Einigung zwischen EU-Gremien:
Gesetz zum Recht auf Reparatur kommt
Das Recht auf Reparatur - auch nach Ablauf der Garantie - wird auch bei uns in Form gesetzlicher Regelungen kommen. Zwischen den zuständigen Gremien der EU gab es in letzten Verhandlungen gestern Nacht eine Einigung darüber, wie dies konkret aussehen soll.
Klar ist nun, dass es demnächst einen Rechtsanspruch darauf geben soll, bestimmte Produkte von den Herstellern oder ihren Partnern reparieren zu lassen. "Wir können es uns nicht mehr leisten, in einer Wegwerfgesellschaft zu leben", sagte René Repasi (SPD), der die Verhandlungen vonseiten des EU-Parlaments führte, laut eines Berichtes der Tagesschau.
Konkret wird dieser für die sogenannte Weiße Ware umgesetzt - also Haushaltsgeräte aller Art. Und auch andere "typische Alltagsprodukte" wie Smartphones sollen unter das Gesetz fallen. Einige Produkte sollen aber auch ausgeklammert werden, dazu gehören dem Vernehmen nach unter anderem Kopfhörer. Was der Grund hierfür ist, wird sich bei den weitergehenden Erläuterungen der Gesetzgeber noch zeigen müssen.
Angesichts von 35 Millionen Tonnen mehr oder weniger vermeidbaren Mülls im Jahr allein in der EU kämpfen Verbraucher- und Umweltschützer schon seit Jahren für entsprechende Regelungen. Im Computer- und Smartphone-Bereich trägt dies bereits Früchte. Auch weil insbesondere die USA mit der Gesetzgebung in dem Bereich schon etwas weiter sind, werden inzwischen schon von vielen großen Herstellern Ersatzteile, Spezialwerkzeuge und Dokumentationen angeboten.
Siehe auch:
Reparieren statt wegwerfen
Im grundlegenden Ziel waren sich schon vorher alle einig: Verbrauchern soll es erleichtert werden, vorhandene Produkte zu reparieren, als sie bei einem Defekt direkt wegzuwerfen und neu zu kaufen. Wie dies allerdings in der Praxis genau geregelt werden soll, wurde recht kontrovers diskutiert. Und nicht zuletzt musste man sich auch mit diversen Einwänden der Industrie auseinandersetzen.Klar ist nun, dass es demnächst einen Rechtsanspruch darauf geben soll, bestimmte Produkte von den Herstellern oder ihren Partnern reparieren zu lassen. "Wir können es uns nicht mehr leisten, in einer Wegwerfgesellschaft zu leben", sagte René Repasi (SPD), der die Verhandlungen vonseiten des EU-Parlaments führte, laut eines Berichtes der Tagesschau.
Konkret wird dieser für die sogenannte Weiße Ware umgesetzt - also Haushaltsgeräte aller Art. Und auch andere "typische Alltagsprodukte" wie Smartphones sollen unter das Gesetz fallen. Einige Produkte sollen aber auch ausgeklammert werden, dazu gehören dem Vernehmen nach unter anderem Kopfhörer. Was der Grund hierfür ist, wird sich bei den weitergehenden Erläuterungen der Gesetzgeber noch zeigen müssen.
35 Mio. Tonnen Müll
Wie der Gesetzestext im Detail aussieht, wird die Öffentlichkeit voraussichtlich in den kommenden Wochen erfahren. Voraussichtlich werden hier aber verschiedene Themen abgedeckt, die für die praktische Umsetzung eines Rechts auf Reparatur nötig sind. Dazu gehören etwa die Verpflichtung der Hersteller zur Bereitstellung von Ersatzteilen und auch die Verfügbarkeit von Dokumentationen, mit denen eventuell auch unabhängige Werkstätten arbeiten können.Angesichts von 35 Millionen Tonnen mehr oder weniger vermeidbaren Mülls im Jahr allein in der EU kämpfen Verbraucher- und Umweltschützer schon seit Jahren für entsprechende Regelungen. Im Computer- und Smartphone-Bereich trägt dies bereits Früchte. Auch weil insbesondere die USA mit der Gesetzgebung in dem Bereich schon etwas weiter sind, werden inzwischen schon von vielen großen Herstellern Ersatzteile, Spezialwerkzeuge und Dokumentationen angeboten.
Zusammenfassung
- EU einigt sich auf Recht auf Reparatur
- Verbraucher sollen Produkte einfacher reparieren können
- Rechtsanspruch auf Reparatur bei Herstellern geplant
- Weiße Ware und Smartphones von Regelung betroffen
- Kopfhörer vorerst von Gesetz ausgenommen
- Details des Gesetzestexts bald öffentlich
- Hersteller müssen Ersatzteile und Dokumentationen bereitstellen
- Kampf gegen vermeidbaren Müll in der EU fortgesetzt
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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