Antivirus bremst Snapdragon:
Auch neue ARM-PCs mit McAfee-'Malware'
Wer darüber nachdenkt, sich eines der neuen Notebooks mit ARM-Prozessoren der Snapdragon X-Serie zuzulegen, muss offenbar darauf gefasst sein, sich auch auf einer völlig neuen Plattform mit den gleichen Qualen herumzuschlagen, die Windows-PCs schon seit Jahrzehnten plagen: vorinstallierte Antivirus-Software.
Diverse frühe Käufer der neuen ARM-PCs melden bereits kurz nach dem Kauf, dass sie auch auf den Geräten mit Snapdragon X Plus oder Snapdragon X Elite von Anfang an Probleme mit einer vorinstallierten Version von McAfee Antivirus haben. Wer auch nur kurz im Internet danach sucht, findet schnell heraus, dass sowohl Lenovo als auch Dell, HP und ASUS eine 30-Tage-Testversion von McAfee vorinstallieren. Wahrscheinlich sieht es bei anderen Herstellern nicht anders aus.
Wie schon bei den x64-basierten PCs mit Intel- und AMD-Prozessoren von Herstellern wie Lenovo sorgt McAfee nun also auch auf den neuen ARM-Geräten für viel Frust. Wer dachte, die Hersteller würden einen anderen Weg gehen und auf die Vorinstallation des oft als störend empfundenen "Sicherheitspakets" von McAfee verzichten, wird auch bei den neuen ARM-PCs enttäuscht.
Außerdem sei der Start der meisten emulierten Programme bei den ersten zwei Starts nach der Einrichtung von Windows auf dem Gerät nicht möglich gewesen, sodass das McAfee Entfernungs-Tool zunächst nicht funktionierte. Von anderen Nutzern ist Ähnliches zu hören.
So sei der Start des neuen Lenovo-Laptops zunächst sehr langsam und schleppend verlaufen, bis man nach dem vierten Versuch endlich McAfee entfernen konnte, meldet ein Reddit-User. Inzwischen laufe das Gerät hervorragend. Selbst nach der Deinstallation der Sicherheitslösung von McAfee kann es noch zu vereinzelten Problemen kommen, ist bei Reddit zu dem Thema ebenfalls zu lesen. Erst nach Eingriffen in die Registrierungsdatenbank laufe sein System jetzt einwandfrei, heißt es von einem Käufer.
Für die Hersteller ist die Vorinstallation von McAfee auf ihren Systemen eine zusätzliche Einnahmequelle, da das Unternehmen den PC-Anbietern dafür natürlich für jedes verkaufte Gerät etwas Geld zahlt. Dass die Kunden dadurch in eine Art Abofalle gelockt werden sollen, ist und bleibt skandalös. Dass dem nun auch auf den neuen ARM-PCs so ist, kann man wohl nur bedauern.
Siehe auch:
Diverse neue ARM-PCs haben McAfee ab Werk an Bord
Seit knapp einem Monat werden die ersten Notebooks und Tablets, die Microsoft als "Copilot+"-PCs vermarktet. Neben den Surface-Modellen bieten auch Lenovo, ASUS, Acer, Dell, HP, Medion und Samsung eigene Modelle an. Dabei machen sie offenbar die gleichen "Fehler", die bei x64-Systemen schon seit Jahrzehnten das Leben der Nutzer schwer machen.Diverse frühe Käufer der neuen ARM-PCs melden bereits kurz nach dem Kauf, dass sie auch auf den Geräten mit Snapdragon X Plus oder Snapdragon X Elite von Anfang an Probleme mit einer vorinstallierten Version von McAfee Antivirus haben. Wer auch nur kurz im Internet danach sucht, findet schnell heraus, dass sowohl Lenovo als auch Dell, HP und ASUS eine 30-Tage-Testversion von McAfee vorinstallieren. Wahrscheinlich sieht es bei anderen Herstellern nicht anders aus.
Wie schon bei den x64-basierten PCs mit Intel- und AMD-Prozessoren von Herstellern wie Lenovo sorgt McAfee nun also auch auf den neuen ARM-Geräten für viel Frust. Wer dachte, die Hersteller würden einen anderen Weg gehen und auf die Vorinstallation des oft als störend empfundenen "Sicherheitspakets" von McAfee verzichten, wird auch bei den neuen ARM-PCs enttäuscht.
Entfernung ist eine "PITA"
Android-Experte und -Entwickler Mishaal Rahman legte sich zum Beispiel ein Lenovo Yoga Slim 7x zu und ist von dem Gerät eigentlich begeistert. Allerdings hatte selbst er diverse Probleme, McAfee loszuwerden. Es sei eine "Pain in the A**" gewesen, das Antivirus-Tool zu entfernen, weil dafür sogar ein Start in den Sicheren Modus nötig war, schrieb Rahman jüngst bei X/Twitter.Außerdem sei der Start der meisten emulierten Programme bei den ersten zwei Starts nach der Einrichtung von Windows auf dem Gerät nicht möglich gewesen, sodass das McAfee Entfernungs-Tool zunächst nicht funktionierte. Von anderen Nutzern ist Ähnliches zu hören.
So sei der Start des neuen Lenovo-Laptops zunächst sehr langsam und schleppend verlaufen, bis man nach dem vierten Versuch endlich McAfee entfernen konnte, meldet ein Reddit-User. Inzwischen laufe das Gerät hervorragend. Selbst nach der Deinstallation der Sicherheitslösung von McAfee kann es noch zu vereinzelten Problemen kommen, ist bei Reddit zu dem Thema ebenfalls zu lesen. Erst nach Eingriffen in die Registrierungsdatenbank laufe sein System jetzt einwandfrei, heißt es von einem Käufer.
Für die Hersteller ist die Vorinstallation von McAfee auf ihren Systemen eine zusätzliche Einnahmequelle, da das Unternehmen den PC-Anbietern dafür natürlich für jedes verkaufte Gerät etwas Geld zahlt. Dass die Kunden dadurch in eine Art Abofalle gelockt werden sollen, ist und bleibt skandalös. Dass dem nun auch auf den neuen ARM-PCs so ist, kann man wohl nur bedauern.
Zusammenfassung
- Neue ARM-Notebooks leiden unter vorinstallierter McAfee Antivirus-Software
- Microsoft vermarktet erste ARM-PCs als "Copilot+"-Modelle
- Lenovo, ASUS, Acer und andere bieten eigene ARM-Modelle an
- Frühe Käufer der ARM-PCs kämpfen mit vorinstalliertem McAfee
- Entfernung von McAfee erfordert Start im Sicheren Modus
- Emulierte Programme starten anfangs angeblich nicht wegen McAfee
- Hersteller profitieren finanziell von McAfee-Vorinstallation
Siehe auch:
- Fieser Android-Banking-Trojaner gibt sich als McAfee Security-App aus
- HP-Käufer stolpert in McAfee Abo-Falle: Ungereimtheiten bei Probeabo
- McAfee-Bug lässt Hacker Code mit Windows-System-Rechten ausführen
- McAfee soll erneut verkauft werden: Diesmal für 14 Mrd. Dollar
- John McAfee: Suizid nach Entscheidung zur Auslieferung in die USA
Thema:
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