"Geruch des Todes":
Apple sind Games egal, sagen Arcade-Entwickler

Apple hat 2019 mit Arcade seine Plattform für mobile Spiele gestartet und wollte damit endlich auch eine Rolle im Gaming spielen. Anfangs gab man sich auch große Mühe, die Plattform zu pushen, doch mitt­ler­weile ist die Begeisterung intern abgeklungen - sagen Entwickler.
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Apple Arcade sollte für Trendwende im Gaming sorgen

Wer spielen will, der soll sich einen PC kaufen und einen weiten Bogen um Apple und Mac machen. Das war (und ist) das Motto vieler Gamer, allerdings haben mobile Spiele diese Tradition aufgebrochen. Der kalifornische Konzern wollte aber noch mehr und startete im Herbst 2019 Apple Arcade, einen Abo-Dienst für Games auf iOS, iPadOS, MacOS und tvOS.

Und anfangs schien es auch, dass es gelingt, viele Gamer und auch Entwickler für den Dienst anzuziehen, der regulär im Monat 6,99 Euro kostet. Doch mittlerweile ist die Begeisterung verflogen: Denn gegenüber MobileGamer.biz sagten gleich mehrere Apple-Partner, dass sie über den Umgang des Konzerns mit dieser Plattform mittlerweile mehr als frustriert sind. Ein Entwickler meinte sogar, dass Apple Arcade den "Geruch des Todes" habe, andere allerdings meinen, dass es möglicherweise auch einen Neustart des Angebots geben könnte.


Die befragten Entwickler meinten, dass Apple oft unnahbar oder schwierig in der Zusammenarbeit sei, was allerdings "nichts Neues" wäre. Freilich gab es nicht nur negative Meinungen, denn so mancher meinte, dass die Zusammenarbeit mit Apple positiv und vor allem lukrativ gewesen ist. Es gab aber auch jene, die sagten, dass der Konzern "berühmt rachsüchtig" und "boshaft" sein kann - etwa dann, wenn man beispielsweise bei einem Konkurrenten wie Netflix unterschreibt.

Im Verlaufe der Zeit haben sich die positiven Meinungen aber immer mehr umgedreht. Zuletzt häufte sich der Unmut über eingestellte Projekte, schlechte und widersprüchliche Kommunikation und eine schlechte Zahlungsmoral. Oftmals greift alles ineinander, weil Apple nicht oder schlecht erklärt, warum ausgezahlte Gelder reduziert werden.

Mittlerweile setzen viele Apple-Partner ihre Hoffnungen auf Netflix. Nicht zwangsläufig deshalb, weil man dorthin wechseln will, sondern weil der Streaming-Dienst Apple zwingt, "relevant und wettbewerbsfähig" zu bleiben, wie es ein Entwickler sagte.

Keine Leidenschaft für Gaming

Das Hauptproblem bei der Sache ist aber, dass Apple mit Gaming einfach nichts anzufangen weiß: "An der Spitze des Unternehmens müssen Leidenschaft und Respekt für Spiele vorhanden sein, und das ist nicht der Fall", sagte ein anderer Entwickler. "Ich glaube nicht, dass sie Arcade wirklich wertschätzen oder in Arcade investieren, so wie sie in Musik oder Fernsehen investieren."
Zusammenfassung
  • Apple startete 2019 seine Spieleplattform Arcade
  • Mobile Spiele brachen das PC-Spiele-Monopol auf
  • Anfangs war Apple Arcade bei Gamern und Entwicklern beliebt
  • Entwickler sind nun von Apple und Arcade frustriert
  • Einige loben die Zusammenarbeit, andere nennen Apple rachsüchtig
  • Unmut wegen eingestellter Projekte und schlechter Bezahlung
  • Hoffnung auf Netflix als Wettbewerbsdruck für Apple
  • Kritik: Apple fehlt Leidenschaft und Investition in Gaming

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