Ärger wegen des Werbe-Geschäfts:
Amazon droht Milliarden-Strafe
Dem Handelskonzern Amazon droht in den USA neuer Ärger mit den staatlichen Verbraucherschützern. Es kann passieren, dass ihm erneut Strafzahlungen im Bereich von Milliarden Dollar ins Haus stehen.
Die möglichen rechtlichen Schritte sind Teil einer bereits seit längerer Zeit laufenden Untersuchung der FTC. Wie Bloomberg unter Berufung auf mit dem Vorgang vertrauten Personen berichtet, arbeiten auch mehrere Generalstaatsanwälte von US-Bundesstaaten an den Ermittlungen mit. Eine offizielle Stellungnahme der Behörde liegt bislang nicht vor.
Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Frage, ob Amazon bei der Vermarktung von Onlinewerbung ausreichend transparent agiert hat. Die FTC prüft demnach insbesondere, ob Werbekunden klar über Preisstrukturen und Vertragsbedingungen informiert wurden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den sogenannten Werbeauktionen, über die Anzeigenplätze vergeben werden.
Dabei soll sich die Behörde vor allem für sogenannte Reservepreise interessieren. Diese legen fest, welchen Mindestbetrag Werbetreibende akzeptieren müssen, um einen bestimmten Anzeigenplatz erwerben zu können. Die Ermittler wollen offenbar klären, ob Amazon diese Preisgrenzen gegenüber seinen Kunden offen kommuniziert hat.
Dem Vernehmen nach könnte die FTC ihre Ermittlungen bereits im Laufe des Sommers abschließen. Als mögliche Ergebnisse gelten sowohl eine gerichtliche Auseinandersetzung als auch eine außergerichtliche Einigung.
Für Amazon wäre ein weiteres Verfahren ein neuer Rückschlag im Verhältnis zu den US-Regulierungsbehörden. Erst im vergangenen September hatte sich der Konzern bereit erklärt, im Zusammenhang mit Vorwürfen rund um sein Prime-Abonnementprogramm Zahlungen in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar zu leisten. Die FTC hatte Amazon damals beschuldigt, Verbraucher durch irreführende Praktiken zum Abschluss von Abonnements bewegt zu haben.
Siehe auch:
Eine Frage der Transparenz
Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg soll die US-Handelsaufsicht FTC (Federal Trade Commission) eine Klage gegen das Unternehmen vorbereiten. Im Raum stehen Vorwürfe, Amazon habe Werbekunden über wichtige Bedingungen seines Anzeigengeschäfts unzureichend informiert. Im Falle einer Klage könnten dem Unternehmen empfindliche Geldstrafen drohen.Die möglichen rechtlichen Schritte sind Teil einer bereits seit längerer Zeit laufenden Untersuchung der FTC. Wie Bloomberg unter Berufung auf mit dem Vorgang vertrauten Personen berichtet, arbeiten auch mehrere Generalstaatsanwälte von US-Bundesstaaten an den Ermittlungen mit. Eine offizielle Stellungnahme der Behörde liegt bislang nicht vor.
Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Frage, ob Amazon bei der Vermarktung von Onlinewerbung ausreichend transparent agiert hat. Die FTC prüft demnach insbesondere, ob Werbekunden klar über Preisstrukturen und Vertragsbedingungen informiert wurden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den sogenannten Werbeauktionen, über die Anzeigenplätze vergeben werden.
Dabei soll sich die Behörde vor allem für sogenannte Reservepreise interessieren. Diese legen fest, welchen Mindestbetrag Werbetreibende akzeptieren müssen, um einen bestimmten Anzeigenplatz erwerben zu können. Die Ermittler wollen offenbar klären, ob Amazon diese Preisgrenzen gegenüber seinen Kunden offen kommuniziert hat.
Auch Google im Visier
Die Untersuchungen betreffen nicht nur Amazon. Bereits im vergangenen Jahr wurde bekannt, dass die FTC auch die Werbepraktiken des Google-Mutterkonzerns Alphabet unter die Lupe nimmt. Beide Verfahren werden von der Verbraucherschutzabteilung der Behörde geführt.Dem Vernehmen nach könnte die FTC ihre Ermittlungen bereits im Laufe des Sommers abschließen. Als mögliche Ergebnisse gelten sowohl eine gerichtliche Auseinandersetzung als auch eine außergerichtliche Einigung.
Für Amazon wäre ein weiteres Verfahren ein neuer Rückschlag im Verhältnis zu den US-Regulierungsbehörden. Erst im vergangenen September hatte sich der Konzern bereit erklärt, im Zusammenhang mit Vorwürfen rund um sein Prime-Abonnementprogramm Zahlungen in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar zu leisten. Die FTC hatte Amazon damals beschuldigt, Verbraucher durch irreführende Praktiken zum Abschluss von Abonnements bewegt zu haben.
Zusammenfassung
- Amazon droht in den USA eine neue Milliarden-Strafe durch die FTC
- Die FTC wirft Amazon mangelnde Transparenz beim Anzeigengeschäft vor
- Werbekunden sollen unzureichend über Preisstrukturen informiert worden sein
- Ein Untersuchungsschwerpunkt sind die sogenannten Reservepreise
- Auch Generalstaatsanwälte mehrerer US-Bundesstaaten ermitteln mit
- Die FTC könnte ihre Ermittlungen bereits im Laufe des Sommers abschließen
- Bereits im September 2023 zahlte Amazon 2,5 Milliarden Dollar wegen Prime
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Thema:
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