Mozilla wirft Microsoft manipulative "Dark Patterns"-Taktiken vor

Mozilla stellt den derzeit drittbeliebtesten Browser bereit, den Nutzer von Windows-PCs installieren können, vor Firefox liegen Google Chrome und Microsoft Edge. Mozilla hat sich zuletzt auf Plattform-Anbieter eingeschossen, aktuell nimmt man vor allem Microsoft ins Visier.
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Mozilla: Schmutzige Tricks von Microsoft

Greift Microsoft zu unfairen und schmutzigen Tricks, um die Windows-Anwender zur Nutzung des eigenen Edge-Browsers zu bringen? Das ist eine Frage, die die Firefox-Macher derzeit mit einem lauten Ja beantworten. Denn man hat einen Report mit dem Titel "Over The Edge: Wie Microsofts Designtaktiken die freie Browserwahl beeinträchtigen" (PDF) veröffentlicht. Darin heißt es, dass Nutzer des Betriebssystems auf unfaire Weise zu Edge und weg von anderen Browsern gedrängt werden.

Freilich dürfte das Googles Chrome und dessen Zweidrittel-Marktanteil kaum jucken, Firefox aber spürt hier hingegen jede verlorene Kommastelle. Das ist auch der Grund, warum Mozilla nun auf die sogenannten "Dark Patterns" hinweist. So bezeichnet man Designelemente, die darauf abzielen, Menschen zu bestimmten Entscheidungen zu bewegen.


Es ist nicht das erste Mal, dass Mozilla das behauptet bzw. entsprechende Vorwürfe zusammenfasst. Erst vor knapp zwei Wochen widmete sich Mozilla dem "Platform Tilt", also dem Umstand, dass Anbieter von Betriebssystemen die Nutzer zu bestimmten Browsern zu bewegen versuchen.

Wie The Register berichtet, geht es im "Over the Edge"-Report aber speziell um manipulatives Design auf der Benutzeroberfläche, damit Anwender zu bestimmten Aktionen bewegt werden: "Windows-Nutzer auf der ganzen Welt werden durch Microsofts schädliches Design in ihrer Wahlfreiheit eingeschränkt, übergangen und untergraben", schreibt Mozilla in einem Beitrag zu diesem Report und fordert auf der ganzen Welt regulatorische Schritte, um dieses Verhalten einzudämmen.

Konkret wirft Mozilla Microsoft unter anderem folgende Praktiken vor: So soll Microsoft an diversen Stellen Werbung für Edge einschleusen, darunter der Download-Seite von Chrome sowie in den Bing-Suchergebnissen. Auch die Windows 11-Einstellungen für die Auswahl des Standardbrowsers werden kritisiert, da einige Dateitypen und Linkverknüpfungen unverändert bleiben, selbst wenn man die Browser-Voreinstellung ändert. Außerdem heißt es seitens Mozilla, dass Benachrichtigungen sprachlich immer wieder irreführend seien bzw. man Nutzer glauben lässt, dass es sich dabei um Systemwarnungen handelt.

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Zusammenfassung
  • Mozilla kritisiert Microsofts Browser-Politik
  • Firefox hinter Chrome und Edge auf Platz drei
  • Mozilla beklagt unfaire Edge-Förderung durch Microsoft
  • "Dark Patterns" sollen Nutzerentscheidungen beeinflussen
  • Mozilla veröffentlicht "Over The Edge"-Report
  • Forderung nach regulatorischen Maßnahmen weltweit
  • Werbung für Edge in Chrome-Downloadseite eingebaut

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