Mozilla: Firefox-Browser schafft "Do Not Track"-Funktion ab

Firefox war der erste Browser, der die sogenannte "Do Not Track"-Funktion integrierte. Ab Firefox Version 135 wird das Feature, mit dem ein Browser-User eigentlich das Tracking durch bestimmte Websites unterbinden können soll, wieder abgeschafft.
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Firefox führte Do Not Track 2009 als erster Browser ein

Wie die Kollegen von Windows Report bemerkten, wird Mozilla bei seinem Browser Firefox beginnend mit der bald als finale Ausgabe erwarteten Version 135 das "Do Not Track"-Feature (DNT) wieder entfernen. Wer eine Nightly-Version von Firefox 135 verwendet, kann diese Änderungen bereits jetzt anhand der Einstellungen seines Browsers nachvollziehen.

"Dot Not Track" soll eigentlich helfen, die Privatsphäre des Nutzers zu schützen. In der Realität handelt es sich aber nur um eine Art "Empfehlung" oder Anfrage an die jeweils aufgerufene Website, mit der man sozusagen darum bittet, keine Tracking-Maßnahmen vorzunehmen. Darunter versteht man das Nachvollziehen von Nutzeraktivitäten über die Seite oder teilweise mehrere Websites hinweg.

In der Realität halten sich aber nur die wenigsten Website-Betreiber an die vom jeweiligen Browser mit aktiviertem "Do Not Track" gestellten Anfragen. Heutzutage ist DNT daher eigentlich zu einem zahnlosen Tiger geworden und hat damit seinen ursprünglich angedachten Nutzen weitestgehend verloren. Mozilla informiert auf einer Support-Website auch ganz offiziell über die geplante Streichung der DNT-Funktion.

Stattdessen sollen die Nutzer in den Einstellungen ihres Browsers auf Wunsch die Option "Fordere Websites auf, meine Daten nicht zu verkaufen oder zu teilen" auswählen. Diese Funktion nutzt die sogenannte "Global Privacy Control" (GPC). Diese alternative Funktion zum Schutz der Privatsphäre wird von mehr Websites respektiert und in manchen Ländern sogar gesetzlich verpflichtend eingehalten.

Download Mozilla Firefox - Open Source-Webbrowser
Zusammenfassung
  • Firefox entfernt 'Do Not Track'-Funktion ab Version 135
  • DNT sollte Tracking durch Websites unterbinden, war aber ineffektiv
  • Funktion war nur eine unverbindliche Empfehlung an Website-Betreiber
  • Nur wenige Websites hielten sich an die DNT-Anfragen der Browser
  • Mozilla empfiehlt stattdessen die Nutzung von 'Global Privacy Control'
  • GPC wird von mehr Websites respektiert und teils gesetzlich gefordert
  • Änderung bereits in Nightly-Versionen von Firefox 135 sichtbar

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