Tim Sweeney: Apples "Find my" ist "gruselige Überwachungstechnik"
Epic-Chef im Tim Sweeney ist zweifellos eine für das Spielegeschäft wichtige Persönlichkeit, denn Epics Gaming-Engine(s) sowie der Store sind nicht mehr wegzudenken. Sweeney hat aber auch eine große Tendenz zum Aluhut und diesen hat er nun wieder einmal ausgepackt.
Ein solcher Kritiker ist Epic-Chef Tim Sweeney, man kann dabei aber durchaus argumentieren, dass dieser wieder einmal weit übers Ziel hinausschießt. Denn dieser antwortete auf einen Tweet zur Nicht-Verfügbarkeit von "Find my" in Südkorea mit harscher Kritik.
"Diese Funktion ist supergruselige Überwachungstechnik und sollte nicht existieren", schreibt Sweeney. "Vor Jahren hat ein Kid einen Mac-Laptop aus meinem Auto gestohlen. Jahre später habe ich die Funktion 'Find My' genutzt, und es wurde eine Karte mit dem Haus angezeigt, in dem der Junge, der meinen Mac gestohlen hatte, wohnte. WTF Apple? Wieso ist das in Ordnung?!"
Doch da hatte Sweeney längst den Aluhut auf und antwortete: "Viele Leute sagen das hier. Das ist zwar technisch richtig, geht aber am Thema vorbei: Man kann den Standort eines Geräts, das sich im Besitz einer Person befindet, nicht verfolgen, ohne diese Person zu verfolgen, und die Menschen haben ein Recht auf Privatsphäre. Dieses Recht gilt für Käufer von gebrauchten Geräten und sogar für Diebe. Dieses Recht ist nicht absolut, da es im Falle von gestohlenen Geräten durch ein ordentliches Rechtsverfahren überwunden werden kann, und ich denke, dass ein ordentliches Rechtsverfahren die verantwortungsvolle Art ist, mit solchen Situationen umzugehen."
Was meint ihr? Hat Sweeney recht oder ist das ein alberner Take eines Managers, der sich seit Jahren mit Apple vor Gericht streitet und hier längst jede Objektivität über Bord geworfen hat? Schreibt es uns in den Kommentaren.
Siehe auch:
"Wo ist Tim Sweeneys Aluhut?
Das "Find my"-Feature (in Deutsch: "Wo ist?") von Apple ist eine umfassende Lokalisierungsfunktionalität des kalifornischen Konzerns aus Cupertino. Damit kann man seinen eigenen Standort teilen, verlorene Geräte oder auch AirTags lokalisieren. Das Feature existiert im Wesentlichen seit 2019 und der Veröffentlichung von iOS 13. Die Funktion kann zwar überaus praktisch sein, vor allem bei einem verlorenen oder gestohlenen Gerät, aber sie hat auch Kritiker, insbesondere im Zusammenhang mit den AirTags.Ein solcher Kritiker ist Epic-Chef Tim Sweeney, man kann dabei aber durchaus argumentieren, dass dieser wieder einmal weit übers Ziel hinausschießt. Denn dieser antwortete auf einen Tweet zur Nicht-Verfügbarkeit von "Find my" in Südkorea mit harscher Kritik.
"Diese Funktion ist supergruselige Überwachungstechnik und sollte nicht existieren", schreibt Sweeney. "Vor Jahren hat ein Kid einen Mac-Laptop aus meinem Auto gestohlen. Jahre später habe ich die Funktion 'Find My' genutzt, und es wurde eine Karte mit dem Haus angezeigt, in dem der Junge, der meinen Mac gestohlen hatte, wohnte. WTF Apple? Wieso ist das in Ordnung?!"
"Auch Diebe haben Rechte"
Sweeney wurde daraufhin gefragt, wo denn eigentlich das Problem sei. Schließlich sei der Rechner geolokalisiert worden und nicht die Person, er hätte die Polizei informieren können, um das MacBook wiederzubekommen.Doch da hatte Sweeney längst den Aluhut auf und antwortete: "Viele Leute sagen das hier. Das ist zwar technisch richtig, geht aber am Thema vorbei: Man kann den Standort eines Geräts, das sich im Besitz einer Person befindet, nicht verfolgen, ohne diese Person zu verfolgen, und die Menschen haben ein Recht auf Privatsphäre. Dieses Recht gilt für Käufer von gebrauchten Geräten und sogar für Diebe. Dieses Recht ist nicht absolut, da es im Falle von gestohlenen Geräten durch ein ordentliches Rechtsverfahren überwunden werden kann, und ich denke, dass ein ordentliches Rechtsverfahren die verantwortungsvolle Art ist, mit solchen Situationen umzugehen."
Was meint ihr? Hat Sweeney recht oder ist das ein alberner Take eines Managers, der sich seit Jahren mit Apple vor Gericht streitet und hier längst jede Objektivität über Bord geworfen hat? Schreibt es uns in den Kommentaren.
Zusammenfassung
- Tim Sweeney, Chef von Epic, kritisiert Apples "Find my"-Funktion
- Sweeney bezeichnet die Funktion als "supergruselige Überwachungstechnik"
- "Find my" ermöglicht das Teilen des eigenen Standorts und das Lokalisieren von Geräten
- Sweeney nutzte "Find my", um einen gestohlenen Mac-Laptop zu orten
- Er argumentiert, dass Geräteortung auch Personenortung impliziert
- Sweeney fordert ordentliche Rechtsverfahren für solche Situationen
- Er ist bekannt für seine kritische Haltung gegenüber Apple
Siehe auch:
- Epic-Chef Tim Sweeney: Google ist "korrupt" und agiert erpresserisch
- Epic-Chef Tim Sweeney schimpft über die Multiplayer-API von Steam
- Kritik: Tim Sweeney vergleicht Epic vs. Apple mit Bürgerrechtsbewegung
- Epic-Chef Sweeney: Apple & Google haben teures 'Duopol' geschaffen
- Fortnite hat Epic Games-Chef Tim Sweeney zum Milliardär gemacht
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