Microsoft & Co. sorgen bei Nvidia für einen gigantischen Goldrausch

Wenn ein ohnehin schon milliardenschweres Unternehmen mit welt­wei­ten Geschäften plötzlich seinen Umsatz mehr als verdreifacht, muss eine ganz besondere Situation eingetreten sein. Beim Chiphersteller Nvidia ist genau dies nun geschehen.
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BoliviaInteligente / Unsplash

Siebenmal mehr Gewinn

Das Unternehmen hat jetzt seine Bilanzen für das Ende April beendete erste Quartal seines Geschäftsjahres vorgelegt. In diesen wird für den Berichtszeitraum ein Umsatz von 26 Milliarden Dollar ausgewiesen. Ein Jahr zuvor verbuchte Nvidia "nur" 7,19 Milliarden Dollar - der GPU-Konzern erreichte also ein Wachstum um 262 Prozent.

Der überwiegende Teil dieser Entwicklung ist auf den rasant wachsenden Bedarf an speziellen GPUs für die umfangreichen statistischen Berechnungen, mit denen KI-Modelle trainiert werden, zurückzuführen. Die entsprechenden Module kosten mehrere zehntausend Dollar pro Stück und Konzerne wie Microsoft und Google kaufen diese zu Tausenden ein, um ihre Datenzentren zu bestücken.


Dieses Geschäft ist für Nvidia extrem lukrativ, die Gewinnmargen auf die KI-Chips sind hoch. Das schlägt sich spektakulär im ausgewiesenen Nettogewinn nieder: Diesen konnte der Konzern binnen eines Jahres von 2 Milliarden Dollar auf nun 14,9 Milliarden Dollar steigern. Nvidia 25Q1Nvidias Bilanzen: Von der Einnahme zum Gewinn (Quelle: Reddit)

Es geht immer weiter

Die Entwicklung ist dabei noch längst nicht auf ihrem Höhepunkt angekommen. Zwischen den Branchengrößen gibt es ein Wettrennen um die leistungsfähigsten KI-Modelle und längst laufen die Arbeiten an den kommenden Generationen. Allerdings steigt dabei eben auch der Bedarf an Rechenleistung exponentiell an. Nvidia sicherte in seiner Produkt-Roadmap bereits zu, jährlich eine neue Generation der KI-Module auf den Markt zu bringen - einerseits, um mit dem Bedarf mithalten zu können, andererseits natürlich auch, um sich die Konkurrenz vom Leib zu halten, die ebenfalls ihren Teil von dem gigantischen Geschäft abbekommen möchte.

Der Boom wirkt sich natürlich auch auf den Aktienkurs Nvidia aus. Dieser hat sich seit Jahresbeginn etwa verdoppelt. Nach der Bekanntgabe der jüngsten Geschäftszahlen wurde im nachbörslichen Handel sogar zeitweise die 1000-Dollar-Marke geknackt. Das Nvidia-Management will daher nun einen 1:10-Aktiensplit durchführen - aus einem Anteilsschein sollen also zehn werden. Dadurch soll das Wertpapier auch für Kleinanleger finanzierbar bleiben.

Zusammenfassung
  • Nvidia hat seinen Umsatz im ersten Quartal auf 26 Milliarden Dollar gesteigert
  • Im Vorjahreszeitraum lag der Umsatz noch bei 7,19 Milliarden Dollar
  • Das Wachstum von 262 Prozent ist auf den Bedarf an speziellen GPUs zurückzuführen
  • KI-Modelle benötigen GPUs für umfangreiche statistische Berechnungen
  • Nvidia erzielte einen Nettogewinn von 14,9 Milliarden Dollar, zuvor 2 Milliarden Dollar
  • Nvidia plant jährlich neue Generationen von KI-Modulen zur Bedarfsdeckung
  • Der Aktienkurs von Nvidia hat sich seit Jahresbeginn etwa verdoppelt

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