungen hält SpaceX an seinen ambitionierten Plänen fest. Der fünfte Testflug soll das bisher anspruchsvollste Ziel verfolgen: den Versuch, die Super Heavy-Boosterstufe zur Startrampe zurückzuführen und wieder auf- bzw. einzufangen. Sollte das gelingen, dann wäre das ein wichtiger Schritt in Richtung vollständiger Wiederverwendbarkeit des gesamten Starship-Systems - was natürlich ein signifikanter Kostenfaktor ist.
Siehe auch:
SpaceX übt scharfe Kritik an Regulierungsbehörden
SpaceX hat in einem ungewöhnlich scharfen Blogbeitrag die US-Regulierungsbehörden für Verzögerungen beim nächsten Starship-Testflug kritisiert. Wie TechCrunch berichtet, soll der fünfte Testflug des zweistufigen Raketensystems nun frühestens im November stattfinden können - mehr als zwei Monate später als ursprünglich geplant.Laut SpaceX sei die Rakete für den nächsten Start bereits seit Anfang August einsatzbereit. Die Federal Aviation Administration (FAA) habe dem Unternehmen jedoch mitgeteilt, dass eine Startgenehmigung nicht vor Ende November erteilt werden könne. Der Grund seien laut dem Weltraumunternehmen von Elon Musk "überflüssige Umweltanalysen".
Konkret geht es um zwei Aspekte des geplanten Testflugs:
- Der sogenannte "Hot-Staging Ring" der Starship-Rakete, der sich auf der Oberseite des Boosters befindet und zur Erde fällt, soll in einem leicht veränderten Gebiet im Golf von Mexiko niedergehen.
- SpaceX plant erstmals, die Super Heavy-Boosterstufe direkt zur Startrampe zurückzubringen und dort mit mechanischen Armen aufzufangen.
Beide Änderungen haben zusätzliche 60-tägige Überprüfungen durch die zuständige Umweltbehörde notwendig gemacht, kontert die Federal Aviation Administration (FAA). SpaceX argumentiert hingegen, dass diese Analysen "keine plausiblen Auswirkungen auf die Umwelt" ansprechen würden.
Warnung vor Konsequenzen für US-Raumfahrt
In dem Statement warnt SpaceX eindringlich vor den Folgen solcher Verzögerungen und meint, dass dieser Prozess "direkt Amerikas Position als führende Nation im Weltraum" bedrohe:Leider sind wir immer noch in einer Realität gefangen, in der es länger dauert, den Papierkram für die Genehmigung eines Raketenstarts zu erledigen, als die eigentliche Hardware zu entwickeln und zu bauenDer geplante Booster-Fangversuch ist allerdings ein echtes Novum in der Geschichte der Raketenindustrie. SpaceX selbst bezeichnet das als "einzigartig neuartige Operation". Dennoch kritisiert das Unternehmen, dass sich die Behörden nicht auf "kritische Sicherheitsanalysen" und "rationale Schutzmaßnahmen" konzentrierten.
Die Kritik von SpaceX muss auch vor dem Hintergrund zunehmender Umweltbedenken gesehen werden. Erst kürzlich berichtete CNBC über Verstöße des Unternehmens gegen Umweltauflagen in Texas. SpaceX weist diese Vorwürfe als "sachlich unzutreffend" zurück.
Trotz der Verzögerungen hält SpaceX an seinen ambitionierten Plänen fest. Der fünfte Testflug soll das bisher anspruchsvollste Ziel verfolgen: den Versuch, die Super Heavy-Boosterstufe zur Startrampe zurückzuführen und wieder auf- bzw. einzufangen. Sollte das gelingen, dann wäre das ein wichtiger Schritt in Richtung vollständiger Wiederverwendbarkeit des gesamten Starship-Systems - was natürlich ein signifikanter Kostenfaktor ist.
Zusammenfassung
- SpaceX kritisiert US-Behörden wegen Testflugverzögerungen
- Nächster Starship-Testflug frühestens im November möglich
- FAA fordert aufgrund von Umweltanalysen zusätzliche Überprüfungen
- SpaceX sieht US-Führungsrolle in der Raumfahrt gefährdet
- Unternehmen beklagt langwierige Genehmigungsprozesse
- Geplanter Booster-Fangversuch ist eine neuartige Operation
- SpaceX betont Bedeutung der Wiederverwendbarkeit des Systems
Siehe auch:
- Starship soll laut Elon Musk in bereits zwei Jahren zum Mars fliegen
- Irrer Plan: SpaceX will in Zukunft ein Starship pro Tag bauen
- Starship von SpaceX meistert erstmals Flug ins All und wieder zurück
- Nach Verzögerungen: Japanischer Milliardär sagt Starship-Mondflug ab
- SpaceX: Starship vor 4. Start wie ein Lego-Bauset zusammengesteckt
Thema:
Videos zum Thema SpaceX
- Video von Blue Ghost: Erstmals wurde eine Mondlandung in HD gefilmt
- SpaceX zeigt spektakuläres "kinoreifes" Video von Starship-Flug 6
- NASA-Video zeigt Blick auf den Starship-Start von der ISS
- Drohne filmt spektakuläre Explosion der Nebula-1-Rakete bei Landung
- SpaceX in sehenswertem Video: Sind für zweiten Starship-Start bereit
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