Schockierender Bericht: Boeing-Qualitätsprüfer erklärt Versäumnisse
Es gibt immer weitere haarsträubende Berichte über die Mängel beim US-Flugzeugbauer Boeing. Jetzt hat sich erneut ein Whistleblower vor die Kamera gesetzt und aus seinem Alltag bei einer Zulieferfirma von Boeing erzählt.
Seinem Bericht zufolge verließen diese von Boeings größtem Zulieferer hergestellten Flugzeugkörper das Werk in Kansas regelmäßig mit schwerwiegenden Mängeln. Paredes war dort zwar Qualitätsprüfer des Unternehmens, konnte aber laut eigenen Angaben die Mängel nur festhalten, aber nicht abstellen.
Er erhielt zudem bei seinen ehemaligen Kollegen den Spitznamen "Showstopper", weil er die Produktion vor Ort bei Problemen "aufhielt", wie er in dem Interview erklärte.
Sobald er aber versuchte, seine Bedenken bei mangelhaften Produktionen vorzutragen, habe ihm niemand zugehört. Paredes war dabei von 2010 und 2022 bei dem Boeing-Zulieferer angestellt. "Ich fand eine Menge fehlender Befestigungselemente, viele verbogene Teile, manchmal sogar fehlende Teile".
BBC bekam aber eine Stellungnahme von US-Verkehrsminister Pete Buttigieg. Der erklärte, dass die US-Regierung Boeing bereits im Rahmen der laufenden Untersuchungen der Federal Aviation Administration (FAA) "genauer unter die Lupe nimmt". Vorangegangen waren einige schwerwiegende Sicherheitsvorfälle und die Erklärung eines Whistleblowers, der die Zustände bei Boeing als katastrophal beschrieb.
"Sie müssen nachweisen, dass sie die Qualitäts- und Sicherheitsstandards erfüllen, die die FAA festgelegt hat", sagte der Verkehrsminister gegenüber der BBC.
Sowohl Spirit AeroSystems als auch Boeing stehen unter intensiver Beobachtung, nachdem sich eine unbenutzte Tür kurz nach dem Start im Januar von einer brandneuen 737 Max gelöst und ein klaffendes Loch in der Seite des Flugzeugs hinterlassen hatte. Den Ermittlern zufolge war die Tür ursprünglich von Spirit eingebaut worden, wurde dann aber von Boeing-Technikern entfernt, um fehlerhafte Nieten zu reparieren.
Siehe auch:
Qualitätsprüfer findet bis zu 200 Mängel - pro Teil
Dabei wird kurz gesagt kein gutes Haar an Boeing gelassen. Der Mitarbeiter Santiago Paredes, der für Spirit AeroSystems im US-Bundesstaat Kansas arbeitete, sagte in einem Interview mit BBC, er habe oft bis zu 200 Mängel an Teilen gefunden, die für den Versand an Boeing vorbereitet wurden.Seinem Bericht zufolge verließen diese von Boeings größtem Zulieferer hergestellten Flugzeugkörper das Werk in Kansas regelmäßig mit schwerwiegenden Mängeln. Paredes war dort zwar Qualitätsprüfer des Unternehmens, konnte aber laut eigenen Angaben die Mängel nur festhalten, aber nicht abstellen.
Er erhielt zudem bei seinen ehemaligen Kollegen den Spitznamen "Showstopper", weil er die Produktion vor Ort bei Problemen "aufhielt", wie er in dem Interview erklärte.
Sobald er aber versuchte, seine Bedenken bei mangelhaften Produktionen vorzutragen, habe ihm niemand zugehört. Paredes war dabei von 2010 und 2022 bei dem Boeing-Zulieferer angestellt. "Ich fand eine Menge fehlender Befestigungselemente, viele verbogene Teile, manchmal sogar fehlende Teile".
Boeing äußert sich nicht
Sein ehemaliger Arbeitgeber Spirit wies auf Nachfrage von BBC die Vorwürfe nachdrücklich zurück, Boeing selbst wollte sich zunächst nicht äußern.BBC bekam aber eine Stellungnahme von US-Verkehrsminister Pete Buttigieg. Der erklärte, dass die US-Regierung Boeing bereits im Rahmen der laufenden Untersuchungen der Federal Aviation Administration (FAA) "genauer unter die Lupe nimmt". Vorangegangen waren einige schwerwiegende Sicherheitsvorfälle und die Erklärung eines Whistleblowers, der die Zustände bei Boeing als katastrophal beschrieb.
"Sie müssen nachweisen, dass sie die Qualitäts- und Sicherheitsstandards erfüllen, die die FAA festgelegt hat", sagte der Verkehrsminister gegenüber der BBC.
Sowohl Spirit AeroSystems als auch Boeing stehen unter intensiver Beobachtung, nachdem sich eine unbenutzte Tür kurz nach dem Start im Januar von einer brandneuen 737 Max gelöst und ein klaffendes Loch in der Seite des Flugzeugs hinterlassen hatte. Den Ermittlern zufolge war die Tür ursprünglich von Spirit eingebaut worden, wurde dann aber von Boeing-Technikern entfernt, um fehlerhafte Nieten zu reparieren.
Zusammenfassung
- Whistleblower kritisiert Boeing scharf
- Paredes findet 200 Mängel an Bauteilen
- Qualitätsprüfer bei Spirit AeroSystems
- Konnte Mängel nicht abstellen
- Bekam Spitznamen "Showstopper"
- Seine Bedenken blieben ungehört
- US-Regierung überwacht Boeing genauer
Siehe auch:
- Wieder nix: Erster bemannter Boeing Starliner-Flug vorerst abgesagt
- Countdown läuft: Boeing bestätigt letzte Startvorbereitung für Starliner
- Nächster Schock: Boeing 767 verliert Notrutsche mitten im Flug über NY
- Boeing Starliner: Erster bemannter Flug hat einen Termin, und zwar bald
- Insider wirft Boeing "kriminelle Vertuschung" beim 737 Max-Vorfall vor
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