Und da sind die Nintendo-Anwälte:
Pokémon-Mod für Palworld vor Aus

Seit Kurzem sorgt Palworld für Aufsehen: Denn das Spiel, das als "Pokémon mit Knarren" beschrieben wird, nimmt zahlreiche Anleihen beim Nintendo-Spiel - dürfte aber sicher sein. Das gilt nicht für Macher einer Modifikation, die die "falschen" durch echte Pokémon ersetzt.
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Pocket Pair

Palworld erobert die Gaming-Szene

Palworld ist und bleibt das erste große Gaming-Phänomen des Jahres: Denn das Spiel, das ganz offensichtlich Bezug auf die Nintendo-Spielereihe Pokémon nimmt, verkauft sich immer noch wie geschnitten Brot. Mehr als sechs Millionen Einheiten konnten von diesem Early-Access-Titel bereits verkauft werden, Tendenz nach wie vor steigend. Mehr als das: Derzeit ist Palworld der mit Abstand meistgespielte Titel auf Steam, zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels waren mehr als 1,8 Millionen Steam-Nutzer gleichzeitig im Spiel - das zweitplatzierte Spiel Counter-Strike 2 kam "nur" auf knapp 900.000 Gamer.

Palworld hat auch bereits das Interesse von Moddern geweckt und einige machten das, was sich regelrecht aufdrängt: Sie begannen, die "Pals", also falschen Pokémons durch echte zu ersetzen. Doch während das Hauptspiel bisher vor den Anwälten des japanischen Spielekonzerns sicher war, bekamen es die Mod-Macher bereits mit der Rechtsabteilung von Nintendo zu tun.

Palworld: Launch-Trailer zum Pokémon-inspirierten Überraschungshit

Denn bereits nach 24 Stunden tauchte eine "Pokémon-Mod" auf, doch diese landete auch sofort auf den Schreibtischen der Nintendo-Anwälte. Und die zögerten nicht lange. Denn der YouTuber Toasted, der Werbung für die Modifikation machte, wurde laut GamesRadar sofort mit einem Takedown bedacht. Bekannte Modding-Communitys wie NexusMods haben bereits - freiwillig oder auf Druck des Unternehmens - Mods mit Bezug zu bzw. Inhalten mit echten Pokémon entfernt.

Palworld selbst ist bisher von rechtlichen Problemen verschont geblieben. Hier gibt es allerdings unterschiedliche Meinungen: Denn Don McGowan, der ehemalige Chief Legal Officer von The Pokémon Company ist laut GameFile überrascht, dass Palworld überhaupt veröffentlicht werden konnte: "Das sieht aus wie der übliche Abzocker-Unsinn, den ich tausendmal im Jahr gesehen habe, als ich Chefjustiziar von Pokémon war", sagte McGowan. "Ich bin nur überrascht, dass es so weit gekommen ist."

Sein Juristenkollege Richard Hoeg ist anderer Meinung.- Denn zum aktuellen Vorgehen gegen die Modifikation meint er: "Interessanterweise zeigt die Mod, obwohl sie wahrscheinlich gegen das Gesetz verstößt, wie anders die Basisversion von Palworld aussieht. Ich würde als Nintendo/Pokémon nicht unbedingt das Spiel selbst einklagen wollen."

Zusammenfassung
  • Palworld als "Pokémon mit Knarren" bekannt
  • Über sechs Millionen Early-Access-Einheiten verkauft
  • Meistgespielter Titel auf Steam mit 1,8 Mio. Nutzern
  • Modder ersetzten "Pals" durch echte Pokémon
  • Nintendo ging gegen Pokémon-Mod vor
  • Palworld bisher ohne rechtliche Schwierigkeiten
  • Juristen uneins über Palworlds Legalität

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