Amazon arbeitet an neuer Version von Alexa, kommt aber nicht voran

Amazons Sprachassistent Alexa spielte in Bezug auf Sprach­as­sis­ten­ten eine Vorreiterrolle, doch diese hat man längst verspielt. Der Versand­haus­riese arbeitet zwar daran, Alexa hinsichtlich KI-Features auszu­bauen, doch offenbar kommt man bei diesem Vorhaben nicht voran.
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Alexa mit Pionierrolle

Mit den Echo-Lautsprechern und der darauf zentralen Alexa gelang es Amazon, eine bis zu diesem Zeitpunkt eher belächelte Funktionalität an die breite Masse heranzuführen. Denn davor waren Sprachassistenten allenfalls eine Spielerei, die keinen zwingenden Anwendungsfall kannten. Doch mit einem smarten Heim-Lautsprecher, dem man Kommandos geben und etwa Einkaufslisten erstellen kann, kamen viele Menschen zum Schluss, dass das eine gute Idee ist bzw. praktisch sein kann.

Doch zuletzt haben Amazon und Alexa den Anschluss verloren. Denn während Microsoft, Google und mittlerweile auch Apple intensiv auf KIs und entsprechende Assistenz-Features setzen, hinkt der Versandhändler derzeit zurück - und der Abstand wird immer größer. Infografik Alexa, Siri und Co.: Wo Sprachassistenten zum Einsatz kommenAlexa, Siri und Co.: Wo Sprachassistenten zum Einsatz kommen Das weiß man natürlich auch bei Amazon und beabsichtigt, diesen Rückstand aufzuholen. Doch laut einem Bericht von Fortune kommt das Unternehmen hier nicht wie gewünscht oder erhofft voran. So heißt es, dass keine der befragten Quellen glaubt, dass Alexa kurz davor stehe, Amazons Anspruch zu erfüllen, "der beste persönliche Assistent der Welt" zu sein - von der Vision von Amazon-Gründer Jeff Bezos, eine reale Version des hilfreichen Star-Trek-Computers zu schaffen, ganz zu schweigen.

"Digitales Relikt"

Im Gegenteil: Laut Fortune ist sogar zu befürchten, dass Alexa "zu einem digitalen Relikt mit einer warnenden Geschichte zu werden - jene einer potenziell bahnbrechenden Technologie, die in einem falschen Szenario stecken geblieben ist."

Fortune hat nach eigenen Angaben mit mehr als einem Dutzend ehemaliger Mitarbeiter gesprochen. Amazon widersprach dem Bericht und ließ ausrichten, dass diese Personen nicht auf dem neuesten Stand in Bezug auf das neue Large Language Model (LLM) von Alexa seien.

Allerdings gibt es derzeit auch keine Anzeichen, dass Amazon einer verbesserten Version nahegekommen ist. Laut Fortune hat Alexa LLM vor allem Probleme damit, API-Aufrufe konsequent und effektiv auszuführen. Das ist deshalb wichtig, weil Alexa auf diese Weise mit anderen Geräten kommuniziert, etwa im Smart Home.



Zusammenfassung
  • Amazons Alexa war Vorreiter bei Sprachassistenten, hat jedoch diese Rolle verloren
  • Echo-Lautsprecher machten Sprachassistenten massentauglich und praktisch nutzbar
  • Amazon und Alexa haben den Anschluss an Microsoft, Google und Apple verloren
  • Amazon versucht, den Rückstand aufzuholen, kommt aber nicht wie erhofft voran
  • Quellen bezweifeln, dass Alexa bald "der beste persönliche Assistent der Welt" wird
  • Es besteht die Gefahr, dass Alexa zu einem digitalen Relikt mit warnender Geschichte wird
  • Amazons neues Large Language Model (LLM) hat Probleme mit effektiven API-Aufrufen

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