iPad Pro: Nachfrage bricht ein - Neue OLEDs sorgen kaum für Interesse

Die Nachfrage rund um die erste Generation des Apple iPad Pro mit OLED-Display ist offenbar stark rückläufig. Für Apple bedeuten aktuelle Prognosen erfahrener Marktbeobachter, dass die neuen Über-Tablets deutlich weniger oft verkauft werden, als man erhoffte.
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Erst viel Interesse, jetzt scheint der Markt gesättigt

Apple hat wohl ein Problem mit seinen teuersten Tablets. Laut einer Analyse von Ross Young, der als Chef von Display Supply Chain Consultants (DSCC) über beste Verbindungen in die Display-Industrie verfügt, sind die Verkaufszahlen für die teuren iPad-Pro-Modelle jüngst stark eingebrochen und damit weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Gerade das Top-Modell in Form des iPad Pro mit 13 Zoll großem OLED-Display verkauft sich immer schlechter. Konkret ist davon die Rede, dass für das Jahr 2024 mit etwa 6,7 Millionen verkauften iPad Pro mit OLED-Display zu rechnen ist. Ursprünglich war man von bis zu 10 Millionen Einheiten ausgegangen.


Young zufolge starteten die neuen OLED-iPads im zweiten Quartal 2024 zunächst mit einer starken Nachfrage, doch mittlerweile sei das Interesse stark gesunken. Gegenüber dem zweiten Quartal gingen die Stückzahlen vorläufigen Schätzungen zufolge um rund 40 Prozent zurück, heißt es. Für das vierte Quartal wird ein weiterer Rückgang um noch einmal 30 Prozent erwartet.

Gerade das große iPad Pro mit 13 Zoll großem OLED-Panel leidet den Angaben von DSCC zufolge massiv. So erwartet man für das dritte Quartal einen Rückgang der Stückzahlen um rund 50 Prozent, bevor im vierten Quartal noch einmal 90 Prozent weniger Geräte verkauft werden sollen. Anscheinend sei das anfänglich große Interesse von frühen Käufern mittlerweile erloschen.

Problematisch sei wohl vor allem, dass die Preise für die OLED-iPads allein aufgrund der Kosten der Panels vergleichsweise hoch ausfallen. Bei Preisen ab 1549 Euro in Deutschland überrascht die sinkende Nachfrage nicht wirklich, weil ein Tablet nun mal eher ein ergänzendes Gerät neben einem Smartphone oder Laptop sei, so Youngs Vermutung. Außerdem sei der Lebenszyklus eines Tablets vergleichsweise lang.

Hinzu kommt laut Young, dass die neuen OLED-Tablets von Apple zwar mit ihren Tandem-OLEDs und der extrem dünnen Bauweise technisch durchaus beeindrucken würden, aber für viele Kunden eben nicht genug Anreiz für eine Neuanschaffung eines Tablets bieten können. Denkbar sei jetzt, dass Apple die Umstellung der günstigeren iPad-Modelle auf OLED-Displays um ein weiteres Jahr verschieben könnte, um bei ihnen nicht die Preise anheben zu müssen.
Zusammenfassung
  • iPad Pro mit OLED-Display erlebt starken Nachfragerückgang
  • Verkaufszahlen bleiben weit hinter den Erwartungen zurück
  • Ursprüngliche Prognose von 10 Millionen Einheiten nicht erreicht
  • Verkaufseinbruch um 40% im Vergleich zum zweiten Quartal 2024
  • Weiterer Rückgang um 30% im vierten Quartal erwartet
  • Stückzahlen sollen beim 13-Zoll-Modell im dritten Quartal um 50%, im vierten um 90% fallen
  • Hohe Preise ab 1549 Euro in Deutschland als möglicher Grund für Nachfrageschwund beim 13-Zöller
  • Technische Innovationen reichen nicht für Neukauf-Motivation aus

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