Google TV: Die Plattform integriert nicht überspringbare Werbeclips
Amazon und Netflix haben es vorgemacht. Jetzt zieht auch Google nach. So wird das Unternehmen über seine Smart-TV-Oberfläche in Zukunft mehr Werbung an die Kunden ausspielen. Die Clips sollen die Sendungen unterbrechen und nicht überspringbar sein.
Auch sogenannte Bumper soll es geben. Das sind bis zu sechs Sekunden lange Einspieler, die vor oder nach dem eigentlichen Inhalt gezeigt werden. Google zufolge werden außerdem noch weitere Werbeformate hinzukommen.
Siehe auch:
Google will Gratis-Streams besser monetarisieren
Erst vor einem Jahr waren bei Google TV etliche neue Gratis-Sender und ein Live-TV-Tab in Deutschland gestartet. Damit können Nutzer seit dem letzten Sommer leichter auf lineare Fernsehkanäle zugreifen und andere kostenlose Angebote nutzen. Dazu gehören auch die in Google TV mitgelieferten kostenlosen FAST-Kanäle. Diese will das Unternehmen in Zukunft deutlich stärker monetarisieren.Werbeunterbrechungen wie bei Amazon und YouTube
Die Abkürzung FAST steht dabei für "Free Ad Supported Streaming", also "kostenloses durch Werbung finanziertes Streaming". Im Grunde soll die Werbung so aussehen, wie man es von YouTube, Amazon und Netflix schon gewohnt ist. Demnach wird in bestimmten Abständen das Programm unterbrochen und es werden nicht überspringbare Werbeclips eingespielt, berichtet TechRadar. Infografik Video-Streaming: Netflix baut ab, Disney+ schließt auf
Auch sogenannte Bumper soll es geben. Das sind bis zu sechs Sekunden lange Einspieler, die vor oder nach dem eigentlichen Inhalt gezeigt werden. Google zufolge werden außerdem noch weitere Werbeformate hinzukommen.
Starttermin in Deutschland unklar
Ab wann sich deutsche Nutzer von Google TV über die zusätzliche Werbung freuen dürfen, steht bisher nicht fest, in den USA wird die neuen Clips schon über das Netzwerk von Google ausgespielt. Angaben zufolge schauen 20 Millionen Nutzer monatlich im Durchschnitt 75 Minuten Serien oder Filme auf den FAST-Kanälen. Google wird sich die zusätzlichen Einnahmen, die mit den neuen Werbeeinspielungen generiert werden können, sicher nicht länger entgehen lassen als unbedingt notwendig.Werbung wird zum Standard
Was auch an diesem Beispiel immer deutlicher wird ist, dass die goldenen Zeiten des Streaming aus Kundensicht vorbei sind. Nutzer müssen sich daran gewöhnen, trotz eines monatlichen Abos mit Werbung konfrontiert zu werden, die direkt in die Systeme der Anbieter eingebettet ist. Eines der wenigen Unternehmen, bei dem Kunden momentan noch verschont bleiben, ist Apple mit seinem Apple TV. Dafür ist hier die nötige Hardware aber auch vergleichsweise teuer.
Zusammenfassung
- Google TV bietet seit letztem Jahr in Deutschland neue Gratis-Sender an
- Die kostenlosen FAST-Kanäle sollen stärker monetarisiert werden
- Werbung wird wie bei YouTube, Amazon und Netflix nicht überspringbar sein
- Bumper sind bis zu sechs Sekunden lange Einspieler vor oder nach Inhalten
- In den USA wird die neue Werbung bereits über das Google-Netzwerk ausgespielt
- Nutzer müssen sich generell an Werbung trotz monatlichen Abos gewöhnen
Siehe auch:
- Kabel-TV vor Nutzereinbruch: Tausende wollen zum Streaming wechseln
- Vodafone Giga TV: Neue TV-Box für Kabel und Streaming vorgestellt
- Trotz höherer Abozahlen: Reale Streaming-Nutzung geht stark zurück
- Werbefreies Streaming: Netflix kündigt ersten Kunden das Basis-Abo
- Deutsche Gewohnheiten: Lineares TV schlägt weiter Streaming-Dienste
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