Update statt Verkaufsverbot:
AVM verteilt neue FritzBox-Firmware
Huaweis Patentklage gegen AVM zeigt Wirkung. Nach einem ersten Rückschlag vor Gericht verteilt das Berliner IT-Unternehmen seit Jahresbeginn eine Reihe neuer FritzBox-Updates, um Anpassungen an den betroffenen Wi-Fi-6-Signalisierungsfeldern vorzunehmen.
Das Landgericht München I urteilte im November zugunsten Huaweis und bestätigte eine Rechtsverletzung im Kontext des Technologiepatents für Wi-Fi 6. Bisher ist das Urteil nicht rechtskräftig und AVM hat bereits Berufung eingelegt.
"AVM sieht nicht, dass dieses SEP (Standard-Essenzielles Patent) von Huawei bei gängigen WLAN-Produkten überhaupt zum Einsatz kommt. Das heißt, AVM geht nicht davon aus, dass dieses Patent verletzt wird", ließ das Unternehmen erst im Dezember verlauten.
Im Changelog der neuen FritzOS 7.57 und 7.58 Firmware-Versionen ist lediglich der Hinweis "Anpassung von Signalisierungsfeldern bei Wi-Fi-6" zu lesen. Gegenüber Heise bestätigt AVM, dass die Aktualisierungen im Zusammenhang mit Huaweis Patentklage stehen.
"Mit der aktualisierten Firmware vom 1. Januar 2024 für sechs Wi-Fi-6-Produkte wird der strittige Vorwurf einer Patentrechtsverletzung aufgelöst. Die Anpassung ist für neu installierte Geräte seit dem 1. Januar 2024 aktiv. Bestandsgeräte sind davon nicht berührt und für den gewohnten Einsatz hat die aktualisierte Firmware keine Auswirkungen."
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Siehe auch:
AVM geht nach Klage auf Nummer sicher
Seit zwei Jahren geht Huawei gegen Routerhersteller vor, die nach Angaben des chinesischen Unternehmens eine von ihnen patentierte Technik zum Orthogonal Frequency Division Multiple Access (OFDMA) nutzen. Im Speziellen handelt es sich um Wi-Fi-6-Signalisierungsfelder, die den Versand von Datenpaketen an einen oder mehrere Clients anzeigen. Neben AVM gehören auch Amazon und Netgear zu den Beschuldigten.Das Landgericht München I urteilte im November zugunsten Huaweis und bestätigte eine Rechtsverletzung im Kontext des Technologiepatents für Wi-Fi 6. Bisher ist das Urteil nicht rechtskräftig und AVM hat bereits Berufung eingelegt.
"AVM sieht nicht, dass dieses SEP (Standard-Essenzielles Patent) von Huawei bei gängigen WLAN-Produkten überhaupt zum Einsatz kommt. Das heißt, AVM geht nicht davon aus, dass dieses Patent verletzt wird", ließ das Unternehmen erst im Dezember verlauten.
FritzOS-Updates weichen Patentverletzung aus
Nun scheint man Huaweis möglichen Ansprüchen ausweichen zu wollen - mit neuen FritzOS-Updates für die Modelle FritzBox 7530 AX, 4060, 6690 Cable, 5590 Fiber sowie Fritz!Repeater 3000 AX und 6000.Im Changelog der neuen FritzOS 7.57 und 7.58 Firmware-Versionen ist lediglich der Hinweis "Anpassung von Signalisierungsfeldern bei Wi-Fi-6" zu lesen. Gegenüber Heise bestätigt AVM, dass die Aktualisierungen im Zusammenhang mit Huaweis Patentklage stehen.
"Mit der aktualisierten Firmware vom 1. Januar 2024 für sechs Wi-Fi-6-Produkte wird der strittige Vorwurf einer Patentrechtsverletzung aufgelöst. Die Anpassung ist für neu installierte Geräte seit dem 1. Januar 2024 aktiv. Bestandsgeräte sind davon nicht berührt und für den gewohnten Einsatz hat die aktualisierte Firmware keine Auswirkungen."
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Zusammenfassung
- Huawei klagt gegen AVM wegen Wi-Fi-6-Patent
- AVM verteilt Updates zur Patentklage-Abwehr
- Huawei wirft mehreren Firmen Patentnutzung vor
- Münchner Gericht bestätigt Huaweis Patentansprüche
- AVM bestreitet Nutzung des Huawei-Patents
- Neue Firmware löst Patentrechtsverletzungs-Vorwurf auf
Siehe auch:
- FritzOS 7.80: AVM stellt finales Glasfaser-Update im Labor bereit
- Neues FritzOS 7.70-Labor: AVM startet weiteres experimentelles Update
- Fritz-Labor-Update bringt spezielle Zwangstrennungsoption zurück
- FritzBox-Update: AVM verbessert Anzeige von Ethernetverbindung
- Hammer-Urteil gegen AVM: Der FritzBox droht jetzt ein Verkaufsverbot
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