Jahrzehntelanger Irrtum:
Uranus und Neptun sehen anders aus
Die Bilder, die die alte Sonde Voyager 2 vor einigen Jahrzehnten von den äußeren Planeten unseres Sonnensystems nach Hause schickte, haben seitdem ein falsches Bild von Uranus und Neptun in der Lehre und den Köpfen festgesetzt.
Das tiefe Blau des Neptun gibt es eher nicht, stattdessen sind sich die beiden Himmelskörper ziemlich ähnlich: Beide Planeten präsentieren sich in Wirklichkeit eher in einem blassen Hellblau. Das zumindest behauptet eine neue Forschungsarbeit von Physikern und Astronomen der Universität Oxford.
Der bisherige Irrtum über die Farbe Neptuns beruht im Grunde darauf, dass sich Menschen Bilder besser einprägen können als zusätzliche Sachinformationen. Denn dass die Darstellung im tiefen Blau wenig mit der Realität zu tun hat, wussten die Forscher, die mit den Voyager-Daten vertraut waren, durchaus und wiesen darauf auch hin. Mit der Zeit wurden die von ihnen veröffentlichten Bilder aber immer wieder reproduziert, die Angaben zu den falschen Farben gab man hingegen nicht weiter.
Die neuen Bilder, die nun von den Oxford-Forschern vorgelegt wurden, stammen so auch nicht von neuen Aufnahmen. Sie beruhen vielmehr erneut auf den alten Voyager-Daten, allerdings hat man nun Wert darauf gelegt, aus den Informationen eine möglichst realistische Darstellung zu generieren.
Siehe auch:
Kaum mehr unterscheidbar
Vor allem Neptun sieht wohl ganz anders aus, als man es von den zahlreichen Darstellungen kennt, die auf den Voyager-Daten beruhten. Die Sonde passierte die Planeten in den Jahren 1986 und 1989 und schickte erstmals Aufnahmen aus der Nähe zur Erde. Bis dahin gab es im Grunde nur punktförmige, leicht bläulich schimmernde Bilder aus den besseren Teleskopen.Das tiefe Blau des Neptun gibt es eher nicht, stattdessen sind sich die beiden Himmelskörper ziemlich ähnlich: Beide Planeten präsentieren sich in Wirklichkeit eher in einem blassen Hellblau. Das zumindest behauptet eine neue Forschungsarbeit von Physikern und Astronomen der Universität Oxford.
Der bisherige Irrtum über die Farbe Neptuns beruht im Grunde darauf, dass sich Menschen Bilder besser einprägen können als zusätzliche Sachinformationen. Denn dass die Darstellung im tiefen Blau wenig mit der Realität zu tun hat, wussten die Forscher, die mit den Voyager-Daten vertraut waren, durchaus und wiesen darauf auch hin. Mit der Zeit wurden die von ihnen veröffentlichten Bilder aber immer wieder reproduziert, die Angaben zu den falschen Farben gab man hingegen nicht weiter.
Arbeit mit Originaldaten
Ausgangspunkt des Irrtums ist die Tatsache, dass Voyager 2 nur monochrome Aufnahmen in verschiedenen Spektren zur Erde zurückschickte. Diese wurden dann zusammengefügt und so koloriert und mit zusätzlichen Kontrasten versehen, dass man Strukturen in der Atmosphäre des Planeten besser erkennen konnte.Die neuen Bilder, die nun von den Oxford-Forschern vorgelegt wurden, stammen so auch nicht von neuen Aufnahmen. Sie beruhen vielmehr erneut auf den alten Voyager-Daten, allerdings hat man nun Wert darauf gelegt, aus den Informationen eine möglichst realistische Darstellung zu generieren.
Zusammenfassung
- Voyager 2-Bilder prägten falsches Bild von Uranus und Neptun
- Neptun ist nicht tiefblau, sondern ähnelt Uranus in blasserem Hellblau
- Forscher der Universität Oxford korrigieren Farbwahrnehmung
- Irrtum entstand durch bessere Einprägung von Bildern als von Fakten
- Voyager 2 lieferte monochrome Aufnahmen, die nachbearbeitet wurden
- Neue Darstellungen basieren auf realistischerer Interpretation der Daten
- Oxford-Forscher nutzen alte Daten für korrigierte Planetenbilder
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