KI-Coach für Xbox und PC: Copilot unterstützt Spieler bald live im Spiel

In Zukunft braucht es wohl keine Online-Guides für Spiele mehr. Denn Microsoft wird Copilot bald zu einem persönlichen Gaming-Coach machen. Der wird Spielern dann hilfreiche Tipps geben und ihnen bei schwierigen Stellen im Spiel mit Rat und Tat zur Seite stehen.
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KI-Assistenten auch für Gamer

Gestern stellte Microsoft im Rahmen einer Präsentation seine neue Generation an Surface-Geräten vor, die selbstverständlich allesamt auf KI setzen und mit einer Neural Processing Unit (NPU) kommen. Neben neuen Produktivitäts­funktionen wie Recall und Live Captions zeigte Microsoft auch eine neue Gaming-Anwendung, die die sogenannten Copilot+-PCs beherrschen sollen.

So soll die geplante Integration des erst kürzlich von OpenAI angekündigten multimodalen GPT-4o dafür sorgen, dass jeder Spieler einen persönlichen Gaming-Coach an die Seite bekommt. Wie das genau aussieht, demonstrierte Yusuf Mehdi, Executive Vice President und Chief Marketing Officer für Verbraucher bei Microsoft, gestern Abend anlässlich der Build 2024 anhand von Minecraft.


Copilot gibt Ratschläge

Während des Spielens sagte Mehdi, er versuche ein Schwert herzustellen. Daraufhin bat ihn Copilot sein Inventar zu öffnen. Der Assistent erkannte den Inhalt des Inventars und erklärte, welche Ressourcen noch benötigt würden. Außerdem fragte er, ob Mehdi auf die Suche nach den fehlenden Materialien gehen wolle. Auch erkannte die KI eine drohende Gefahr durch herannahende Zombies und erklärte Mehdi mehrere Möglichkeiten, um sich schnell in Sicherheit zu bringen. Doch wie funktioniert das?


GPT-4o kann alle Inhalte auf dem Bildschirm des Nutzers sehen und analysieren. Durch das Öffnen des Inventars konnte Copilot erkennen, welche Materialien schon vorhanden waren und welche noch fehlten. Wie in der Situation mit den Zombies zu beobachten ist, antwortet die KI jedoch nicht nur auf konkrete Fragen, sondern macht auch Vorschläge. Alles geschieht über natürliche Sprache und laut Angaben von Microsoft lokal auf dem Gerät des Nutzers.

In Zukunft soll Copilot Spielern in einigen Xbox- und PC-Spielen zur Verfügung stehen und ihnen in Situationen helfen, in denen sie nicht weiterwissen. Das könnte eine mögliche langwierige Suche nach entsprechenden Anleitungen im Internet ersparen.

Gefahr durch "Halluzinationen"

Allerdings sind KIs auch bekannt dafür, gelegentlich zu "halluzinieren". Dabei reimen sie sich ihre eigene Antwort auf eine Frage zusammen, die jedoch faktisch falsch ist. Das könnte auch bei Spielerstschlägen passieren und Spieler fehlleiten.

Zusammenfassung
  • Microsoft stellte neue Surface-Geräte mit KI und Neural Processing Unit vor
  • Neue Produktivitätsfunktionen wie Recall und Live Captions wurden gezeigt
  • Neue Gaming-Anwendung für Copilot+ PCs wird integriert
  • GPT-4o von OpenAI sorgt für persönlichen Gaming-Coach in Spielen
  • Demonstration von Yusuf Mehdi mit Minecraft zeigte KI-Unterstützung
  • Copilot analysiert Bildschirm und Inventar, gibt Tipps und Vorschläge
  • KI reagiert in natürlicher Sprache und funktioniert lokal auf dem Gerät
  • Copilot soll Spielern in Xbox- und PC-Spielen zukünftig helfen
  • KIs können aber gelegentlich "halluzinieren" und falsche Antworten geben

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