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Forscher finden das Spaghettimonster an bisher unbekanntem Berg

Für Pastafaris dürfte es jetzt einen neuen Wallfahrtsort geben - der zugegebenermaßen etwas abseits liegt und nicht über eine bequeme Wanderung wie beim Jakobsweg erreichbar ist. An einem Berg im Pazifischen Ozean wurde ein Fliegendes Spaghettimonster gefilmt.
Umwelt, Natur, Meer, Blau, Landschaft, Küste, Vegetation, Kap, Landzunge

Unbekanntes Terrain

Ein internationales Forscherteam unter Leitung des Schmidt Ocean Institute in Kalifornien hat einen bisher unbekannten Unterwasserberg im Pazifik entdeckt. Der neu kartierte Seamount befindet sich 1448 Kilometer vor der Küste Chiles und ragt 3109 Meter aus dem Meeresboden der Umgebung empor. Damit ist er höher als der Olymp in Griechenland und fast so hoch wie der Fuji in Japan.

Die Entdeckung gelang während einer 28-tägigen Expedition mit dem Forschungsschiff R/V Falkor. Mithilfe eines Sonarsystems unter dem Schiffsrumpf wurde der Seamount vermessen. Dabei kam zutage, dass sich der neu entdeckte Seamount über eine Fläche von etwa 70 Quadratkilometern erstreckt. Derzeit sind erst etwa 26 Prozent des Meeresbodens in einer Auflösung kartiert, die solche Entdeckungen ermöglicht, entsprechend wenig sind weitergehende Details der Natur unter der Wasseroberfläche erforscht. Spaghettimonster-Qualle und mehrSonarbild des neu gefundenen Berges Und solche Unterwasserberge sind wichtige Lebensräume für eine Vielzahl von Arten, sodass es kaum verwundern sollte, wenn hier immer wieder Lebewesen gefunden werden, die man entweder bisher noch gar nicht oder nur in Form kleinerer Schlaglichter kannte. Spaghettimonster-Qualle und mehrSpaghettimonster-Qualle Während der Expedition untersuchten die Forscher mithilfe eines Unterwasserroboters einen der Bergrücken des Seamounts und entdeckten dabei eine beeindruckende Vielfalt an Meereslebewesen. Zu den Höhepunkten gehörte der Fund einer Siphonophoren-Art, deren Form in etwa dem entspricht, was in der bekannten Religions-Parodie der Pastafari als Fliegendes Spaghettimonster beschrieben wird. In der Realität handelt es sich aber um eine Art von Staatsquallen.

Forschung für den Schutz

Aber auch andere Funde sind für die Wissenschaftler spektakulär. So entdeckte der Tauchroboter auch einen "Casper"-Oktopus, einen gespenstisch weißen Tintenfisch, der bisher noch nie im südlichen Pazifik gesichtet wurde. Er filmte erstmals auch einen lebenden Promachoteuthis-Tintenfisch, der bisher nur durch wenige gesammelte Exemplare bekannt war.

Forschung am Unterwasser-Berg: Bilder aus einer anderen Welt

Diese Entdeckungen sind Teil einer Reihe von Expeditionen des Schmidt Ocean Institute im Jahr 2024 zur Erkundung des Nazca-Rückens, eines Gebirges im internationalen Meeresgebiet. Die Region könnte aufgrund ihrer ökologischen Bedeutung als erstes Hochsee-Schutzgebiet unter einem neuen UN-Vertrag ausgewiesen werden, der 2023 verabschiedet wurde und derzeit von den Staaten ratifiziert wird. "Insgesamt konnten wir während der drei Expeditionen 25 Unterwasserberge kartieren und erforschen, was eine beachtliche Zahl ist", sagte Jyotika Virmani vom Schmidt Ocean Institute. "Wir haben wertvolle Daten gesammelt, die als Grundlage dafür dienen könnten, diese Region unter Schutz zu stellen."

Zusammenfassung
  • Neuer Wallfahrtsort für Pastafaris im Pazifik entdeckt
  • Unterwasserberg 1448 km vor Chiles Küste liegt
  • Seamount ist 3109 Meter hoch, größer als der Olymp
  • Forschungsschiff R/V Falkor kartiert den Berg über 28 Tage
  • Nur 26 Prozent des Meeresbodens sind detailliert erforscht
  • Entdeckung einer Siphonophoren-Art, ähnlich dem Spaghettimonster
  • "Casper"-Oktopus und seltener Promachoteuthis-Tintenfisch gesichtet
  • Nazca-Rücken könnte erstes Hochsee-Schutzgebiet unter UN-Vertrag werden

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