Mozilla geschwächt? Firefox-Entwickler streicht Teams für Lobbyarbeit
Die Mozilla Foundation entlässt 30 Prozent ihrer Mitarbeiter. Dadurch ergeben sich Sorgen, dass die oft als essenziell für ein freies Web eingestufte Stimme von Mozilla geschwächt wird. Mozilla selbst verteidigt die Entlassungen als Notwendigkeit.
Zuletzt hatte die Mozilla Foundation etwa 120 Mitarbeiter. Vor etwa zwei Jahren waren es noch rund 60 Mitarbeiter, sodass Mozilla die Stiftung zuletzt wohl deutlich ausgebaut hatte. Die jetzt gestrichenen Jobs betreffen vor allem Personen, die Teil der Abteilungen für "Advocacy" und "Global Programs" waren, die jetzt komplett aufgelöst wurden.
Die Mozilla Foundation will ihre Arbeit in dieser Hinsicht nach eigenen Angaben trotz der jetzt erfolgten Kündigungen und der Auflösung der Abteilungen weiterführen, beteuerte man in einer Stellungnahme. Man organisiere sich um, um die Wendigkeit und Fähigkeit zur Veränderung zu steigern, hieß es weiter.
Mozilla hatte erst Anfang des Jahres rund 60 Mitarbeiter seines Entwickler-Teams für den Firefox-Browser entlassen und damit den kommerziellen Arm in Form der Mozilla Corporation deutlich verkleinert. Der Browser hat in den letzten Jahren mit dem zunehmenden Erstarken von Google Chrome viel an Bedeutung verloren, weil der Marktanteil zurückging.
Download Mozilla Firefox - Open-Source-Webbrowser Siehe auch:
- Mozilla Foundation entlässt 30 Prozent ihrer Mitarbeiter
- Wichtige Abteilungen für Lobbyarbeit und Interessenvertretung werden gestrichen
- Sorge um Schwächung von Mozillas Stimme für ein freies Web
- Stiftung will Arbeit für offenes Internet trotz Kürzungen fortführen
- Firefox-Entwickler hatten bereits Anfang des Jahres 60 Stellen abgebaut
- Marktanteil des Firefox-Browsers ist in den letzten Jahren geschrumpft
Stiftung streicht 30 Prozent ihrer Stellen
Wie Mozilla nach einem ersten Bericht von TechCrunch mittlerweile bestätigt hat, werden bei der über dem kommerziellen Teil der Organisation angeordneten Mozilla Foundation ganze 30 Prozent der Stellen gestrichen. Dabei werden zwei wichtige Bereiche gestrichen, die auf die Lobbyarbeit und Vertretung der Interessen von Mozilla ausgerichtet waren.Zuletzt hatte die Mozilla Foundation etwa 120 Mitarbeiter. Vor etwa zwei Jahren waren es noch rund 60 Mitarbeiter, sodass Mozilla die Stiftung zuletzt wohl deutlich ausgebaut hatte. Die jetzt gestrichenen Jobs betreffen vor allem Personen, die Teil der Abteilungen für "Advocacy" und "Global Programs" waren, die jetzt komplett aufgelöst wurden.
Teams setzten sich für freies Web ein
Die betroffenen Abteilungen waren dafür zuständig, sozusagen Lobbyarbeit für die Interessen von Mozilla machen, also für ein offenes, freies Web einzutreten, das für jedermann möglichst ohne Einschränkungen zugänglich ist. Dies betrifft auch Technologien und Themen wie Zensur oder die Konzentration von Macht an bestimmten Punkten.Die Mozilla Foundation will ihre Arbeit in dieser Hinsicht nach eigenen Angaben trotz der jetzt erfolgten Kündigungen und der Auflösung der Abteilungen weiterführen, beteuerte man in einer Stellungnahme. Man organisiere sich um, um die Wendigkeit und Fähigkeit zur Veränderung zu steigern, hieß es weiter.
Mozilla hatte erst Anfang des Jahres rund 60 Mitarbeiter seines Entwickler-Teams für den Firefox-Browser entlassen und damit den kommerziellen Arm in Form der Mozilla Corporation deutlich verkleinert. Der Browser hat in den letzten Jahren mit dem zunehmenden Erstarken von Google Chrome viel an Bedeutung verloren, weil der Marktanteil zurückging.
Download Mozilla Firefox - Open-Source-Webbrowser Siehe auch:
- Dummer Fehler von Mozilla führt zu Streit mit uBlock-Origin-Entwickler
- Firefox trackt Nutzer: Datenschützer nehmen Mozilla ins Visier
- Mozilla Firefox: Support für ältere Windows-Versionen verlängert
- Mozilla bekommt ein neues Logo - inklusive eines ASCII-Dinosauriers
- Mozilla schmeißt Leute raus, streicht Projekte und setzt auf KI
Thema:
Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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