So will die NASA in die Ozeane der großen Eis-Monde vorstoßen

"Folge dem Wasser", heißt es unter Astrobiologen. Denn Wasser wird als Grundlage dessen angesehen, was wir als Leben im Universum finden könnten. Entsprechend großes Interesse liegt auf den großen Vorkommen auf den Eismonden der Gasplaneten.
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NASA/JPL-Caltech

Monde im Fokus

Der Fokus der Forscher liegt konkret auf zwei Objekten: Europa und Enceladus, zwei Monde von Jupiter und Saturn. Beide haben eine Oberfläche aus kilometerdickem Eis. Fotos von Sonden, die zur Erforschung der großen Planeten und ihrer Monde ausgeschickt wurden, zeigten aber immer wieder regelrechte Fontänen, die von den Monden in den Weltraum schossen.

Die Wissenschaftler gehen daher davon aus, dass tief unter dem Eis auch Wasser in flüssiger Form vorliegt, das durch tektonische Risse durch die Oberflächenschicht gedrückt wird - ähnlich wie man es auf der Erde vom flüssigen Gestein in Vulkanen kennt. In den tief liegenden Ozeanen der Monde könnte sich durchaus auch einfaches Leben entwickelt haben. NASA will durch den Eispanzer der EismondeKonzept einer Sonde auf dem Jupitermond Europa Bereits mehrfach wurden Konzepte erarbeitet, wie man die flüssigen Wasserschichten erreichen könnte. Das ist nicht gerade trivial, da sich mit einer kleinen Sonde, die durch das ganze Sonnensystem fliegen und auf einem anderen Himmelskörper landen muss, keine schwere Bohrtechnik mitnehmen lässt. Zuletzt wurde von der NASA zu Beginn dieses Jahres eine erneute Arbeit an Vorschlägen angestoßen, die zu einer konkreten Mission werden könnte.

Einmal durchschmelzen

Ein führender Kandidat ist dabei die Idee eines Kryoroboters, einer zylindrischen Sonde mit integriertem Heizaggregat. Diese soll unter sich das Eis auftauen, dadurch nach unten sinken, während über ihr das Eis wieder gefriert. Auf der Erde wird dieses Verfahren bereits in der Polarforschung eingesetzt, auf einem Mond anderer Planeten ist die Umsetzung allerdings eine ganz andere Sache.

Denn hier müssen verschiedene weitergehende Probleme überwunden werden. So weiß bisher niemand im Detail, wie stark der Eispanzer genau ist. Außerdem reicht es nicht, den Roboter durch die Eisschicht zu bringen, er muss auch in Kontakt zu einer Außeneinheit an der Oberfläche bleiben - einerseits, um nicht allein alle Energie mitführen zu müssen, aber auch um gesammelte Forschungsdaten zur Erde übermitteln zu können. Die jüngsten Konzeptarbeiten haben hier aber bereits erhebliche Fortschritte gemacht und es ist absehbar, dass die Wissenschafts-Community in einigen Jahren mit der Entwicklung einer entsprechenden Mission beginnen wird.

Zusammenfassung
  • Wasser gilt als Basis für extraterrestrisches Leben
  • Eismonde Europas und Enceladus im Fokus der Forschung
  • Unter Oberflächeneis vermutet man flüssiges Wasser
  • Konzepte zur Erreichung der Wasserschichten entwickelt
  • NASA arbeitet an Vorschlägen für mögliche Missionen
  • Kryoroboter könnte sich durch Eisschichten schmelzen
  • Probleme: Eispanzerdicke unbekannt, Datenübertragung nötig

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