Musk zu KI: "Wahrscheinlich wird niemand von uns mehr Arbeit haben"

Bei einem Auftritt sprach Elon Musk über die gesellschaftlichen Folgen von künstlicher Intelligenz. Er glaubt, dass die KI bald all unsere Jobs übernehmen wird. Das große Problem sieht er jedoch an einer anderen Stelle.
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KI wird die Arbeitswelt grundlegend verändern

Elon Musk ist niemand, der mit seiner Meinung hinter dem Berg hält. Im Gegenteil: Er ist bekannt für seine kontroversen Aussagen und erregt damit teilweise viel Aufsehen. Jetzt hat der Mitbegründer von OpenAI auf der VivaTech-Konferenz in Paris über künstliche Intelligenz und ihre potenziellen Auswirkungen gesprochen.

Dabei hat Musk laut CNN eine Zukunft beschrieben, die genau dem entspricht, vor dem sich viele fürchten. "Wahrscheinlich wird niemand von uns mehr eine Arbeit haben", sagte der Unternehmer. "Wenn man eine Arbeit will, wäre das eher wie ein Hobby", führte er weiter aus. Infografik Künstliche Intelligenz: Die größten Befürchtungen bezüglich KIKünstliche Intelligenz: Die größten Befürchtungen bezüglich KI

Geld auch ohne Arbeit

Damit dieses Szenario aber auch funktioniert, müssten Regierungen und Länder allen ihren Bürgern auch ohne Arbeit Geld zahlen. Musk nennt das ein "hohes Universaleinkommen". In Deutschland kennt man ein ähnliches Konzept schon länger als bedingungsloses Grundeinkommen. Es wurde des Öfteren von Parteien wie der Linken diskutiert. Für die meisten Amerikaner dürfte das aber eher nach sozialistischem Unfug klingen.

Der Unterschied zwischen dem von Musk erwähnten Konzept und einem bedingungslosen Grundeinkommen liegt darin, dass letzteres die Ungleichheit zwischen niedrigen und hohen Einkommen ausgleichen und einen Mindeststandard garantieren soll. Das hohe Universaleinkommen wäre aber ein kompletter Ersatz für Arbeitslohn.

Frage nach dem Sinn

Da Musks Meinung nach die KI alle Arbeiten verrichten wird, dürfte es aber keinen Mangel an Waren oder Dienstleistungen geben. Ein aufkommendes Problem sieht er eher darin, dass Menschen keine Aufgabe in ihrem Leben mehr haben werden. "Die Frage wird wirklich eine Frage des Sinns sein - wenn der Computer und die Roboter alles besser können als du, hat dein Leben dann einen Sinn?", gab er zu bedenken.

Eine Art Armageddon, bei dem künstliche Intelligenz die Menschheit auslöscht, hält Musk aber für unwahrscheinlich. Obwohl erst kürzlich viele Koryphäen der KI-Forschung vor möglichen negativen Folgen der aktuellen Entwicklung gewarnt haben, räumt der CEO von xAI einem solchen Szenario eine Wahrscheinlichkeit von höchstens 20 Prozent ein. Wie er zu dieser Zahl kommt, bleibt allerdings sein Geheimnis.

Zusammenfassung
  • Auf der VivaTech-Konferenz sprach Musk über künstliche Intelligenz und ihre Folgen
  • Musk glaubt, dass in Zukunft niemand mehr eine Arbeit haben wird
  • Regierungen müssten allen Bürgern Geld zahlen, nennt es "hohes Universaleinkommen"
  • In Deutschland ähnliches Konzept als bedingungsloses Grundeinkommen bekannt
  • Musk sieht keinen drohenden Mangel an Waren, aber Menschen könnten Lebenssinn verlieren
  • Wahrscheinlichkeit, dass KI die Menschheit auslöscht, schätzt Musk auf 20 Prozent

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