MacOS unter Beschuss: Cthulhu-Malware trickst Nutzer aus
Die Bedrohungen durch Malware hat für Apple-Nutzer in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Jetzt berichten Sicherheitsexperten von einem weiteren Programm, das Passwörter und andere Daten von den Rechnern der Opfer klaut.
Sobald das Passwort eingegeben wurde, legt die Schadsoftware einen Ordner unter dem Pfad "/User/Shared/NW" an, in dem die jetzt für sie zugänglichen Keychain Passwörter, Browser Cookies oder Log-ins zu Kryptobörsen und Gaming Accounts als Textdatei abgelegt werden. Anschließend werden die Informationen als zip-Datei an die Server der Angreifer gesendet.
Der Cthulhu Stealer wird dabei als Malware-as-a-Service an Einzelkäufer zum Preis von 500 US-Dollar pro Monat über einschlägige Marktplätze im Internet angeboten. Er infiziert sowohl Intel-Macs als auch Geräte mit den Apple-eigenen ARM-Chips.
Siehe auch:
Weitere Malware zielt auf Apple-Geräte
Erst vor einer Woche berichteten wir über eine Malware namens Banshee Stealer, die Daten wie Passwörter und Browser-Cookies abgreift. Dabei werden Apple-Nutzer mit einer gefälschten Aufforderung zur Passworteingabe getäuscht. Mit einem ähnlichen Vorgehen operiert auch der von Cado Security entdeckte Cthulhu Stealer.Versteckt in DMG-Dateien
Dabei 'verkleidet' sich die Malware als Apple Disk Image einer Software wie etwa CleanMyMac, Adobe GenP oder GTA VI. Einmal vom Anwender geöffnet, zeigt die Malware mithilfe des MacOS-Kommandozeilen-Werkzeugs Osa-Script eine Aufforderung zur Passworteingabe. Wie schon beim Banshee Stealer wird dabei vorgegeben, die Systemeinstellungen müssten aktualisiert werden.Sobald das Passwort eingegeben wurde, legt die Schadsoftware einen Ordner unter dem Pfad "/User/Shared/NW" an, in dem die jetzt für sie zugänglichen Keychain Passwörter, Browser Cookies oder Log-ins zu Kryptobörsen und Gaming Accounts als Textdatei abgelegt werden. Anschließend werden die Informationen als zip-Datei an die Server der Angreifer gesendet.
Der Cthulhu Stealer wird dabei als Malware-as-a-Service an Einzelkäufer zum Preis von 500 US-Dollar pro Monat über einschlägige Marktplätze im Internet angeboten. Er infiziert sowohl Intel-Macs als auch Geräte mit den Apple-eigenen ARM-Chips.
Wie man sich schützt
Um sich vor der Bedrohung zu schützen bzw. das Risiko zu minimieren, empfehlen die Sicherheitsforscher von Cado Security allen macOS-Nutzern sich an die folgenden Ratschläge zu halten:- Laden Sie Software immer von vertrauenswürdigen Quellen herunter, z. B. aus dem Apple App Store oder von den offiziellen Websites seriöser Entwickler.
- Aktivieren Sie die in macOS eingebauten Sicherheitsfunktionen wie Gatekeeper, die die Installation von ungeprüften Apps verhindern.
- Halten Sie Ihr System und Ihre Anwendungen mit den neuesten Sicherheits-Patches auf einem aktuellen Stand.
- Nutzen Sie eine seriöse Antiviren-Software, um einen zusätzlichen Schutz zu gewährleisten.
Wachsam bleiben
Obwohl die Sicherheitsforscher auch anmerken, dass das Team des Cthulhu-Stealers mittlerweile nicht mehr aktiv zu sein scheint, zeige die Malware jedoch noch einmal eindrücklich, dass auch Apple-Geräte durch Viren und andere Schadsoftware gefährdet sind. Zwar habe sich die Ansicht von macOS als von Natur aus sicheres System lange gehalten, doch Nutzer müssten aufgrund der immer größer werdenden Sicherheitsbedrohungen wachsam sein.
Zusammenfassung
- Cthulhu Stealer tarnt sich als legitime Apple Software
- Malware verlangt Passworteingabe über gefälschte Systemaktualisierung
- Daten werden in /Users/Shared/NW gespeichert und als zip verschickt
- Angeboten als Malware-as-a-Service für 500 US-Dollar monatlich
- Schutzmaßnahmen: Software nur aus vertrauenswürdigen Quellen laden
- Aktivierung von Mac OS Sicherheitsfunktionen empfohlen
- Apple-Nutzer wegen wachsender Gefährdung zur Wachsamkeit aufgerufen
Siehe auch:
- Überraschende Updates: Apples Pläne für MacOS Sequoia und iOS 18
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