Für 66 Wochen in den Knast:
Erste Haftstrafe für Versand von Dickpics
Aus Gründen, die die meisten Menschen kaum nachvollziehbar finden dürften, halten manche Männer es für eine originelle Idee, ungefragt Fotos ihres Penis an andere Leute zu schicken. Erstmals wurde als Strafe dafür nun eine Haftstrafe verhängt.
Letztere fertigte einen Screenshot an und übergab diesen noch am selben Tag inklusive einer Anzeige der Polizei. Deren weitergehende Ermittlungen fußten auch auf der Tatsache, dass nur wenige Tage vor der Tat ein neues Gesetz in England Gültigkeit erlangte, die solche Vorgehensweisen nun als Straftat einstufen.
Die Regelung, die im juristischen Englisch als Cyber-Flashing bezeichnet wird, trat am 31. Januar in Kraft. In Schottland sind solche Taten hingegen schon seit 2010 als Straftat eingestuft. Sie machen dabei einen Unterbestand der sexuellen Belästigung aus.
"Die Täter denken vielleicht, dass sie weniger wahrscheinlich erwischt werden, wenn sie online straffällig werden, aber das ist nicht der Fall. Cyber-Flashing hat schädliche Auswirkungen auf die Opfer, und wir werden weiterhin allen Meldungen über diese Straftat nachgehen", erklärte Detective Chief Inspector James Gray von der zuständigen Polizeidienststelle.
Siehe auch:
Junges Gesetz
Der 39-Jährige aus Basildon wurde vom englischen Southend Crown Court zu 66 Wochen Haft verurteilt, berichtet Sky News. Die vergleichsweise harte Strafe kam vor allem auch aus dem Grund zustande, da er Anfang Februar ein sogenanntes Dickpic per WhatsApp sowohl an eine erwachsene Frau als auch an ein 15-jähriges Mädchen geschickt hatte.Letztere fertigte einen Screenshot an und übergab diesen noch am selben Tag inklusive einer Anzeige der Polizei. Deren weitergehende Ermittlungen fußten auch auf der Tatsache, dass nur wenige Tage vor der Tat ein neues Gesetz in England Gültigkeit erlangte, die solche Vorgehensweisen nun als Straftat einstufen.
Die Regelung, die im juristischen Englisch als Cyber-Flashing bezeichnet wird, trat am 31. Januar in Kraft. In Schottland sind solche Taten hingegen schon seit 2010 als Straftat eingestuft. Sie machen dabei einen Unterbestand der sexuellen Belästigung aus.
Auf Bewährung
Der Beschuldigte im vorliegenden Fall hatte vor dem Gericht zugegeben, in zwei Fällen ein Foto oder einen Film von seinen Genitalien verschickt zu haben, um Angst, Schrecken oder Demütigung zu verursachen. Der Mann war bereits aufgrund von Sexualstraftaten gegenüber Minderjährigen auf Bewährung, was zusätzlich strafverschärfend hinzukam. Wenn der Mann nun seine Haftstrafe abgesessen hat, ist die Sache nicht erledigt. Bis mindestens 2033 bleibt er als Sexualstraftäter registriert."Die Täter denken vielleicht, dass sie weniger wahrscheinlich erwischt werden, wenn sie online straffällig werden, aber das ist nicht der Fall. Cyber-Flashing hat schädliche Auswirkungen auf die Opfer, und wir werden weiterhin allen Meldungen über diese Straftat nachgehen", erklärte Detective Chief Inspector James Gray von der zuständigen Polizeidienststelle.
Zusammenfassung
- Erstmalige Haftstrafe für unerwünschtes Penisfoto in England
- 39-Jähriger zu rund 15 Monaten Haft wegen Cyber-Flashings verurteilt
- Eines der Opfer, ein 15-jähriges Mädchen, erstattete Anzeige
- Neues Gesetz stuft Cyber-Flashing seit 31. Januar als Straftat ein
- Täter gab zu, Bilder zur Einschüchterung verschickt zu haben
- Bis 2033 als Sexualstraftäter registriert
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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