Europas Weltraumteleskop Euclid macht wundersame Entdeckung
Das europäische Weltraumteleskop Euclid hat erst einen kleinen Teil seiner Missionsdauer absolviert und liefert bereits beachtliche Entdeckungen. In den Daten fanden Astronomen jetzt unter anderem Dutzende Planeten, die frei durch unsere Galaxie wandern.
Inzwischen hat sich die Technologie der Astronomen aber rasant weiterentwickelt. Das zeigte sich, als Euclid seine Optik auf den Orion-Nebel richtete - dabei handelt es sich um eine Staub- und Gaswolke in 1500 Lichtjahren Entfernung. In den Daten, die das Weltraumteleskop zur Erde schickte, machten die Forscher gleich Dutzende vagabundierender Planeten aus.
Dabei handelt es sich um Objekte, die nicht zu einem Sonnensystem gehören, sondern ungebunden innerhalb unserer Galaxie unterwegs sind. Ein wenig waren die Planeten den Astronomen letztlich auch behilflich: Sie sind jeweils bis zu viermal so groß wie der Jupiter, der größte Planet in unserem Sonnensystem.
Die Planeten fand man in Beobachtungsdaten, die Euclid binnen nur 24 Stunden sammelte. In dem Material finden sich Informationen zu rund 11 Millionen Objekten im sichtbaren und zu 5 Millionen im infraroten Licht. Das Ziel Euclids ist die Erstellung einer möglichst genauen 3D-Karte des Universums - auf diese Weise wollen Forscher die Materieverteilung genauer erfassen und der Dunklen Materie auf die Spur kommen.
Siehe auch:
Gewaltiger Fortschritt
Noch vor nicht allzu langer Zeit hatte man Schwierigkeiten, Planeten in anderen Sonnensystemen auszumachen. Direkte Beobachtungen waren quasi nicht möglich, man entdeckte sie im Wesentlichen entweder durch Taumelbewegungen eines Sterns, die durch die Gravitations-Wechselwirkung mit einem Planeten entstanden, oder aber durch kurze Verdunkelungen eines Sterns, wenn ein Planet vor ihm hinwegzog und ihn zu einem kleinen Teil verdeckte.Inzwischen hat sich die Technologie der Astronomen aber rasant weiterentwickelt. Das zeigte sich, als Euclid seine Optik auf den Orion-Nebel richtete - dabei handelt es sich um eine Staub- und Gaswolke in 1500 Lichtjahren Entfernung. In den Daten, die das Weltraumteleskop zur Erde schickte, machten die Forscher gleich Dutzende vagabundierender Planeten aus.
Beeindruckende Aufnahmen des Euclid-Weltraumteleskops
Dabei handelt es sich um Objekte, die nicht zu einem Sonnensystem gehören, sondern ungebunden innerhalb unserer Galaxie unterwegs sind. Ein wenig waren die Planeten den Astronomen letztlich auch behilflich: Sie sind jeweils bis zu viermal so groß wie der Jupiter, der größte Planet in unserem Sonnensystem.
Planeten-Babys
Weitergehende Analysen zeigten außerdem, dass sie noch sehr jung sind: Gerade einmal rund 3 Millionen Jahre sind seit ihrer Entstehung vergangen. Wahrscheinlich fand sich in der Gaswolke Materie zusammen, die unter besseren Bedingungen ein Stern geworden wäre - da aber nicht genug Masse zusammenkam, blieb die Fusionszündung aus.Die Planeten fand man in Beobachtungsdaten, die Euclid binnen nur 24 Stunden sammelte. In dem Material finden sich Informationen zu rund 11 Millionen Objekten im sichtbaren und zu 5 Millionen im infraroten Licht. Das Ziel Euclids ist die Erstellung einer möglichst genauen 3D-Karte des Universums - auf diese Weise wollen Forscher die Materieverteilung genauer erfassen und der Dunklen Materie auf die Spur kommen.
Zusammenfassung
- Euclid-Teleskop liefert bereits beachtliche Entdeckungen in kurzer Zeit
- Astronomen fanden Dutzende frei wandernde Planeten in unserer Galaxie
- Früher waren Planeten in anderen Sonnensystemen schwer zu entdecken
- Technologie hat sich rasant weiterentwickelt, ermöglicht bessere Beobachtungen
- Euclid entdeckte Planeten im Orion-Nebel, 1500 Lichtjahre entfernt
- Vagabundierende Planeten sind bis zu viermal so groß wie der Jupiter
- Planeten sind sehr jung, etwa 3 Millionen Jahre alt seit ihrer Entstehung
- Euclid sammelte Daten zu 11 Millionen sichtbaren und 5 Millionen infraroten Objekten
- Ziel ist die Erstellung einer genauen 3D-Karte des Universums und Erforschung Dunkler Materie
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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