Spülmaschinen von V-Zug: Einige Programme gibt es nur als Bezahl-Abo

Ein Schweizer Haushaltsgerätehersteller sorgt mit einem neuen Geschäftsmodell für Aufsehen: V-Zug bietet bei seinen neuesten Geschirrspülern bestimmte Spülprogramme nur gegen Aufpreis an. Die Idee hatten auch schon diverse Autobauer - und ernteten viel Kritik.
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Paywall für den perfekten Abwasch

Der Schweizer Haushaltsgerätehersteller V-Zug hat für seine neueste Generation von Geschirrspülern ein Geschäftsmodell eingeführt, das so manchen Kunden überrascht, irritiert und verärgert. Die neuen Modelle bieten nämlich sogenannte "anspruchsvolle Spülgänge" nur noch gegen Aufpreis an. Ein Mieter, in dessen Wohnung kürzlich ein Geschirrspüler der Marke installiert wurde, staunte nicht schlecht, als er feststellte, dass bestimmte Funktionen nur gegen Bezahlung von 12 Schweizer Franken (etwa 13 Euro) pro Jahr nutzbar sind.

Zu diesen kostenpflichtigen Extras gehören Spezialprogramme wie "Intensiv Plus" für besonders hartnäckige Verschmutzungen, ein spezieller Spülgang für Biergläser oder die Option, Teller zu erwärmen. V-Zug bestätigte, dass nicht nur Geschirrspüler, sondern auch Waschmaschinen und Wäschetrockner der neuesten Generation mit diesem Geschäftsmodell ausgestattet seien.

Das Konsumentenmagazin "Espresso" des SRF (Schweizer Radio und Fernsehen) ging der Sache nach und befragte V-Zug zu diesem ungewöhnlichen Ansatz (via Tarnkappe). Der Hersteller betont, dass Nutzer so die Möglichkeit hätten, den Funktionsumfang ihrer Geräte flexibel zu erweitern. Die Kosten für die sogenannten "V-Upgrade-Angebote" belaufen sich auf einen Schweizer Franken pro Monat. V-Zug behauptet zudem, dass sich diese Zusatzangebote bereits "großer Beliebtheit" erfreuen würden.

Spülgänge im Abo-Modell

Allerdings behält sich der Hersteller vor, den Preis in Zukunft anzupassen - was bedeutet, dass die zusätzlichen Features möglicherweise noch teurer werden könnten. Die Reaktionen der Kunden auf dieses neue Geschäftsmodell fallen ziemlich eindeutig aus. Eine Online-Umfrage des SRF ergab, dass 79 Prozent der 11.288 Teilnehmer solche Zusatzprogramme als "völlig unnötig" empfinden. Nur zwei Prozent gaben an, dass sie "gerne bereit" wären, für Zusatzprogramme zu bezahlen. Die übrigen 19 Prozent fanden derartige Zusatzprogramme in Ordnung, solange sie kostenlos bleiben.

Die Konkurrenz scheint bisher einen anderen Weg einzuschlagen. Miele plant etwa, ab 2025 smarte Waschmaschinen und Trockner auf den Markt zu bringen, bei denen zusätzliche Funktionen und Updates kostenlos über die Miele App freigeschaltet werden können. Auch Electrolux gab an, aktuell kein kostenpflichtiges Abo für Zusatzprogramme anzubieten.

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Zusammenfassung
  • V-Zug führt bezahlte Spülprogramme für Geschirrspüler ein
  • Kunden sind irritiert über neue kostenpflichtige Spülgänge
  • Spezialprogramme wie "Intensiv Plus" gegen Aufpreis verfügbar
  • Auch Waschmaschinen und Trockner mit ähnlichem Modell
  • Kosten für "V-Upgrade-Angebote" betragen 1 Schweizer Franken pro Monat
  • Preisanpassungen für Zusatzfunktionen in Zukunft möglich
  • Große Mehrheit der SRF-Umfrageteilnehmer lehnt Bezahlmodelle ab

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