Offene Millionen-Dollar-Rechnung:
Serverhersteller verklagt Elon Musk
Elon Musk steht erneut wegen unbezahlter Rechnungen in der Kritik. Der Serverhersteller Wiwynn verklagt sein Unternehmen X (ehemals Twitter) jetzt wegen 61 Millionen Dollar ausstehender Rechnungen. Es ist nicht der erste Fall dieser Art seit Musks Übernahme des Kurznachrichtendienstes.
Zwar konnte Wiwynn dann noch weitere Bestellungen im Wert von rund 40 Millionen Dollar stornieren und Equipment für weitere 19 Millionen Dollar anderweitig verkaufen. Dennoch blieb ein Schaden von 61 Millionen Dollar, für den das Unternehmen jetzt Schadenersatz von Elon Musk einfordert.
Die Sparmaßnahmen betrafen nicht nur die Hardwarelieferanten. X reduzierte auch seine Cloud-Ausgaben drastisch und schloss mehrere Rechenzentren. So verließ das Unternehmen kurz vor Weihnachten 2022 sein Rechenzentrum in Sacramento und verkleinerte den Standort in Atlanta, Georgia. Diese Maßnahme allein soll X jährliche Einsparungen von 100 Millionen Dollar beschert haben.
Zusätzlich weigerte sich X zunächst, Rechnungen von Google Cloud und Oracle zu begleichen, bevor das Unternehmen schließlich nachgab. Auch die Zahlungen an Amazon Web Services (AWS) wurden eingestellt, bis Amazon als Reaktion darauf die Zahlungen für Twitter-Werbung stoppte.
Auch der frühere Twitter-Vorsitzende Omid Kordestani klagt auf 20 Millionen Dollar. Allerdings konnte Musk kürzlich einen juristischen Erfolg verbuchen: Eine Klage, die ihm vorwarf, mindestens 500 Millionen Dollar an Abfindungen für Tausende entlassene Twitter-Mitarbeiter nicht gezahlt zu haben, wurde abgewiesen.
Was haltet ihr von dieser erneuten Kontroverse um Elon Musk und X? Sind solche Zahlungsverweigerungen in der Tech-Branche üblich oder ein Sonderfall? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Siehe auch:
Wiwynn fordert Millionen von Musks X
Der taiwanesische Serverhersteller Wiwynn hat eine Klage gegen Elon Musks Unternehmen X (ehemals Twitter) eingereicht. Wie Data Center Dynamics berichtet, geht es dabei um unbezahlte Rechnungen in Höhe von 61 Millionen US-Dollar für Hardware-Komponenten. Der Fall wirft erneut ein Schlaglicht auf die Zahlungsmoral des Unternehmens seit der Übernahme durch Musk im Oktober 2022.Vertragsbruch und Kommunikationsabbruch
Laut der Klageschrift beruft sich Wiwynn auf einen Rahmenvertrag aus dem Jahr 2014 (via The Register). Dieser sah vor, dass Twitter seine Infrastrukturanforderungen an Wiwynn übermittelt, eine vorgeschlagene Liste maßgeschneiderter Server genehmigt und diese bezahlt. Nach Musks Übernahme des Social-Media-Giganten soll X jedoch die Zahlungen für bereits bestellte Produkte eingestellt und die Kommunikation mit Wiwynn abgebrochen haben.Millionenschwere Verluste für Zulieferer
Der plötzliche Zahlungsstopp hatte für Wiwynn erhebliche finanzielle Konsequenzen. Das Unternehmen hatte bereits Serverkomponenten im Wert von 120 Millionen Dollar für Aufträge des Kurznachrichtendienstes angehäuft.Zwar konnte Wiwynn dann noch weitere Bestellungen im Wert von rund 40 Millionen Dollar stornieren und Equipment für weitere 19 Millionen Dollar anderweitig verkaufen. Dennoch blieb ein Schaden von 61 Millionen Dollar, für den das Unternehmen jetzt Schadenersatz von Elon Musk einfordert.
Serverhersteller Wiwynn
Wiwynn ist kein unbedeutender Player in der IT-Branche. Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als führenden Anbieter von Cloud-IT-Infrastruktur für Hyperscale-Rechenzentren.Kein Einzelfall
Wiwynn ist nicht der einzige Zulieferer, der von der Zahlungsverweigerung nach der Übernahme durch Musk betroffen ist. Auch der taiwanesische Serverhersteller MiTAC meldete erhebliche Zahlungsprobleme nach Musks Übernahme. Im vierten Quartal 2022 musste das Unternehmen aufgrund verzögerter Zahlungen von Twitter eine Abschreibung in Höhe von rund 43,71 Millionen Dollar vornehmen.Kostensenkungen auf Kosten der Zulieferer?
Die Zahlungsverweigerungen scheinen Teil einer umfassenderen "Kostensenkungsstrategie" von Elon Musk zu sein. Nach der Übernahme von Twitter für rund 44 Milliarden Dollar im Oktober 2022 implementierte Musk signifikante Sparmaßnahmen. Dazu gehörten auch Neuverhandlungen von Lieferantenverträgen, die in einigen Fällen zu Zahlungsstopps führten.Die Sparmaßnahmen betrafen nicht nur die Hardwarelieferanten. X reduzierte auch seine Cloud-Ausgaben drastisch und schloss mehrere Rechenzentren. So verließ das Unternehmen kurz vor Weihnachten 2022 sein Rechenzentrum in Sacramento und verkleinerte den Standort in Atlanta, Georgia. Diese Maßnahme allein soll X jährliche Einsparungen von 100 Millionen Dollar beschert haben.
Zusätzlich weigerte sich X zunächst, Rechnungen von Google Cloud und Oracle zu begleichen, bevor das Unternehmen schließlich nachgab. Auch die Zahlungen an Amazon Web Services (AWS) wurden eingestellt, bis Amazon als Reaktion darauf die Zahlungen für Twitter-Werbung stoppte.
Zahlreiche Rechtsstreitigkeiten
Die Klage von Wiwynn reiht sich damit also in eine lange Liste von rechtlichen Auseinandersetzungen ein, mit denen sich Musk und X konfrontiert sehen. So fordert der ehemalige Twitter-CEO Parag Agrawal in einer Klage 128 Millionen Dollar an nicht gezahlten Abfindungen.Auch der frühere Twitter-Vorsitzende Omid Kordestani klagt auf 20 Millionen Dollar. Allerdings konnte Musk kürzlich einen juristischen Erfolg verbuchen: Eine Klage, die ihm vorwarf, mindestens 500 Millionen Dollar an Abfindungen für Tausende entlassene Twitter-Mitarbeiter nicht gezahlt zu haben, wurde abgewiesen.
Was haltet ihr von dieser erneuten Kontroverse um Elon Musk und X? Sind solche Zahlungsverweigerungen in der Tech-Branche üblich oder ein Sonderfall? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Wiwynn klagt gegen X wegen 61 Millionen Dollar unbezahlter Rechnungen
- X stoppte Zahlungen nach Übernahme durch Elon Musk
- Vertrag von 2014 verpflichtet X zur Zahlung für Server
- Wiwynn milderte Verluste durch Stornierungen und Weiterverkauf
- Auch MiTAC betroffen von Zahlungsverweigerungen
- Musk implementierte Kostensenkungen und Vertragsneuverhandlungen
- Weitere rechtliche Auseinandersetzungen belasten Musk und X
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