Intel angelt sich Großkunden:
Microsoft will eigene 1,8nm-Chips bauen

Intel wird zum Chipfertiger von Microsoft. Der US-Chipgigant hat gestern bekannt gegeben, dass man die Redmonder als Kunden für die Vertragsfertigung von Chips aus Microsofts Entwicklung gewinnen konnte. Ab 2025 soll Intel 18A-Chips von Microsoft fertigen.
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Microsoft

Intel brüstet sich mit großem Auftrag von Microsoft

Intel hat gestern den offiziellen Start seiner breit angelegten Aktivitäten als Vertragsfertiger bekannt gegeben. Dabei verkündete man auch, dass man mit Microsoft einen bedeutenden ersten Kunde gewinnen konnte, der im großen Stil leistungsfähige Prozessoren bei Intels Foundry-Sparte produzieren lassen will.

Nach Angaben des Chipkonzerns hat Microsoft ein Chip-Design in Arbeit, das im Intel 18A-Prozess gefertigt werden soll. Gemeint ist damit Intels kommende Generation von Technologien für die Fertigung von hochmodernen Chips, wobei das A für "Ångström" steht und im Grunde einer zweistelligen Angabe der Strukturbreite entspricht. Intel 18A soll das Äquivalent von 1,8 Nanometern sein.


KI-Chips, keine Consumer-CPUs

Erste Schritte für die Fertigung von Microsofts 18A-Chips will man schon in diesem Jahr unternehmen. Genaue Angaben über den Umfang des ersten Fertigungsauftrags von Microsoft für Intels Sparte für Auftragsproduktion machten die beiden Partner zunächst nicht. Intel gab lediglich an, dass man bisher Aufträge mit einem Volumen von 15 Milliarden Dollar für die Foundry-Sparte an Land gezogen habe.

Bei den von Microsoft beauftragten Chips, die Intel für den Softwaregiganten produzieren soll, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht um CPUs oder andere Prozessoren für den Einsatz in Consumer-Produkten. Stattdessen dürfte Microsoft die Fertigung einer kommenden Generation seiner erst vor Kurzem angekündigten hauseigenen Server-Chips für Rechenzentren bei Intel planen.

Mitte November 2023 hatte Microsoft mit dem Cobalt 100 seine erste eigene ARM-CPU für den Einsatz in KI- und Cloud-Servern angekündigt, die mit 128 Rechenkernen daherkommen wird. Außerdem arbeitet man mit dem Maia 100 an einem eigenen KI-Beschleuniger, der wie die CPU noch in diesem Jahr erstmals in Azure-Rechenzentren in Betrieb gehen soll. Die Fertigung dieser Chips erfolgt allerdings bei TSMC und nicht bei Intel.

Zusammenfassung
  • Intel wird Chipfertiger für Microsoft
  • Ab 2025 fertigt Intel 18A-Chips für Microsoft
  • Microsofts Chip-Design im 1,8-Nanometer-Äquivalent
  • Erste Fertigungsschritte für 18A-Chips 2024
  • Auftragsvolumen von 15 Milliarden Dollar für Intel
  • Microsofts Server-Chips könnten bei Intel entstehen
  • Microsofts Cobalt 100 und Maia 100 nicht bei Intel

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