Technik-Entwicklung fordert nächstes Opfer:
Fotostudio-Kette insolvent
Die technischen Weiterentwicklungen fordern nun in Verbindung mit anderen Faktoren das nächste Opfer: Die deutsche Kette von Fotostudios, die unter der Marke Studioline rund 80 Filialen im Bundesgebiet betrieb, ist insolvent.
Wie der NDR jetzt unter Berufung auf den zuständigen Insolvenzverwalter berichtete, habe Studioline bereits Ende Juli einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Kiel gestellt. In dessen Rahmen soll die Geschäftstätigkeit der bestehenden Filialen erst einmal weitergeführt werden. Kunden, die bereits Termine vereinbart haben, können diese also weiterhin wahrnehmen und erhalten die gewünschten Bilder.
Die Fotostudios haben sich in erster Linie auf die Porträtfotografie spezialisiert. Die Personen kommen also ins Studio und werden dort in Szene gesetzt und abgelichtet. Allerdings ist die Nachfrage nach solchen Aufnahmen, die man sich dann für gewöhnlich ins Regal stellt, geringer geworden, da die meisten Verbraucher ohnehin massenhaft Fotos ihrer Liebsten auf dem Smartphone haben.
Für die Mitarbeiter wird es jetzt erst einmal bis einschließlich des September-Gehalts eine volle Bezahlung über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit geben. Rund 500 Personen sind davon betroffen. Das Unternehmen selbst wurde bereits im Jahr 1910 unter dem Namen des Gründers Karl Prien gestartet. Bis Mitte der 1990er-Jahre lief die Firma unter dem Namen Photo Prien und wurde dann angesichts der aufkommenden Digitalisierung vom Fachhändler zum reinen Studio-Dienstleister umgebaut.
Siehe auch:
Geschäft läuft erst mal weiter
Die Geschäfte des Unternehmens standen in den letzten Jahren immer stärker unter Druck. Die Läden verzeichneten immer weniger Kunden, während die Mieten in den Geschäftsstraßen der Innenstädte immer weiter stiegen und Neueröffnungen ebenfalls höhere Investitionen verlangten.Wie der NDR jetzt unter Berufung auf den zuständigen Insolvenzverwalter berichtete, habe Studioline bereits Ende Juli einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Kiel gestellt. In dessen Rahmen soll die Geschäftstätigkeit der bestehenden Filialen erst einmal weitergeführt werden. Kunden, die bereits Termine vereinbart haben, können diese also weiterhin wahrnehmen und erhalten die gewünschten Bilder.
Die Fotostudios haben sich in erster Linie auf die Porträtfotografie spezialisiert. Die Personen kommen also ins Studio und werden dort in Szene gesetzt und abgelichtet. Allerdings ist die Nachfrage nach solchen Aufnahmen, die man sich dann für gewöhnlich ins Regal stellt, geringer geworden, da die meisten Verbraucher ohnehin massenhaft Fotos ihrer Liebsten auf dem Smartphone haben.
Familienbetrieb mit Tradition
Entsprechend herausfordernd dürfte es werden, im Rahmen des Insolvenzverfahrens ein tragfähiges Zukunftskonzept zu entwickeln. Wie dieses aussehen kann, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt entsprechend bislang nicht sagen.Für die Mitarbeiter wird es jetzt erst einmal bis einschließlich des September-Gehalts eine volle Bezahlung über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit geben. Rund 500 Personen sind davon betroffen. Das Unternehmen selbst wurde bereits im Jahr 1910 unter dem Namen des Gründers Karl Prien gestartet. Bis Mitte der 1990er-Jahre lief die Firma unter dem Namen Photo Prien und wurde dann angesichts der aufkommenden Digitalisierung vom Fachhändler zum reinen Studio-Dienstleister umgebaut.
Zusammenfassung
- Studioline Fotostudios sind insolvent, Antrag Ende Juli gestellt
- Insolvenzverfahren soll Betrieb der 80 Filialen vorerst sichern
- Spezialisierung der Studios liegt auf Porträtfotografie
- Rückgang der Nachfrage nach traditionellen Studiofotos
- Zukunftskonzept im Insolvenzverfahren noch unklar
- 500 Mitarbeiter erhalten Insolvenzgeld bis September
- Gründung 1910, Wandel durch Digitalisierung in den 90ern
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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