Piranha Bytes: Legendäres Gothic-Studio steht wohl vor dem Aus
Die Liste der deutschen Spielestudios, die es zu internationalem Ruhm gebracht haben, ist nicht lang, Piranha Bytes gehört aber sicherlich dazu. Denn dort entstand vor gut zwei Jahrzehnten Gothic. Doch womöglich endet die Geschichte des Essener Entwicklers schon bald.
Dem waren erfolglose Bemühungen zuvor gegangen, einen Käufer für das Studio zu finden. Offiziell ist aber bisher wenig bis nichts, es lässt sich derzeit auch nicht genau sagen, wie viele der zuletzt mehr als 30 Mitarbeiter noch bei Piranha Bytes beschäftigt sind.
Überraschend wäre die Studioschließung aber nicht: Denn der schwedische Konzern hat in den vergangenen Jahren eine aggressive Wachstumsstrategie betrieben. Man hat nicht nur im Gaming-Bereich groß eingekauft, sondern holte sich beispielsweise auch für viel Geld die lukrative "Der Herr der Ringe-Lizenz".
Doch diese Strategie ging nicht auf, auch weil eine milliardenschwere Finanzspritze durch einen nicht näher bekannten möglichen Partner kurz vor Abschluss platzte. So musste die Embracer Group zuletzt an vielen Stellen den Rotstift ansetzen, davon waren und sind auch Gaming-Studios betroffen.
Ganz klar ist die Sache im Fall von Piranha Bytes aber auch deshalb nicht, weil es hier auch um eine vom Wirtschaftsministerium bereits bewilligte Förderung in Höhe von 3,2 Millionen Euro geht. Diese ist für ein mit "WIKI6" bzw. dem Codenamen "Currywurst" betiteltes Projekt vorgesehen, dieses wird derzeit noch als "laufendes Vorhaben" geführt, so das Ministerium. Der Grund, warum das bislang nicht zurückgezogen wurde, könnte allerdings sein, dass Piranha Bytes dadurch versucht, sich attraktiver für eine Übernahme zu machen, so GamesWirtschaft.
Siehe auch:
Kurzarbeit und Kündigungen bei Piranha Bytes
Es sieht nicht gut aus. Das ist das Kurzfazit in Bezug auf die deutsche Rollenspiel-Institution Piranha Bytes. Denn das seit einigen Jahren zum schwedischen Medienkonzern Embracer Group gehörende Studio steht offenbar vor dem Aus. Im Spiele-Podcast The Pod der Gaming-Journalisten André Peschke und Jochen Gebauer (via GamesWirtschaft) heißt es, dass bei Piranha Bytes bereits seit vergangenem Herbst Kurzarbeit herrscht und durch Embracer kürzlich auch weitreichende Kündigungen ausgesprochen wurden.Dem waren erfolglose Bemühungen zuvor gegangen, einen Käufer für das Studio zu finden. Offiziell ist aber bisher wenig bis nichts, es lässt sich derzeit auch nicht genau sagen, wie viele der zuletzt mehr als 30 Mitarbeiter noch bei Piranha Bytes beschäftigt sind.
Überraschend wäre die Studioschließung aber nicht: Denn der schwedische Konzern hat in den vergangenen Jahren eine aggressive Wachstumsstrategie betrieben. Man hat nicht nur im Gaming-Bereich groß eingekauft, sondern holte sich beispielsweise auch für viel Geld die lukrative "Der Herr der Ringe-Lizenz".
Doch diese Strategie ging nicht auf, auch weil eine milliardenschwere Finanzspritze durch einen nicht näher bekannten möglichen Partner kurz vor Abschluss platzte. So musste die Embracer Group zuletzt an vielen Stellen den Rotstift ansetzen, davon waren und sind auch Gaming-Studios betroffen.
Ganz klar ist die Sache im Fall von Piranha Bytes aber auch deshalb nicht, weil es hier auch um eine vom Wirtschaftsministerium bereits bewilligte Förderung in Höhe von 3,2 Millionen Euro geht. Diese ist für ein mit "WIKI6" bzw. dem Codenamen "Currywurst" betiteltes Projekt vorgesehen, dieses wird derzeit noch als "laufendes Vorhaben" geführt, so das Ministerium. Der Grund, warum das bislang nicht zurückgezogen wurde, könnte allerdings sein, dass Piranha Bytes dadurch versucht, sich attraktiver für eine Übernahme zu machen, so GamesWirtschaft.
Zusammenfassung
- Piranha Bytes könnte bald Geschichte sein
- Studio steht vor dem Aus, gehört zur Embracer Group
- Seit Herbst herrscht Kurzarbeit, Kündigungen folgten
- Erfolglose Suche nach Käufer für das Studio
- Über 30 Mitarbeiter waren zuletzt angestellt
- Embracer Group scheiterte mit Wachstumsstrategie
- 3,2 Millionen Euro Förderung für Projekt "Currywurst"
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